Video: 50 Jahre Aktion Mensch

07.04.2014, Aktion Mensch-Organisation:

50 Jahre Aktion Mensch

Anfang der 60er Jahre bewegte der Contergan-Skandal die Menschen in Deutschland. Die Medien berichteten und brachten damit das Thema Behinderung in die Öffentlichkeit. In dieser Atmosphäre entstand im ZDF der Wunsch, zur Verbesserung der Lebensbedingungen behinderter Kinder beizutragen. Gemeinsam mit den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege gründete der Sender den gemeinnützigen Verein Aktion Sorgenkind. Die neue Spiel-Show „Vergißmeinnicht“ mit Moderator Peter Frankenfeld verband Unterhaltung mit einer Lotterie zugunsten von Kindern mit Behinderung.

Mitte der 70er Jahre erschien zum ersten Mal „Der große Preis“ mit Wim Thoelke auf den Bildschirmen. Mit den Loriot-Figuren Wum und Wendelin wurde sie in den folgenden mehr als 20 Jahren zum Showklassiker, der die Anliegen der Aktion Sorgenkind in alle Wohnzimmer brachte. Die Erlöse der Lotterie ermöglichten es dem Verein, zahlreiche soziale Projekte zu fördern.

Am 1. März 2000 änderte die Aktion Sorgenkind ihren Namen. Sie heißt von nun an Aktion Mensch. Der Verein machte so deutlich, dass der Umgang mit Menschen mit Behinderung auf Augenhöhe stattfindet. Der Vereinsname sollte nicht länger das Mitleid und die Behinderung in den Vordergrund stellen, sondern den Menschen.

In 50 Jahren hat die Aktion Mensch mit ihren Aktionen, Kampagnen und der Förderung sozialer Projekte wichtige Veränderungen in der Gesellschaft angestoßen und Inklusion - das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung - vorangebracht. Auch in Zukunft will die Aktion Mensch sich dafür engagieren, dass das gemeinsame Leben, Lernen, Arbeiten und Wohnen selbstverständlich wird - damit das WIR gewinnt.