Cosplayerin im Interview

Drei Fragen an die Paderbornerin Julia Lehmann, die leidenschaftlich Cosplay spielt.
 

Julia Lehmann: Die 25-Jährige macht eine Ausbildung zur Gamedesignerin. Wenn sie nicht in andere Rollen schlüpft, singt und zeichnet sie.

Was gefällt dir an Cosplay?

Die ganze Welt wird eine Bühne. Man kann die eigene Person beiseitepacken und sich in eine andere hineinversetzen. Das gibt Selbstbewusstsein und hat mir gerade zu Beginn meiner Cosplayzeit sehr geholfen, da ich wegen meiner Behinderung in der Schule gemobbt wurde. In der Cosplayszene fühlte ich mich sofort akzeptiert.

 

Wie erlebst du Cosplay mit deiner Behinderung?

Ich habe Ektrodaktylie, das ist die Verformung der Hände und Füße. Ich kann deshalb nur schwer Handschuhe oder Schuhe finden. Davon lasse ich mich aber nicht abhalten. Ich freue mich immer wieder, wenn ich Komplimente für meine selbst geschneiderten Outfits bekomme. Viele bemerken auch gar nicht, dass ich eine Behinderung habe. Beim Cosplay zählt eben mehr die Darstellung und Umsetzung des Charakters.

 

Hast du Tipps für andere Cosplayer mit Behinderung?

Es gibt nur einen Tipp: Habt Spaß, bei dem, was ihr tut. Die Szene achtet nicht auf Behinderungen. Schämt euch nicht, keiner wird euch auslachen.

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