Hallo, Nachbar!

Text  Astrid Eichstedt
Zeichnung  Elisabeth Moch

Viele Leute glauben, dass in der Stadt jeder für sich alleine lebt. In Wirklichkeit schließen sich aber immer mehr Stadt-Bewohner zusammen und machen etwas gemeinsam. Vernetzung nennt man das. Sie wollen ihre Stadt gemeinsam mit anderen verändern. Das machen sie freiwillig und ohne Geld dafür zu bekommen. Inzwischen gibt es viele Projekte in den einzelnen Stadtteilen. Und immer mehr Menschen machen mit. Zum Beispiel:

  • Urban Gardening und Farming: Leute arbeiten zusammen in einem Garten oder auf einem Gemüse-Acker.
  • Foodsharing: Leute teilen Lebensmittel mit anderen, anstatt sie wegzuwerfen.
  • Carsharing: Leute teilen sich ein Auto.
  • Kochen mit Flüchtlingen und Menschen aus anderen Ländern
  • Werkstätten, in denen man gemeinsam Sachen repariert. Zum Beispiel Fahrräder oder Computer.
  • Kunst-Projekte für alle
  • Private Flohmärkte

Warum sie das machen? Weil sie etwas tun wollen, das sinnvoll und gut für die Umwelt ist. Und weil solche Projekte von der Stadt nicht angeboten werden.

Gerald Hüther ist ein bekannter Hirn-Forscher. Er sagt, dass die Stadt-Bewohner gute Gründe für ihre gemeinsamen Projekte haben. Sie möchten etwas machen, was sie sinnvoll finden. Und sie wollen das gerne gemeinsam mit anderen machen.

In seinem Buch „Kommunale Intelligenz“ fordert Gerald Hüther eine neue Kultur. Statt Kultur kann man auch sagen, er fordert ein neues Zusammenleben. Er schreibt: „Eine Kultur, in der jeder spürt, dass er gebraucht wird, dass alle miteinander verbunden sind, voneinander lernen und miteinander wachsen können.“

Das ist genau das, was in den neuen Stadt-Projekten passiert. Hüther sagt auch: „Unterschiedliche Erfahrungen bringen immer bessere Lösungen“. So haben zum Beispiel Menschen mit und ohne Behinderung verschiedene Erfahrungen gemacht. Oder auch Menschen aus verschiedenen Ländern. Wenn sie miteinander reden und ihre Erfahrungen teilen, kann das ein Vorteil für alle sein. Damit das gelingt, muss man aber auch etwas tun. Es reicht nicht, zu sagen: „Wir sind offen für alle. Jeder kann kommen“. Man muss die Menschen ansprechen und zum Mitmachen einladen. Und man muss dafür sorgen, dass auch jeder mitmachen kann. Und das geht nur, wenn man Barrieren abbaut. Barrieren sind zum Beispiel Treppen vor Gebäuden oder zu schwere Sprache in Texten.

 

Gärtnern auf dem Parkplatz

In Berlin-Wedding gibt es ein Urban-Gardening-Projekt. Urban-Gardening ist ein englisches Wort und bedeutet Gärtnern in der Stadt.

Urban Gardening

Über den Tellerrand

Seit 2013 gibt es in Berlin den Verein "Über den Tellerrand". Die Idee des Vereins: Flüchtlinge und Einheimische kochen und essen zusammen.

Kochen mit Geflüchteten

Wissen teilen

In Dortmund gibt es den Verein "Die Urbanisten". Der Verein unterstützt Menschen in der Stadt, die gute Ideen haben.

Urbanisten

Kunst macht bunter

Heslach ist ein Stadtteil von Stuttgart. Dort gibt es das Kunst-Projekt „Wir machen Stuttgart bunter“.

Kunst-Projekt

Gegen Ausgrenzung

Seit 2004 gibt es die Internetseite Netzwerk Nachbarschaft. Die Seite ist interessant für Menschen, die in ihrer Nachbarschaft ein Projekt starten wollen.

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