Immer voll im Bild

Eine echte Alternative zu Skype? Die kostenlose App ooVoo verspricht nach eigenen Angaben eine Revolution des Videochats zu sein. Ob die App wirklich hält, was sie verspricht, hat die Gebärdensprachdozentin Katja Fischer getestet.

Smartphone zeigt App oovoo
Logo oovoo

Da ich hauptsächlich in Gebärdensprache kommuniziere oder bei Gesprächen mit Hörenden aufs Lippenlesen angewiesen bin, ist ein Videochat eine gute Alternative zum Bildtelefon, für das man extra einen ISDN-Anschluss braucht. Die App ooVoo läuft auf den meisten Geräten. Getestet habe ich sie auf einem Android-Smartphone, dem Apple-iPad und auf dem Computer.

Die Installation ist sehr einfach. Man kann sich mit der eigenen E-Mail-Adresse oder über Facebook anmelden. Der Pluspunkt im Vergleich zu anderen Videochat-Softwares: Man muss keine neuen Kontaktdaten anlegen, sondern kann auf die zugreifen, die man schon in Netzwerken wie Facebook, Google Mail und Twitter nutzt. Das geht allerdings nur mit der Smartphone- und Tablet-App, auf dem Rechner funktioniert nur der Austausch mit Facebook.

Nettes Feature: Am Rechner kann man sogar einen YouTube-Film zusammen mit den Chatpartnern anschauen. Will man diese Funktion abschalten, ist das allerdings leider etwas kompliziert. Weiterhin gibt es kostenlose Gruppenchats mit bis zu zwölf Personen gleichzeitig. Praktisch, da man sie bei vielen Gelegenheiten einsetzen kann: beispielsweise bei Besprechungen in der Vereinsarbeit oder mit Freunden und Familienmitgliedern.

Abstriche gibt es, wie bei den meisten Videochats, bei der Übertragungsgeschwindigkeit: Solange man eine schnelle DSL-Verbindung hat, kann man Videos in guter bis hoher Qualität anschauen. Bei einem Gruppenchat ist es problematischer, da braucht man wirklich eine sehr hohe Internetgeschwindigkeit. Unterwegs geht es auch über das Mobilfunknetz, dann ist die Qualität vom jeweiligen Netz und dem vorhandenen Datenvolumen abhängig. Der Videochat verbraucht hier relativ viel Volumen.

Weiterer kleiner Nachteil: Fremdsoftware wie der Internetbrowser Comodo Dragon wird installiert, ohne dass der Nutzer ausdrücklich informiert und um Erlaubnis gebeten wird.

Fazit: Eine gute Alternative!


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