Orlando Ceccarelli, 56, ist Argentinier mit italienischen Wurzeln. Seit 1993 arbeitet er für das Bayerische Rote Kreuz im Landesverband in München. Seit acht Jahren bearbeitet und begleitet er Förderanträge für die Aktion Mensch. Gerne würde er mehr Anträge von inklusiven Projekten auf den Weg bringen, wie das von der Aktion Mensch geförderte Kinder- und Jugend-Sportprojekt EMOKI zum Beispiel. Orlando Ceccarelli ist selbst Vater von zwei Kindern. Er lebt mit seiner Familie in München.

Orlando Ceccarelli arbeitet für das Bayerische Rote Kreuz in München. Inklusions-Projekte für Kinder und Jugendliche sind ihm persönlich besonders wichtig.

Nachteule oder Frühaufsteher?
Ich bin zum Frühaufsteher geworden. Die Zeiten als Nachteule vermisse ich sehr. Nachts, wenn es ruhig wird, ist die beste Zeit, sich mit Freunden auszutauschen und gemeinsam zu philosophieren.


Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?
Auch wenn ich kein leidenschaftlicher Leser im klassischen Sinne bin, liegt dort immer ein Buch. Zuletzt habe ich zwei Theaterstücke von Federico Garcia Lorca gelesen: "Doňa Rosita bleibt ledig" und "In seinem Garten liebt Don Perlimplin Belisa". Jetzt habe ich mit Truman Capotes "Kaltblütig" angefangen, einem Roman, der von einem tatsächlich geschehenen Verbrechen handelt.


Ihr letzter wunderbarer Augenblick?
Als ich mit meiner Frau unsere erste Begegnung vor 25 Jahren gefeiert habe. An unserem Jahrestag haben wir uns ein Abendessen zu zweit in einem schnuckeligen Lokal gegönnt.


Wenn die Aktion Mensch ein Obst oder Gemüse wäre, welches und weshalb?
Ein einziges Obst fällt mir nicht ein. Eher ein Obstsalat. Er ist bunt, aktuell, frisch und vitaminreich. Wie die Fördermöglichkeiten der Aktion Mensch.


Beschreiben Sie Ihr ganz persönliches Schlüsselerlebnis in Sachen Inklusion…
Als Kind nimmt man schon wahr, dass Menschen mit Behinderung ein bisschen anders sind und man stellt Fragen. Ich kann mich aus meiner Jugendzeit an drei Nachbarn in meinem Viertel erinnern. Sie hatten leichte kognitive Einschränkungen. Jedoch blieben sie meist zu Hause. Mit dem Jungen konnten wir zumindest manchmal Fußball spielen, aber die Mädchen waren kaum integriert. Das zeigte mir im Nachhinein, wie wichtig es ist, Inklusion zu fördern.


Was ist Ihr persönlicher Lieblingssport und weshalb sollte das Projekt EMOKI aus Ihrer Sicht Schule machen?
Ich mag alle Sportarten, in denen Bälle zum Einsatz kommen. Die Freude an gemeinsamer sportlicher Betätigung sollte meiner Meinung nach schon in jungen Jahren geweckt werden. EMOKI steht für Emotion, Motivation und Bewegung. Das Projekt hat sich mittlerweile gut in München etabliert. Es bringt durch gemeinsamen Sport Kinder mit und ohne Körperbehinderung zusammen. Ob Schwimmen, Ball spielen oder Klettern. Hier wird niemand aufgrund seiner Behinderung ausgegrenzt. Ich finde, damit verändert man die Gesellschaft nachhaltig.
 

Das könnte Sie auch interessieren:

Kinder mit Behinderung klettern, segeln und fahren Bob mit dem Münchener Verein EMOKI.

Film sehen

Rudi Cerne testet neue Sportangebote von EMOKI in der Phoenix Halle in München.

Mehr erfahren

EMOKI in München ist ein Projekt des Deutschen Roten Kreuzes, eines unserer Mitglieder.

Weiterlesen

In Vorfreude Gutes tun

Dein perfektes
Weihnachtsgeschenk

Ein Jahreslos der
Aktion Mensch

Jetzt Los kaufen

So kannst du beitragen

Freiwillig engagieren oder Projekt starten

Über Inklusion informieren

Die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen

Noch kein
Geschenk?