Sport ist mehr als Wettbewerb: Er bedeutet Begegnung auf Augenhöhe, Spaß und selbstverständliches Miteinander. Das gilt für Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen. Damit Sport inklusiv wird, braucht's jedoch einen besonderen Anstoß. Die Aktion Mensch fördert deshalb zahlreiche Projekte und Investitionen, die sich genau dafür einsetzen und Menschen mit und ohne Behinderung als Sportlerinnen, Sportler oder Fans zusammenbringen.

Die Sport-Förderung der Aktion Mensch ist breit gefächert. Zu den geförderten Projekten gehört auch das inklusive Sportabzeichen.

„Beim Sport wird die Idee der Inklusion für die Leute greifbar“, sagt Uwe Blumenreich, Leiter der Projekt- und Inklusionsförderung bei der Aktion Mensch. „Sie verstehen, dass das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung funktionieren kann. Das sorgt für Spaß am gemeinsamen Sport und Wettbewerben.“

Sport ist also ein perfektes Spielfeld für Inklusion. Doch bisher trainieren Menschen mit und ohne Behinderung im Breitensport häufig noch in voneinander getrennten Vereinssystemen: Auf der einen Seite gibt es die etablierten Sportverbände mit ihren Ligen und Meisterschaften. Auf der anderen Seite tragen einige Behindertensportverbände ihre eigenen Wettkämpfe aus - bis hin zu den Paralympics. „Die große Herausforderung ist, beide Seiten langfristig zueinander zu bringen“, erklärt Uwe Blumenreich. „Wir möchten irgendwann dahin kommen, gemeinsame Spiele auszutragen und Menschen mit und ohne Behinderung in einem fairen Wettbewerb gegeneinander antreten zu lassen.“

Zurzeit unterstützt die Aktion Mensch beide Säulen: Breitensportverbände, die sich inklusiv aufstellen wollen ebenso wie Projekte im Behindertensport. Möglichen Antragstellern bietet die Aktion Mensch dafür unterschiedliche Arten der Förderung an. Mit der Förderaktion unterstützt sie kleinere Sportprojekte mit bis zu 5.000 Euro. In der großen Sportförderung sind bis zu 300.000 Euro Zuschuss für Personal-, Honorar- und Sachkosten möglich.

Wer sich als kleiner, ehrenamtlich organisierter Sportverein mit einem Projekt für die Inklusion öffnen will, kann zunächst einen Antrag an die Förderaktion „Noch viel mehr vor“ stellen. Die Aktion Mensch fördert darin Honorare und Sachkosten mit bis zu 5.000 Euro. Geld, das zum Beispiel dabei hilft, ein inklusiv ausgerichtetes Sportfest zu veranstalten oder eine inklusive Mannschaft zu etablieren.

Sportvereine, die für eine barrierefreie Umgebung in ihren Vereins- und Trainingsräumen sorgen wollen, können zudem einen Antrag bei der Förderaktion „Barrierefreiheit“ stellen und so maximal weitere 5.000 Euro Zuschuss erhalten. „Wir fördern sowohl inklusive Projekte als auch Investitionen in die Barrierefreiheit“, fasst Blumenreich zusammen. „Freigemeinnützige Träger haben Zugang zu beiden Förderaktionen, ohne dass sie Eigenmittel für ihre Vorhaben mitbringen müssen.“

So erhielt etwa der SC Paderborn 07 Fördergeld, um eine Audiodeskriptionsanlage für stark sehbehinderte Fußballfans zu erneuern und zu erweitern. Oder der Bootsclub Nordhorn e.V. bekam Zuschüsse, um sein Tretboot-Angebot barrierefreier zu gestalten. Ein anderes Projekt konnte mit dem Geld der Aktion Mensch passende Sportgeräte anschaffen, um eine Rollstuhlbasketballmannschaft zu etablieren.

Etwas anders gelagert ist die große Sportförderung mit einer Fördersumme von bis zu 300.000 Euro. Sie steht für Antragssteller bereit, die ein überregional angelegtes Projekt auf den Weg bringen möchten und in der Lage sind, 30 Prozent Eigenmittel dafür aufzubringen. „Die Ansprüche für ein solches Projekt sind hier etwas höher, auch, was das Konzept angeht“, erklärt Uwe Blumenreich. Seit dem vergangenen Jahr bewilligte die Aktion Mensch 20 Anträge dieser Art mit einer Gesamtfördersumme von 1,8 Millionen Euro.

Auf der Liste bezuschusster Großprojekte stehen Events wie der Run of Spirit, ein landesweit angelegter inklusiver Lauf des Evangelischen Johannesstifts in Berlin, die Tischballmeisterschaften des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Niedersachsen oder die Fußball-Europameisterschaften der Gehörlosen in Breslau. Auch bei den diesjährigen Paralympics in Rio fördert die Aktion Mensch ein inklusives Sportprojekt: das internationale Jugendlager.

Den dritten Bereich der großen Sportförderung bilden die Projekte der Aus- und Weiterbildung von Frauen und Männern, die als Übungsleiter, Betreuer und Helfer in den Sportvereinen tätig sind. Auch Projekte im sportpädagogischen Bereich können Zuschüsse erhalten. Wer also für mehr Inklusion im Sportbereich sorgen möchte - die Aktion Mensch freut sich auf Ihren Antrag!

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