Heike Braun, 55, ist seit 1993 bei einer sogenannten Antrag annehmenden Stelle der Lebenshilfe NRW tätig. Sie berät Mitglieder über Zuschussmöglichkeiten für ihre Projekte in allen Förderbereichen der Aktion Mensch, auch zur Barrierefreiheit. Ihre Arbeit als Ansprechpartnerin für derzeit 76 Lebenshilfevereinigungen und deren Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen stellt sie vor immer wieder neue Herausforderungen. Wie sie selbst sagt, "eine spannende, kreative, manchmal abenteuerliche, aber glücklicherweise meistens erfolgreiche Tätigkeit".

Heike Braun an ihrem Schreibtisch. Die Mitglieder der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen finden hier guten Rat und wertvolle Tipps.

Nachteule oder Frühaufsteherin?
Überwiegend Frühaufsteherin mit gelegentlicher Tendenz, die Nacht zum Tag zu machen. Ich genieße die Frühe des Tages, um mich auf das, was kommt einzustimmen. "Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung!"


Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?
Von Lisa Genova: "Mein Leben ohne Gestern". Die beindruckende Geschichte einer anerkannten amerikanischen Psychologin, die medizinisch korrekt und menschlich sehr sensibel die Geschichte einer Demenz erzählt - ihre eigene. Das Buch hat mich berührt und steht für mich im Einklang mit den Zeichen der Zeit. Wer weiß denn schon, was morgen ist? Ist das, was ich gerade tue, wirklich so wichtig?


Ihr letzter wunderbarer Augenblick?
Ein Abendessen mit einem besonderen Menschen. Wie schön, mal wieder Zeit füreinander zu haben und einer hört dem anderen zu. Es ist so wichtig, hin und wieder Tempo aus dem Alltag zu nehmen und sein Gegenüber wahrzunehmen.


Wenn die Aktion Mensch ein Obst oder Gemüse wäre, welches und weshalb?
Eine Kirsche: Die Farbe Rot, die eine wichtige Bedeutung im Leben eines Menschen spielt und wahrscheinlich die erste Farbe, die als Farbe vom Menschen wahrgenommen wurde. Kirschen schmecken frisch, aber auch eingemacht – sind also vielseitig verwendbar. Der Kern verleiht der Frucht Stabilität und Fortbestand. Es gibt sie nicht das ganze Jahr hindurch, das macht sie besonders und wertvoll.


Beschreiben Sie Ihr ganz persönliches Schlüsselerlebnis in Sachen Inklusion...
Ein kleiner syrischer Junge, der seine deutsche Kindergartenfreundin tröstet, weil ihr Vater zum Einsatz gegen den IS nach Syrien muss.


Welche Barrieren ärgern Sie besonders?
Die Barrieren in den Köpfen der Menschen, und zwar an oberster Stelle die Barrieren im Bereich der Kommunikation. Würden sich die Menschen aus unterschiedlichen Bereichen die Zeit nehmen, aufeinander zu zugehen und miteinander zu kommunizieren, gäbe es viele Barrieren weniger.

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