Warum die Aktion Mensch Kleinwagen und Kleinbusse fördert
 

Der Mai ist da und mit dem Wonnemonat die Zeit für Ausflüge ins Grüne, Kurzurlaube über das Wochenende und spontane Unternehmungen mit Freundinnen und Freunden. Wichtige Voraussetzung dafür ist Mobilität. Viele Menschen mit Behinderung stoßen jedoch genau hier an innere und äußere Grenzen. Die Aktion Mensch möchte das ändern und fördert deshalb Fahrzeuge und Transporter.

Die Aktion Mensch fördert Mobilität auf verschiedenen Ebenen - zum Beispiel bei der Anschaffung von Kraftfahrzeugen für ambulante Dienste.

Mobilität ist ein Stück Lebensqualität. Sie steht für Begegnungen, bedeutet, gemeinsam Kultur und Freizeit genießen zu können oder spontane Fahrten ins Grüne. Doch Mobilität steht nicht jedem zur Verfügung. Menschen, die im Rollstuhl sitzen, scheitern oft an Treppen in Bahnhöfen oder hohen Bordsteinen. Menschen mit psychischer Behinderung überfordern Schnelligkeit, Gedränge und Lautstärke des öffentlichen Nahverkehrs in den Städten und damit die Teilnahme am ÖPNV. Oft kommen Menschen mit Behinderungen, die auf dem Land leben, nur auf eine Art von A nach B: per Fahrdienst mit dem Auto, weil ein funktionierender ÖPNV erst gar nicht zur Verfügung steht.

Für die Aktion Mensch ist die Förderung von Autos und Kleinbussen deshalb ein wichtiger Förderschwerpunkt. Und damit Menschen mit Behinderung aktiv am Leben in ihrer Nachbarschaft, ihrem Viertel, ihrer Stadt und Region teilhaben können, wir dieses Engagement stetig ausgebaut. „Menschen mit Behinderung sollen dorthin gelangen können, wo sie hinmöchten. Ob sie nun wichtige private Dinge erledigen wollen, zum Arzt gehen müssen, einfach nur andere Leute treffen oder ein Fest besuchen wollen“, fasst Thorsten Gast, Mitarbeiter im Bereich Investitionsförderung der Aktion Mensch, zusammen. So hat die Aktion Mensch beispielsweise mit 39.577 Euro einen behindertengerecht umgebauten Peugeot Boxer Kombi Standard mit Absenksystem gefördert, den die Pro Mobil Leben und Wohnen im Quartier gGmbH in Velbert für Fahrdienste einsetzt. Der Träger unterstützt junge, erwachsene Menschen mit Behinderung in Wohngemeinschaften und Wohnprojekten dabei, ein möglichst selbständiges Leben zu führen. Mit dem neuen Kombi kann er Fahrten aller Art anbieten und schnell und unkompliziert organisieren.

„Wir fördern die Fahrzeuge mit 70 Prozent ihres aktuellen Listenpreises, 30 Prozent muss der Projektpartner selbst aufbringen“, erklärt Thorsten Gast. Es gibt eine Liste von 20 Fahrzeugtypen, mit deren Herstellern die Aktion Mensch Verträge hat. „Unsere Antragsteller können daraus wählen, welche Fahrzeuge sie benötigen. Das Angebot reicht vom kleinen Ford KA bis hin zu einem großen Mercedes Sprinter“, berichtet Thorsten Gast. „Wir prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Förderung erfüllt sind.“ Ist der Antrag bewilligt, muss der Projektpartner erst seinen Eigenmittelanteil überweisen. Die Aktion Mensch bestellt dann das Fahrzeug direkt ab Werk beim Hersteller. Nach einer Produktionszeit von meist drei bis sechs Monaten können die Projektpartner das Auto in Empfang nehmen. Vor allem in Regionen mit geringer Infrastruktur und nur schwach ausgebautem ÖPNV-Netz bieten die geförderten Fahrzeuge die einzige Möglichkeit für Menschen mit Behinderung für Mobilität nach den eigenen Wünschen. Alle Autos werden standardmäßig mit dem Logo der Aktion Mensch beschriftet. Auf diese Weise wird sichtbar, was diese Förderung bewirkt: Die Aktion Mensch bewegt etwas und sorgt damit für mehr Begegnungen.

Bezuschusst werden nicht nur Serienfahrzeuge, sondern bei Bedarf auch ihr rollstuhlgerechter Umbau, der im Auftrag der Aktion Mensch bei einem norddeutschen Vertragspartner erfolgt. Welche anderen Sonderausstattungen sonst noch finanziert werden, verzeichnet ein spezieller Katalog. „Förderfähig ist beispielsweise der Einbau einer Klimaanlage, während man so etwas wie ein Schiebedach zwar bestellen kann, aber aus eigenen Mitteln bezahlen muss“, erläutert Thorsten Gast.

Das Förderangebot kommt gut an: 258 Fahrzeuge hat die Aktion Mensch allein 2016 mit einem Betrag von insgesamt 8,2 Millionen Euro gefördert und so dafür gesorgt, dass tausende Menschen mit Behinderung mobiler werden. Eine Chance auf Förderung haben übrigens auch kleine Vereine und Initiativen. Mit 45.287 Euro erhielt beispielsweise der Allgemeine Sport-Verein (ASV) Bonn, eine Sportgemeinschaft für Menschen mit und ohne Behinderung, für einen neuen Vereinsbus. Der ASV bietet unter anderem Rollstuhlbasketball für Kinder und Jugendliche an. Mit dem Mercedes Sprinter ist es für den Verein nun möglich, die jungen Sportlerinnen und Sportler und ihre Sportgeräte ohne Probleme zu ihren Wettkämpfen zu transportieren. Das Team kann so Sport und Spaß im ganzen Land erleben.

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Eine Förderung beantragen, ist gar nicht so schwer. Weitere Infos gibt es in der Übersicht.

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Das läuft: Die Aktion Mensch fördert die Anschaffung von Autos für ambulante Dienste.

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