Jugendaktionscamp

Quergedacht, diskutiert, positioniert!

Unter dem Motto „#MissionInklusion – Die Zukunft beginnt mit Dir“ kamen am vergangenen Wochenende rund 100 Jugendliche zum ersten inklusiven Jugendaktionscamp der Aktion Mensch zusammen. Das Ziel: Eigene Ideen und Konzepte für eine inklusive Gesellschaft für morgen formulieren. Am Ende fand ein Protestmarsch statt, bei dem die Forderungen der Jugendlichen übergeben wurden.

Hunderte Jugendliche demonstrieren mit Plakaten und bunten Fahnen.

„Wir sind viele, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut“, skandierten die rund hundert Jugendlichen mit und ohne Behinderung aus ganz Deutschland auf ihrem Weg zur Abschlusskundgebung auf dem Bonner Münsterplatz. Zuvor hatten die Teilnehmenden des ersten Jugendaktionscamps der Aktion Mensch eigene Ideen und Konzepte für eine inklusive Gesellschaft von morgen entwickelt und drei Tage lang unter dem Motto „#MissionInklusion – Die Zukunft beginnt mit Dir“ in ganz unterschiedlichen Workshops auch über inklusive Arbeit und Bildung diskutiert. Dabei wurde über Trends, Herausforderungen und Vorurteile ebenso nachgedacht wie neue Strategien entwickelt, zum Beispiel im Umgang mit Hatespeech und anderen Anfeindungen im Internet. Wer wollte, konnte auch an einer Rollstuhlbasketball Session teilnehmen und sogar einen eigenen Song komponieren.

Forderungen übergeben

Auch Forderungen wurden laut und gesammelt. Volle drei Seiten umfasst der Aufruf für eine inklusive Gesellschaft, in dem sich die Camp-Teilnehmer für eine barriere- und vorurteilsfreie Arbeitswelt, für barrierefreie Wohnungen und für eine Ausstattung von Schulen, in der eine inklusive Bildung möglich ist, stark machen. Inklusionsbotschafterin Joscha Röder übergab diese Botschaften zum Ende der Veranstaltung dem stellvertretenden Ministerpräsidenten von NRW, Dr. Joachim Stamp.

Einladung ins Ministerium

Sichtlich beeindruckt versprach dieser, mit den Aktivisten im Gespräch zu bleiben: „Mir ist wichtig, dass das Engagement der Jugendlichen auch ernst genommen wird. Deshalb lade ich die Camp-Teilnehmer zum Gegenbesuch zu mir ins Ministerium nach Düsseldorf ein, um gemeinsam zu besprechen, was man verbessern kann. Das am grünen Tisch zu überlegen, reicht nicht aus – wir müssen die Sicht der Betroffenen hören.“

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