Wie die Aktion Mensch Ideen zur digitalen Barrierefreiheit fördert

Die digitale Technik ermöglicht es, virtuelle Barrieren zu überwinden. Kinder und Erwachsene nehmen am Netz-Leben teil.

Spannende Geschichten, beeindruckende Porträts und Hintergrundberichte zu gesellschaftspolitischen Themen – ,,SeitenWechsel", das "Magazin der Machbarschaft" unterhält und informiert über alles, was Menschen mit und ohne Behinderung angeht. Mit Tipps zu barrierefreien Wanderwegen für Familienausflüge oder Erfahrungsberichten zum Thema Inklusion verfolgt die Online-Version der ,,SeitenWechsel"-Printausgabe ein Ziel: Barrieren zu überwinden und neue Begegnungen zu schaffen. ,,SeitenWechsel"- steht damit für ein Konzept und eine inklusive Redaktion, die das Thema Behinderung neu angehen will und nicht die Defizite sondern die Fähigkeiten fokussiert. Die Aktion Mensch förderte das Online-Magazin der St. Antoniusheim GmbH in Fulda mit 3.372 Euro.

Selten hat eine technische Entwicklung so viele neue Chancen für Barrierefreiheit und Begegnung eröffnet wie die Digitalisierung. Wie bei ,,SeitenWechsel" aus Fulda entstehen mit Phantasie, Erfindergeist und technischem Geschick immer mehr digitale Projekte und Hilfsmittel, die Inklusion von Menschen mit Behinderung ermöglichen. Die Aktion Mensch unterstützt Träger dabei, aus diesem Meer an digitalen Möglichkeiten Perlen der Barrierefreiheit zu heben. „Wir fördern die Anwendung neuer digitaler Technologien, wenn sie hilft, Barrieren zu überwinden“, erklärt Michael Rüben aus der Abteilung Strategie, Fördermarketing und Gremienmanagement Förderung. „Die Technologie hat wahnsinnig große Sprünge gemacht und ermöglicht sehr vieles neu. Deshalb wollen wir gerne mehr Ideen für digitale Barrierefreiheit einwerben mit dem Ziel, neue Vorhaben zu finanzieren.“

Ein Förderinstrument, das Teilhabe über Technik ermöglicht und schnell auf den Weg bringt, ist die Förderaktion Barrierefreiheit. Gewünscht werden hier mehr digitale Initiativen. Vorhaben wie der virtuelle Stadtrundgang in Viersen zum Beispiel, der über die Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude informiert. Oder das Projekt „Teilhaben statt zuschauen", das seinen Nutzern mittels iPad, Apps und Co neue Welten erschließt. „So etwas würden wir gerne häufiger fördern“, sagt Rüben. „Vielleicht können wir sogar Computer-Experten motivieren, ihr Wissen in gesellschaftliches Engagement für Menschen mit Behinderung einzubringen.“

„Wenn beispielsweise ein kleiner Verein seine Webseite barrierefrei ausgestalten möchte, dann wäre der beste Rat, sich an die Förderaktion Barrierefreiheit zu wenden und dort einen Förderantrag zu stellen“, sagt Michael Rüben. „Diese barrierefreie Webseite fördern wir als ,digitale Rampe' genauso, wie wir eine Rampe fördern würden, mit der Menschen im Rollstuhl in ihr Vereinsheim reinkommen.“ Die Förderaktion Barrierefreiheit bezuschusst Projekte mit bis zu 5.000 Euro, einen Eigenanteil muss der Träger nicht aufbringen. Wichtig ist dabei, dass die „barrierefreie Ausgestaltung“ einer Webseite sich nach der deutschen Norm BITV und der europäischen Norm WCAG richtet.

An den Finanzen sollten gute Ideen nicht scheitern, findet Michael Rüben. Er ist gespannt darauf, was die Antragssteller für die Inklusion im Netz und im analogen Alltag noch so austüfteln.

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