Familienratgeber: Stark mit Regionalpartnern

Der Familienratgeber ist für Menschen mit Behinderung und ihre Familie die zentrale Adresse im Netz – bei Fragen aller Art und bei der Suche nach Ansprechpartnern vor Ort. Die Aktion Mensch arbeitet dabei nicht nur mit den überregionalen Verbänden der Behindertenhilfe und -selbsthilfe zusammen. Damit jeder Suchende in dem Angebot auch das Richtige findet übernehmen regionale Ansprechpartner des Familienratgebers wichtige Aufgaben. Bundesweit gibt es 150 solcher „Regionalpartner“. Holger Leitsch vom Evangelischen Johanneswerk in Gelsenkirchen ist einer von ihnen. Ein Interview.
 

Holger Leitsch vom Evangelischen Johanneswerk in Gelsenkirchen ist Regionalpartner des Familienratgebers.

Herr Leitsch, was genau macht man als Regionalpartner des Familienratgebers?

Als Regionalpartner verfügt man über sehr gute Kenntnisse der regionalen Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen. Eine der zentralen Aufgaben des Regionalpartners ist es, diese Angebote zu vernetzen und in die Onlinedatenbank des Familienratgebers zu übertragen. Für Rat und Hilfesuchende bedeutet dieses eine erhebliche Erleichterung,  wenn diese etwas Spezielles suchen,  zum Beispiel Wohnheimplätze, Familienunterstützende Dienste,  oder Inklusive Freizeitangebote, oder sich über ein bestimmtes Thema informieren wollen. Der Regionalpartner steht außerdem als persönlicher Ansprechpartner für Fragen rund um das Thema „Leben mit Handicap“ zur Verfügung. Es ist eine überaus interessante und spannende Tätigkeit, da man mit vielen sehr unterschiedlichen Menschen in Kontakt kommt.

Welche Vorteile haben Sie bzw. das Evangelischen Johanneswerk und andere Akteure in der Region von diesem Engagement?

Das Evangelische Johanneswerk bietet Menschen mit Behinderungen und ihren Angehörigen eine große Auswahl unterschiedlicher Unterstützungsleistungen. Trotzdem kann es vorkommen, dass spezielle Anfragen von einem Anbieter allein nicht bedient werden können. Durch die Vernetzung mit dem Familienratgeber können solche Anfragen auch anbieterübergreifend weiter vermittelt werden. Durch regelmäßige Netzwerktreffen besteht außerdem die Möglichkeit des fachlichen Austauschs, um Bedarfe von Menschen mit Behinderungen zu ermitteln und gemeinsam Antworten zu aktuellen Fragen zu finden.

Einmal im Jahr treffen sich die Regionalpartner, um zu erfahren, was es Neues gibt und um Ideen auszutauschen. Seit wann sind Sie schon dabei und was nehmen Sie von solchen Treffen für sich selbst und Ihre Arbeit mit?

Mittlerweile gehöre ich bestimmt schon zur „Seniorengruppe“ des Familienratgebers, da ich bereits seit 2003 dabei bin. Neben aktuellen Informationen zum Thema „Leben mit einer Behinderung“, bieten die Treffen die Möglichkeit mit lieben Kollegen aus ganz Deutschland ins Gespräch zu kommen. Hierbei gibt es immer wieder neue Impulse und Beispiele aus der Praxis und zu mancher Frage, die einem seit langen durch den Kopf schwirrte, fand sich hier eine Antwort. Auch nach so vielen Jahren,  gehört der Regionalpartnerworkshop für mich immer noch zum absoluten Highlights des Jahres und ich freue mich immer schon aufs nächste Mal.


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