„Komm, wir gestalten unsere Stadt!“ lautete der Aufruf der Aktion Mensch zum Ideenwettbewerb rund um den Aktionstag am 5. Mai. Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung hat viele Menschen, Gruppen und Initiativen zum Mitmachen inspiriert: 206 Ideen für positive Veränderungen in der Stadt gingen dazu auf der Homepage ein. Eine Jury der Aktion Mensch wählte aus allen Einreichungen drei Projekte aus, die für die Umsetzung je 5.000 Euro erhalten. Neben einem inklusiven Kunstprojekt in Aurich und einem Karateprojekt in Schiffweiler kann sich das Zirkusprojekt MOSKITO in Ravensburg auf das Geld freuen.

Manege frei! Die inklusive Zirkusschule MOSKITO am Theater Ravensburg bildet Kinder mit und ohne Behinderung aus.

Manege frei für das inklusive Team der Zirkusschule MOSKITO! Beim KOMM Festival in Weingarten im Dezember 2016 scharten sich hunderte Zuschauer um die Bühne. Die jungen Artisten unterhielten ihre Gäste mit einem ein atemberaubenden Programm: Jongleure warfen Bälle, Stöcke und Keulen wirbelten durch die Luft, Diabolos sausten zwischen den Stöcken nur so hin und her. Auch Lukas hat seine Pois mit artistischer Sicherheit balanciert. Ein Poi – das ist ein Ball, der an einer Schnur gehalten und im Kreis geschwungen wird. Lukas ist 22, hat das Down-Syndrom und gehört seit Jahren zum inklusiven Zirkus-Team. „Es gibt bei den Auftritten keine Unterschiede mehr“, sagt Zirkusdirektorin Lena Stecker. Die 38-jährige Pädagogin leitet die inklusive Zirkusschule MOSKITO am Theater Ravensburg.  „Bei uns machen Artisten mit geistiger und körperlicher Behinderung wie selbstverständlich mit.“ Dafür betreibt das Team hinter den Kulissen einen hohen personellen und materiellen Aufwand.

Die Abschluss-Aufführung am 16. Juli 2017 soll mindestens genauso gut werden wie der Auftritt in Weingarten. Denn diesmal will MOSKITO mit Unterstützung der Aktion Mensch ein Zirkuszelt aufbauen. 60 Kinder mit und ohne Behinderung werden ein Wochenende lang für ihren Auftritt trainieren, gemeinsam lachen, baden, üben und eine Show gestalten – Zirkus machen eben. „Wir sind ein Team aus Ehrenamtlichen, Übungsleitern, Clowns, Zirkuspädagogen und Heilerziehungspflegern, die Spaß an der Sache haben und denen die Vielfältigkeit sehr am Herzen liegt“, sagt Lena Stecker. Mit anderen Worten: Kunststücke mit dem Diabolo, Vertikaltuch, der Clownerie oder als Feuershow kann man lernen. Inklusion auch.

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