Wie Inklusion gelingt

Kommune Inklusiv ist ein Projekt der Aktion Mensch. Das Projekt soll mehr Inklusion in Städten und Kommunen schaffen. 5 Städte nehmen daran teil: Erlangen, Nieder-Olm, Rostock, Schneverdingen und Schwäbisch-Gmünd. Carolina Zibell arbeitet bei der Aktion Mensch und leitet das Projekt. Im Interview erzählt sie von Kommune Inklusiv.
 

Thilo Schmülgen

Carolina Zibell

Die Aktion Mensch fördert seit Jahren Inklusion in Deutschland. Das bedeutet, sie gibt Geld für inklusive Projekte. Was ist das Neue an Kommune Inklusiv?

Die Aktion Mensch möchte mehr Inklusion in den Städten und Gemeinden schaffen. Aber diesmal geht es nicht um einzelne Projekte. Wir möchten, dass alle Leute die mehr Inklusion wollen, zusammenkommen. Sie sollen für ihre Stadt oder Gemeinde gemeinsame Ziele vereinbaren. Die Aktion Mensch hilft ihnen dabei. Außerdem bieten wir Treffen und Schulungen für sie an. Und wir bezahlen die Arbeit der 5 Netzwerk-Koordinatoren.

Wie viele Kommunen wollten bei dem Projekt mitmachen? Und wie haben Sie die 5 Kommunen ausgewählt, die jetzt dabei sind?

130 Städte und Gemeinden hatten sich beworben. Davon haben wir 10 in die engere Wahl genommen. Diese haben wir dann besucht und mit den Menschen dort gesprochen. Zuletzt haben wir uns dann für 5 Städte entschieden. Dabei war uns wichtig, dass sie unterschiedlich groß sind. Und sie sollten in verschiedenen Gegenden von Deutschland liegen.

Sie wollen inklusive Sozial-Räume schaffen. Was bedeutet für sie Sozial-Raum?

Der Sozial-Raum ist der Ort wo Menschen leben und sich treffen. Zum Beispiel im Sportverein, in einem Café, einem Geschäft, oder bei der Arbeit. Aber auch in öffentlichen Räumen, zum Beispiel in einer Stadt-Bibliothek.

Welche Menschen bringen denn vor Ort Inklusion voran?

Inklusion klappt nur, wenn die Mitarbeiter in der Stadt-Verwaltung mitmachen. Aber genauso wichtig sind auch andere Gruppen: Vereine, Firmen und Bürger. Sie müssen miteinander sprechen und Ziele vereinbaren. Der Netzwerk-Koordinator kümmert sich um die Zusammenarbeit von diesen Gruppen.

Wie merken Sie, ob es mehr Inklusion gibt?

Wir arbeiten zusammen mit Wissenschaftlern von der Universität Frankfurt am Main. Zuerst gucken sie, wie viel Inklusion es jetzt gibt in den 5 Städten. Und dann untersuchen sie, wie die Städte sich verändern. Zum Beispiel, ob mehr Menschen bei Freizeit-Angeboten mitmachen können. Oder ob sie leichter einen Arbeitsplatz oder eine Wohnung finden können. Das gilt besonders für Menschen, für die es vorher schwer war, dabei zu sein.

Und was ist, wenn die 5 Jahre von Kommune Inklusiv um sind?

Dann gibt es in Deutschland hoffentlich mehr Inklusion! Die 5 Städte sollen ein gutes Beispiel für andere sein. Und sie sollen ihre Erfahrungen mit der Inklusion weitergeben.

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