Umwandlung von Groß- und Komplexeinrichtungen in differenzierte gemeindenahe Wohnangebote

Veränderungen wagen, Visionen gestalten: Wer mittendrin wohnt, ist näher dran.

Achtung: Das Förderprogramm war zeitlich befristet.Leitanträge mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren konnten bis zum 31.12.2010 gestellt werden. Seitdem ist nur noch die Beantragung von Folgeanträgen möglich.

Ausschlaggebend für ein selbstbestimmtes Leben ist auch für Menschen mit Behinderung, frei über die individuelle Wohn- und damit Lebensform entscheiden zu können.

Mit einer Wohnung innerhalb der Gemeinde wachsen die Anreize, sich gegenseitig kennen zu lernen und Vorurteile abzubauen - wichtige Schritte auf dem Weg zu einem gleichberechtigten Zusammenleben und zu einem selbstverständlichen gesellschaftlichen Miteinander.

Die Konzepte zur Umwandlung von großen Wohneinrichtungen in kleine gemeindeintegrierte Wohnstrukturen basieren auf den Interessen der künftigen Nutzer und werden gemeinsam mit ihnen, ihren Angehörigen und den hauptamtlichen Mitarbeitern entwickelt. Wichtigstes Ziel ist es, differenzierte und gemeindenahe Wahlmöglichkeiten zu schaffen, um ein möglichst breites Spektrum an unterschiedlichen Wohnformen mit höchstens vierundzwanzig Plätzen bereit stellen zu können.

Was kann bezuschusst werden?

Nach Abschluss der Zielvereinbarung fördert die Aktion Mensch auf drei Ebenen die Umwandlung von Komplexeinrichtungen:

  1. Projektförderung: Bezuschusst werden Personalkosten/Honorarkosten für notwendige externe und freigestellte interne Fachkräfte wie Sozialpädagogen, Architekten, Betriebswirte, Supervisoren u.ä. zur Umsetzung eines zuschussfähigen Gesamtkonzepts der Umwandlung für höchstens fünf Jahre.
  2. Starthilfen für ambulante Dienste: Bezuschusst werden zusätzliche Personalkosten für den Aufbau ambulanter Dienste und ambulanter Betreuungsstrukturen für höchstens vier Jahre.
  3. Investitionskosten zum Bau neuer Wohnungen: Bezuschusst werden Bau, Erwerb und/oder Ausstattung jeder zukünftigen Wohneinheit mit bis zu maximal 24 Plätzen.

Wer kann eine Förderung beantragen?
Freie gemeinnützige Träger von Groß- und Komplexeinrichtungen in der Behindertenhilfe.

Wofür können Zuschüsse beantragt werden?
Antragsbasis ist ein vorliegendes Gesamtkonzept, das inhaltliche Eckpunkte benennt und Angaben über die Finanzierung enthält. Dieses Konzept ist Grundlage der Zielvereinbarung und beschreibt geplante Umsetzungsschritte. Die Förderhöchstsumme beträgt jährlich maximal 250.000 Euro im Projektbereich (s. Punkt 1). Bei Starthilfen beträgt die Förderhöchstsumme maximal 250.000 Euro für den gesamten Förderzeitraum. Für Projekte und Starthilfen ist jährlich ein Folgeantrag zu stellen. Vor Bewilligung des neuen Förderjahres ist vom Antragsteller der Verwendungsnachweis zu führen sowie ein Sachbericht vorzulegen. 

Weitere Details können Sie in diesem Merkblatt nachlesen:

Merkblatt "Groß- und Komplexeinrichtungen" als PDF-Dokument
Infopaket herunterladen

Aktion Mensch fördert:

  • Die Konzeptentwicklung zukünftiger Wohnstrukturen in Zusammenarbeit mit den Bewohnern, ihren Angehörigen und den Mitarbeitern
  • Aufbau ambulanter Betreuungsstrukturen
  • Erwerb und Bau neuer Wohneinheiten
  • Planung und Organisation der Umstrukturierung

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