Eyke Quick, 53, arbeitet seit sieben Jahren in der Förderabteilung der Aktion Mensch. Auf ihrem Schreibtisch landen Anträge mit Konzepten, die zur Integration von Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt beitragen. Sie bearbeitet nicht nur Anträge, sondern prüft auch Kostenaufstellungen und Nachweise für die Verwendung der Fördergelder.

Auf dem Tisch von Eyke Quick landen Anträge mit Konzepten, die Menschen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt führen.

Nachteule oder Frühaufsteher?
Am liebsten Nachteule, doch für besondere Anlässe stehe ich auch früh auf.

Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?
„Elf ist freundlich und Fünf ist laut“ von Daniel Tammet. Der Autor hat eine gemäßigte Form des Autismus und das Savan-Syndrom. Er rechnet schneller und präziser als jeder Computer, spricht zehn Sprachen fließend. Das Buch ist eine Sensation für mich. Wieder bestätigt es mir, dass eine so genannte Behinderung auch eine Bereicherung sein kann.

Ihr letzter wunderbarer Augenblick?
Am 7. November 2014 erblickte mein erster Enkelsohn nach nur 26 Schwangerschaftswochen das Licht der Welt. Durch ihn durfte ich erleben, wie stark die Natur sein kann und wie weit der medizinische Fortschritt ist. Heute ist jeder Moment mit meiner kleinen Familie ein wunderbarer Augenblick, und ich bin so dankbar, dass ich diese genießen und erleben darf.

Wenn die Aktion Mensch ein Obst oder Gemüse wäre, welches und weshalb?
Wenn ich mich für ein Obst entscheiden soll, dann für ein Beerenobst. Beeren sind wahre Alleskönner und vor allem: Sie stärken das Herz. Das Herz ist wie der Motor und der muss laufen, um gemeinsam noch mehr Innovationen auf den Weg zu bringen.

Beschreiben Sie Ihr ganz persönliches Schlüsselerlebnis in Sachen Inklusion...
Das ist etwa zehn Jahre her. Eines Tages stellte mir mein jüngster Sohn einen neuen Freund vor. Zuerst stockte ich ein wenig, dann begrüßte ich ihn herzlich in unserer Familie, und fortan gehörte er zu uns. Der neue Freund war kleinwüchsig. Wenig später lernte ich einen Freund meines ältesten Sohnes kennen und schätzen: Seine Familie stammt aus dem arabischen Kulturkreis. Dank meiner Söhne haben wir bereits vor Jahren Inklusion gelebt, nur waren uns die Begriffe fremd.  

Wo würden Sie gerne mal ein Schnupperpraktikum machen und warum?
Im Deutschen Bundestag. Ich möchte so gerne verstehen lernen, warum wir uns mit unseren Gesetzesanpassungen manchmal so schwer tun. Es geht um einfache, selbstverständliche, alltägliche, notwendige Dinge, die jeden Menschen betreffen.


 

Das könnte Sie auch interessieren:

Die Investitionsförderung der Aktion Mensch unterstützt auch Integrationsbetriebe.

Zur Übersicht

Das Recht auf Arbeit ist ein Schwerpunkt der Aktivitäten der Aktion Mensch.

Hintergrund

Wie bekomme ich eine Stelle? Das Magazin der Aktion Mensch gibt Bewerbungstipps.

Die Checkliste

In Vorfreude Gutes tun

Dein perfektes
Weihnachtsgeschenk

Ein Jahreslos der
Aktion Mensch

Jetzt Los kaufen

So kannst du beitragen

Freiwillig engagieren oder Projekt starten

Über Inklusion informieren

Die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen

Noch kein
Geschenk?