Petra Haertel, 55, ist seit 1997 beim DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. in Mainz beschäftigt. Seit über 15 Jahren nimmt sie dort Förderanträge für die Aktion Mensch entgegen. Neben der Beratung der Antragsteller stellt sie Infopakete für Kreisverbände zusammen, vermittelt den Kontakt zu Fachreferenten und begleitet Antragsteller, bis ihre Anträge vollständig an das DRK-Generalsekretariat weitergeleitet werden. Von dort werden sie dann an die Aktion Mensch geschickt.

Seit mehr als 15 Jahren berät Petra Haertel vom DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz Antragsteller und nimmt Anträge entgegen, die an die Aktion Mensch gerichtet sind.

Nachteule oder Frühaufsteherin?
Definitiv Frühaufsteherin. Allerdings besonders gerne, wenn es draußen schon hell ist – wodurch im Winter der Tag etwas später beginnt.


Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?
Der Roman "Bedenke, was du tust" von der amerikanischen Krimiautorin Elizabeth George. Ich bin bekennende Krimileserin und liebe Bücher, in denen die Hauptcharaktere spannend weiterentwickelt werden. Das ist bei den beiden Hauptfiguren Inspector Thomas Lynley und Barbara Havers definitiv der Fall. Außerdem habe ich beim Lesen festgestellt, dass dieser Roman in Teilen in Shaftesbury spielt, wo ich zufällig letztes Jahr während meines Urlaubes mal war!


Ihr letzter wunderbarer Augenblick?
Ich freue mich immer sehr, wenn ich bei Begegnungen mit Menschen aus Familie und Freundeskreis das Gefühl habe, man knüpft einfach so am letzten Treffen an, weil man sich einfach schon so lange und gut kennt. Das kommt zum Glück öfter vor. Zuletzt Anfang Februar, als ich einen langjährigen Freund nach seiner vierwöchigen Krankheit wieder getroffen habe.


Wenn die Aktion Mensch ein Obst oder Gemüse wäre, welches und weshalb?
Wir sind hier in "Rhoihesse", daher wähle ich die Trauben! Jede Traube besteht aus ganz vielen Weinbeeren – und so umfangreich und vielfältig sind die Möglichkeiten, die die Aktion Mensch einer Vielzahl von Menschen bietet. So, wie auch immer wieder neue Traubensorten gezüchtet werden, gibt es auch bei der Aktion Mensch beständig Neuerungen, Ergänzungen, die sich einfach durch die neu gewonnenen Erkenntnisse oder äußeren Umstände ergeben.


Beschreiben Sie Ihr ganz persönliches Schlüsselerlebnis in Sachen Inklusion...
Ende 2014 haben zwei sehr junge Frauen aus Syrien bei uns im Landesverband ein mehrmonatiges Praktikum absolviert. Sie waren dort vor ihrer Flucht ehrenamtlich in der Rothalbmond-Bewegung tätig, einem Pendant zum Roten Kreuz. Da sie noch ganz wenig Deutsch sprechen konnten, bin ich ab und zu bei ihnen im Büro vorbeigegangen, um ein paar Worte in Englisch mit ihnen zu wechseln. Um Kontakt aufzunehmen, muss nicht immer alles perfekt sein, auch die Sprachkenntnisse nicht. Das Miteinander-Reden über Alltäglichkeiten bringt Normalität in den Teil des Lebens, den man miteinander teilt.


Welche Barrieren ärgern Sie besonders?
Meistens die alltäglichen, die man einfach überall sehen kann: zu hohe Bürgersteige, kein Fahrstuhl am Bahnhof, zu schmale Türen. Aber auch diese Hochdruck-Arbeitsweise in vielen Unternehmen, die lieber Geld bezahlen, als einen behinderten Menschen einzustellen. Dabei wären andere – nicht nur leistungsorientierte – Sichtweisen in der heutigen Zeit dringend nötig. Immer nur Geld zu machen, kann nicht alles sein. Eine Gesellschaft sollte vom Schwächsten bis zum Stärksten alle ins Boot holen. Nur wer sich als Teil des Ganzen fühlt – auch als Arbeitnehmer – ist gut integriert.

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