Werder Bremen spielt für mehr Inklusion

Ein großer Ballon zeigt das Motto des Spieles: Gemeinsam für Inkusion.

Werder Bremen veranstaltet gemeinsam mit der Aktion Mensch und der Bundesliga-Stiftung am 26. September im Weser-Stadion erstmalig einen Bundesliga-Spieltag unter dem Motto "Gemeinsam für Inklusion". Die Begegnung gegen Bayer 04 Leverkusen wirbt für ein selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. "Der Spieltag trägt dazu bei, Berührungsängste und Vorurteile auf dem Platz und am Rande des Spielfeldes abzubauen“, sagt Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Geschäftsführer und Präsident des SV Werder Bremen. „Wir stellen diese Bühne gern zur Verfügung. Dieser Aktionstag ist ein Höhepunkt in unserem langjährigen Engagement für Inklusion, Toleranz und gegen Diskriminierung."

Kinder mit und ohne Behinderung laufen an diesem Tag mit den Spielern ein, Gebärdensprachdolmetscher übersetzen die Stadionansagen und ein 19-Jähriger mit Down-Syndrom steht den Stadionsprechern zur Seite. Wie an jedem Spieltag im Weser-Stadion kommentiert auch der Blindenreporter das Spiel für sehbehinderte Besucher. Vor dem Stadion steht unter anderem ein Rollstuhlparcous: Dort kann jeder selbst testen, wie Barrieren den Alltag vieler Menschen erschweren.

„Das gemeinsame Engagement von Aktion Mensch und Bundesliga-Stiftung zielt darauf ab, Menschen mit Behinderung die selbstbestimmte und vorbehaltlose Teilhabe am Erlebnis Fußball und auch darüber hinaus zu ermöglichen“, sagt Stefan Kiefer, Vorstandsvorsitzender der Bundesliga-Stiftung. „Der Inklusionsspieltag in Bremen bietet hierfür ideale Voraussetzungen.“

„Sport ist ein wichtiger Inklusionstreiber, weil die Begeisterung dafür die Menschen zusammenführt. So können wir die Gesellschaft für das Thema Inklusion mit Hilfe des Erlebnisses im Stadion weiter sensibilisieren“, sagt Armin v. Buttlar, Vorstand der Aktion Mensch. „Mit dem SV Werder Bremen haben wir einen Partner mit großer Erfahrung auf dem Gebiet gefunden, der das Projekt mit viel Herzblut vorantreibt." Gemeinsam mit der Bundesliga-Stiftung steht die Förderorganisation für Barrierefreiheit im Stadion. Ein Online-Reiseführer informiert beispielsweise Menschen über die Zugänglichkeit der Spielstätten, der "Lernort Stadion" bietet Jugendlichen Orientierung und ein Blindenreporter-Kompetenzzentrum schult weitere Kommentatoren.

Über Werder Bremen
Der SV Werder Bremen ermöglicht Menschen mit Behinderung den Zugang zum Sport. In den inklusiven Gruppen spielen Jung wie Alt Fußball und Handball; es gibt eine Leichtathletikgruppe sowie die integrative Ballschule, bei der Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einfachen Übungen an die unterschiedlichen Ballsportarten herangeführt werden. Das Angebot umfasst Ferienspiele, Bundesliga-Erlebnisfahrten sowie zahlreiche Turniere. Werder eröffnet Menschen mit Behinderung aber auch Möglichkeiten, sich aktiv in den Verein einzubringen, etwa als Trainer oder über ein Praktikum. Daneben gibt es die "Young Coach"- Ausbildung, bei der Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam in Ausbil¬dungstandems zu FußballtrainerInnen im Behindertensport ausgebildet werden. Für seine Arbeit auf dem Gebiet der Inklusion wurde der SV Werder Bremen aktuell mit dem PHINEO Wirkt-Siegel ausgezeichnet.
www.werder-bewegt.de

Über die Bundesliga-Stiftung
Die Bundesliga-Stiftung wurde Ende 2008 vom Ligaverband und der DFL Deutsche Fußball Liga mit dem Ziel gegründet, die gesellschaftliche Verantwortung des Profifußballs noch intensiver wahrzunehmen. Seither wurden rund 200 Projekte mit etwa 10,5 Millionen Euro gefördert. Dabei setzt die Bundesliga-Stiftung auf ein Vier-Säulen-Modell: Als eine führende Stiftung aus dem Sport für die Gesellschaft nutzt sie die Kraft des Fußballs, um in Deutschland Kinder, Menschen mit Behinderung und Sportler anderer Sportarten gezielt zu unterstützen und das Thema Integration voranzutreiben. www.bundesliga-stiftung.de


Über die Aktion Mensch

Die Aktion Mensch e.V. ist die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich in Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 1964 hat sie mehr als 3,9 Milliarden Euro an soziale Projekte weitergegeben. Ziel der Aktion Mensch ist, die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung, Kindern und Jugendlichen zu verbessern und das selbstverständliche Miteinander in der Gesellschaft zu fördern. Mit den Einnahmen aus ihrer Lotterie unterstützt die Aktion Mensch jeden Monat bis zu 1.000 Projekte. Möglich machen dies rund vier Millionen Lotterieteilnehmer. Zu den Mitgliedern gehören: ZDF, Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Paritätischer Gesamtverband und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Seit Anfang 2014 ist Rudi Cerne ehrenamtlicher Botschafter der Aktion Mensch.


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