Blindes Vertrauen

Eine neue App soll Menschen mit Seh­behinderung helfen, Geldscheine zu erkennen. Ob sie funktioniert? Heiko Kunert hat’s getestet. Außerdem stellen wir zwei weitere App Neuheiten vor.

Bares erkennen: Looktel Geldleser

Habe ich einen Zehn- oder einen Zwanzigeuroschein in der Hand? Ist es überhaupt eine Euronote? Mit der App Looktel Geldleser (8,99 Euro) erhalte ich schnell die Antwort. Ich öffne sie auf meinem ­iPhone. Die Sprachausgabe sagt: „Geldleser läuft“. Nun halte ich die Kamera über den Schein und erhalte prompt die Antwort. „Zehn polnische Zloty“, sagt die Smart­phone-Stimme. Die Geldleser-App erkennt 20 Währungen: US-Dollar, Australischer Dollar, Bahrain-Dinar, brasilianischer Real, Weißrussischer Rubel, britisches Pfund Sterling, Kanadischer Dollar, Euro, ungarischer Forint, Neuer Israelischer Schekel, Indische Rupie, japanischer Yen, Kuwai­t-Dinar, Mexikanischer Peso, Neuseeland-Dollar, polnischer Zloty, russischer Rubel, Saudi-Riyal, Singapur-Dollar sowie den Dirham der Vereinigten Arabischen Emirate.

Ich habe die App erfolgreich mit Euro, Zloty, US-Dollar und Yen getestet. Pfund-Noten hingegen wurden nicht erkannt, möglicherweise, weil sie aus Schottland stammten und diese anders aussehen als englische Noten. Der Looktel Geldleser ist sehr einfach in der Handhabung: Es muss kein Knopf gedrückt werden, es muss kein Foto hochgeladen werden, man muss die Kamera nicht ruhig halten. Eine Internetverbindung ist nicht nötig. Für Nutzer, die den Bildschirm noch lesen können, wird der Wert der Banknote in großen Zahlen mit hohem Kontrast angezeigt. Das Ergebnis wird zumeist zügig angesagt. Manchmal braucht es aber mehrere Anläufe, bis der Schein erkannt wird. Das kann an der Supermarktkasse lästig sein.

Fazit: Zu empfehlen!

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Taxiruf jetzt auch barrierefrei

Die neue Version der Fahrgast-App myTaxi ermöglicht sehbehinderten Menschen ab sofort die barrierefreie Bedienung per Touchscreen. Durch die Talkback- (­Android) beziehungsweise ­VoiceOver-Funktion (IOS) ist die App eine hilfreiche Unterstützung bei der alltäglichen Fortbewegung.

Fazit: Hilfreich!

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Für Spürnasen und Adleraugen

Little Things Forever ist ein klassisches Wimmelbild-Suchspiel für Groß und Klein, das unzählige Objekte zu einer großen Bildcollage in Form von verschiedenen Tieren zusammenstellt. Durch hereinzoomen gilt es, gezielt einzelne Gegenstände zu finden. Durch die simple Gestaltung und den intuitiven Spielcharakter eignet sich das Spiel bereits ab dem Lernniveau A1.

Fazit: Suchtgefahr!

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