App LetMe Talk: Sag’s mit Symbolen

Die App LetMeTalk ermöglicht Menschen mit Sprachschwierigkeiten, durch Symbole zu kommunizieren. Den Praxistest hat Stefanie Brüwer gemacht.
 
 

Die App LetMeTalk wurde von Doreen Kröber zusammen mit ihrem autistischen Sohn und mit Unterstützung eines Designers und eines Programmierers entwickelt. Sie wurde durch Spenden finanziert und ist kostenlos erhältlich.

Nicht oder wenig sprechenden Menschen ermöglicht die App, durch Symbole zu kommunizieren. Im Auslieferungszustand enthält sie ein Vokabular von 190 Symbolen, die elf verschiedenen Kategorien zugeordnet sind. Insgesamt sind über 9.000 Symbole durch die App abrufbar. LetMeTalk kann an die Bedürfnisse des Nutzers angepasst werden, indem neue Symbole oder Fotos ergänzt oder Symbolgrößen sowie Hintergrundfarben der Symbole verändert werden. Dies gelingt dem Nutzer intuitiv.

Die App ist in 18 Sprachen verfügbar, sodass sie auch in der Flüchtlingshilfe gewinnbringend eingesetzt werden könnte.

Kleinere Schwächen

In der Anwendung fallen auch kleinere Schwächen auf. Leider können die Buttons, mit denen beispielsweise die Mitteilungen gesprochen werden, nicht verändert werden. Da diese sehr klein sind, sind sie für Nutzer mit Schwierigkeiten der Auge-Hand-Koordination schlecht anzusteuern. Die Verwendung von Buchstaben erlaubt kein Zusammenlauten, und eigene Sprachaufnahmen sind nicht vorgesehen.

Außerdem gelang im Test der Austausch von Profilen zwischen einem Android- und einem iOS-basierten Gerät nicht. Bei kog­nitiv beeinträchtigten Nutzern kann erschwerend hinzukommen, dass sie sich bei den Symbolen umorientieren müssen. In vielen Fördereinrichtungen wird nämlich mit anderen, bereits etablierten Symbolsystemen gearbeitet.

FAZIT: LetMeTalk bietet trotz einiger Schwächen eine wertvolle Kommunikationshilfe, die gratis und schnell verfügbar ist. Sie lässt sich unkompliziert und individuell an die Bedürfnisse des Nutzers anpassen.


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