Was bedeutet Respekt für dich?

Was bedeutet Respekt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Und wie bewertet jeder Einzelne das Thema für sich? Darum ging es in einer gemeinsamen Schulaktion am 15. November 2016 in der inklusiven Marie-Kahle-Gesamtschule in Bonn. Dazu hatten die Gesamtschule und die Junge Aktion Mensch (JAM!) anlässlich der „Woche des Respekts“ vom 14. bis 18. November eingeladen. Deren Motto ist „#Hut ab – Respekt zeigen“.

Der respektvolle Umgang miteinander bildet die Grundlage unseres Zusammenlebens – doch er ist keine Selbstverständlichkeit. Was bedeuten Respekt, Toleranz und Vielfalt im Alltag von Jugendlichen und im Leben von Menschen mit Behinderung? Darüber diskutierten Schülerinnen und Schüler mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Die 17-jährige Schülersprecherin Jamila Raghe betonte, sie habe "Respekt vor Leuten, die etwas schaffen, was ich nicht schaffen könnte – ganz gleich, wie groß oder klein das ist.“ Und Maximilian Brunsberg, 18 Jahre, vom Schülersprecherteam, sagte: „Ich schätze es, wenn ein Mensch nicht für Ruhm und Geld, sondern für eine gute Sache arbeitet.“

„Respektvolles Miteinander entsteht durch Begegnungen. Gemeinsames Lernen holt diese Begegnungen in die Schule und damit in den Alltag der Kinder und Jugendlichen“, so Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. „Wie gut respektvoller Umgang gelingt, das haben die Schülerinnen und Schüler heute gemeinsam mit der Jungen Aktion Mensch gezeigt. Respekt kann und muss man lernen, und unsere Schulen leisten dabei hervorragende Arbeit. Deshalb haben wir Aktionen mit und an Schulen zu einem Schwerpunkt unserer Woche des Respekts gemacht.“

In einer Talkrunde sprachen Kübra Sekin, Moderatorin von JAM!, und Paralympics-Teilnehmer Mathias Mester über ihre persönlichen Erfahrungen mit Respekt. "Respekt bedeutet für mich: wenn ich so angenommen werde, wie ich bin. Und den anderen behandele, wie ich selbst behandelt werden möchte", so Kübra Sekin.

Information und Interaktion gab es bei den Mitmach-Stationen zu "Ausgrenzung", "Sprache" und "Mitbestimmung", einem "Respektometer" und der „Einarm-Challenge“: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Armin v. Buttlar, Vorstand der Aktion Mensch, stellten sich der Aufgabe, mit einem Arm eine Flasche zu öffnen oder ein Dreieck für den Mathe-Unterricht zu zeichnen. Sie traten gegen eine Schülerin an, die ihren gesamten Alltag mit einem Arm bewältigt.

JAM! Junge Aktion Mensch
Unter dem Motto "rausfinden, was gemeinsam geht" setzt sich JAM! Junge Aktion Mensch für eine vielfältige und gerechte Gesellschaft ein, in der jeder so sein und leben kann, wie er möchte. Das Jugendangebot der Aktion Mensch richtet sich vor allem an junge Menschen zwischen 12 und 17 Jahren und bietet digital als auch vor Ort vielfältige Möglichkeiten, sich für inklusive und soziale Themen zu engagieren.

Marie-Kahle-Gesamtschule
Die inklusive Marie-Kahle-Gesamtschule in Bonn ist eine "Schule für alle". Im Jahr 2009 neu gegründet, geht die Schule mit dem Dalton-Unterrichtskonzept neue Wege. Es lässt individuelle Lernwege zu, die jeden Schüler nach seinen Fähigkeiten fördern und ihm seine eigene Lernzeit geben. Die Schüler sollen lernen, Verantwortung zu übernehmen und achtsam miteinander umzugehen. Das Credo der Schule ist: Nicht die Kinder müssen sich so verbiegen, dass sie in die Schule passen. Sondern die Schule muss so flexibel sein, dass sie zu jedem Kind passen kann, ganz gleich, in welche Richtung es wächst. www.marie-kahle-gesamtschule.de


Über die Aktion Mensch

Die Aktion Mensch e.V. ist die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich in Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 1964 hat sie mehr als 3,9 Milliarden Euro an soziale Projekte weitergegeben. Ziel der Aktion Mensch ist, die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung, Kindern und Jugendlichen zu verbessern und das selbstverständliche Miteinander in der Gesellschaft zu fördern. Mit den Einnahmen aus ihrer Lotterie unterstützt die Aktion Mensch jeden Monat bis zu 1.000 Projekte. Möglich machen dies rund vier Millionen Lotterieteilnehmer. Zu den Mitgliedern gehören: ZDF, Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Paritätischer Gesamtverband und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Seit Anfang 2014 ist Rudi Cerne ehrenamtlicher Botschafter der Aktion Mensch.


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