Der 5. Mai ist ein besonderer Tag. Auch für die Förderung der Aktion Mensch, denn die Bearbeitung von Projekt-Anträgen rund um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung wird bevorzugt. So können Ideen für öffentlichkeitswirksame Aktionen auch kurzfristig verwirklicht werden.

Demonstration zum 5. Mai: Der Europäische Protesttag ist für viele Menschen mit und ohne Behinderung eine Möglichkeit, mehr Inklusion einzufordern.

Die Aktionen zum 5. Mai haben viele sehr unterschiedliche Gesichter. Einige finden auf der ganz großen Bühne und vor historischer Kulisse statt, wie die Aktion vom Sozialverband Deutschland anlässlich des Protesttags 2016 in Berlin zeigt. Gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen veranstaltete der Verband eine Demonstration vom Bundeskanzleramt zum Brandenburger Tor, abgerundet von einer großen Abschlussveranstaltung. Andere Veranstalter wiederum setzen lieber auf lokale Bürgerfeste. Wie die Lebenshilfe Uckermark zum Beispiel, die mit einem Theaterstück, Orchester und verschiedenen Kindergruppen für ein inklusives Programm sorgten. Und wieder andere nutzen den Aktionstag, um speziell auf die Lebenssituation einer bestimmten Gruppe von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen. Dazu gehört auch die Arbeiterwohlfahrt im bayerischen Roth, die im vergangenen Mai speziell über psychische Erkrankungen informierte.

Alle drei Projekte hat die Aktion Mensch mit je 5.000 Euro gefördert. „Der 5. Mai ist uns sehr wichtig und hat in unserer Förderung ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt Erol Celik, Leiter des Bereichs Mikroförderung der Aktion Mensch. Wer Geld für Projekte rund um den 5. Mai beantragen möchte, ist bei der Förderaktion „Noch viel mehr vor“ richtig. Pro Projekt ist ein Zuschuss von bis zu 5.000 Euro möglich, eigene Gelder muss der Antragssteller dabei nicht aufbringen. Förderfähig sind zum Beispiel Honorar- und Sachkosten, die anfallen, um eine Demonstration, Aktion oder ein Fest zum Protesttag zu veranstalten.

Die Aktion Mensch ruft jedes Jahr ein neues Motto für die Aktionen zum 5. Mai aus. Das Motto in diesem Jahr lautet: „Wir gestalten unsere Stadt“. Es lädt dazu ein, das eigene Viertel, ein Dorf oder eine Stadt inklusiver zu machen und die Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern. In einem festgesetzten Aktionszeitraum können die Aktionen dann umgesetzt werden und stattfinden. In diesem Jahr geht dieser Aktionszeitraum vom 29. April bis zum 14. Mai. Warum nur rund zwei Wochen? "Weil wir mit vielen Aktionen in diesem engen Zeitraum die größte öffentliche Breitenwirkung erzielen", sagt Celik.

Anträge können Träger und Initiativen auch kurzfristig stellen. „Wichtig ist, dass man als Verwendungszweck immer den 5. Mai angibt“, betont Celik. „Diese Anträge werden von uns dann vorrangig bearbeitet." Wer eine gute Idee realisieren will, kann dafür also auch noch im März oder April einen Förderantrag stellen. „Wichtig ist, dass der Antrag vor dem Vorhaben gestellt wird“, sagt Celik.

Viele Aktionen – ein Ziel
Anders als bei anderen Projekten üblich, können Antragsteller zum 5. Mai mehr als einen Förderantrag pro Jahr stellen. „Hier machen wir eine Ausnahme, weil wir auf diese Weise viele öffentlichkeitswirksame Aktionen auf einmal fördern können. Das bedeutet: Ein Träger mit vielen guten Ideen kann auch mehrere Projekte im selben Aktionszeitraum durchführen“, so Celik. „Denn jedes zusätzliche Projekt trägt dazu bei, die Gemeinschaft zu stärken und Inklusion voranzutreiben."

Neben der Förderung erhalten die Antragssteller von der Aktion Mensch auf Wunsch auch ein umfangreiches Paket mit Aktionsmitteln für den Protesttag. Das beinhaltet unter anderem Plakate, Buttons, Luftballons und Pressemitteilungen. „Man bekommt dieses Aktionspaket übrigens auch, wenn man keine Förderung beantragt hat“, sagt Erol Celik. Wer möchte, kann noch Aktionsmittel bestellen.

Erol Celik wünscht sich viele Förderanträge, die das Thema Barrierefreiheit noch mehr in den Mittelpunkt rücken. Anträge, die im Einklang mit dem Motto „Wir gestalten unsere Stadt“ stehen und bei denen Menschen mit und ohne Behinderung schon in der Vorbereitung mitmachen können. Und er weist noch auf eines hin: „Protesttag hört sich immer recht dramatisch an. Der Spaß soll aber auch nicht zu kurz kommen!“. Und ganz gleich, ob auf Demonstrationen, Kundgebungen oder auf Bürgerfesten: Wichtig ist auch am 5. Mai vor allem eines, nämlich die Begegnung.

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