Gute Beispiele aus aller Welt


 

Text: Stefanie Wulff

Die Probleme, vor denen die Städte weltweit stehen, sind riesig. Die UN hat schon einmal einige gute Beispiele in einem Text zusammengefasst.

Äthiopien: Barrierefreie Toiletten

In Äthiopien ist es auch in den Städten sehr schwer, sauberes Wasser zu bekommen. 40 Prozent der Menschen in Äthiopien müssen schmutziges Wasser nehmen. Oft bekommen sie das schlechte Wasser nur an weit entfernten Orten. Menschen mit Behinderung kommen noch schlechter an Wasser. Ein Projekt in der Stadt Butajira Town wollten dafür sorgen, dass Menschen mit Behinderung besser an Wasser und Toiletten kommen. So wurden barrierefreie Toiletten gebaut. Auch Menschen ohne Behinderung können die barrierefreien Toiletten benutzen. Sie müssen aber eine kleine Gebühr zahlen. Dadurch sind sogar Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung entstanden. Denn Menschen mit Behinderung sorgen selbst für die Toiletten, halten sie sauber und kassieren die Gebühr.

Brasilien: RIOinclui für Kinder und Jugendliche

Das Projekt RIOinclui unterstützt Kinder und Jugendliche mit Behinderung und ihre Familien in Rio de Janeiro. Es geht in dem Projekt darum, die Wohnungen der Familien barrierefrei zu machen. Das zweite Ziel: mehr Kinder und Jugendliche sollen zur Schule gehen. Das Projekt funktioniert durch Spenden. Schon mehr als 300 Wohnungen sind barrierefrei umgebaut worden. Sozialarbeiter helfen den Familien auch dabei, ihre Kinder in die Schule zu schicken und staatliche Hilfen zu bekommen.

Kanada: Mapathons für inklusive Städte

Finde, bewerte und teile barrierefreie Orte! Das ist das Ziel von AXS Map (access map). Übersetzt heißt das so viel wie „barrierefreie Landkarte“. Forscher und Menschen, die sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung einsetzen, hatten die Idee zu einer barrierefreien Landkarte. Auf der Internetseite kann jeder barrierefreie Orte und Unternehmen auf einer Landkarte eintragen. Es gibt auch Treffen, wo man gemeinsam nach barrierefreien Orten sucht. Hat man einen barrierefreien Ort gefunden, trägt man ihn auf der Internetseite ein. Die Betreiber dieser Internetseite setzen sich auch dafür ein, dass die Städte Inklusion bei der Stadtplanung nicht vergessen. Übrigens kann jeder ein gemeinsames Treffen und der Suche nach barrierefreien Orten organisieren. Auf der Webseite des Projekts kann man lesen, wie es geht. Eine ähnliche Idee wie AXS Map gibt es auch in Deutschland. Der Verein „Sozialhelden“ sammelt rollstuhlgerechte Orte weltweit. Die Orte findet man auf einer Internetseite: www.wheelmap.org.

Mexiko: Pocket-Parks auf ungenutzten Flächen

Im Bezirk Azcapotzalco in Mexiko-Stadt gibt es sehr viel Fabriken und Unternehmen. Fast 40 Prozent der Fläche in diesem Bezirk gehört den Unternehmen. Der Rest ist meistens mit Wohnungen bebaut. Grünflächen wie Parks oder Stadtgärten gab es bisher kaum. Jetzt ist das anders. Eine bis dahin ungenutzte Fläche ist zu einem Park umgebaut worden: Ein Pocket-Park. Der Park kann von Menschen mit und ohne Behinderung genutzt werden. Erwachsene können dort spazieren gehen, Jugendliche Skateboard fahren und Kinder einfach spielen. Auch Rollstuhlfahrer können den Park besuchen. Für blinde Menschen gibt es ein Leitsystem auf dem Boden, damit sie sich mit ihrem Blindenstock zurechtfinden können. Die Solar-Anlagen sorgen für Licht und Strom. Wasser bekommen die Pflanzen im Park nur so viel, wie sie brauchen. So ist der Park besonders nachhaltig. Die Idee für den Park hatte die Stadtverwaltung. Zusammen mit den Bewohnern des Stadtviertels haben sie den Park geplant.

Singapur: Plan für die bestehende Bebauung

In Singapur wohnen immer mehr Menschen. Singapur ist ein Stadtstaat. Das heißt, das Land besteht eigentlich nur aus dieser einen Stadt. Weil das Staatsgebiet von Singapur sehr klein ist, stehen viele Hochhäuser nebeneinander. Die Hochhäuser sind oft nicht barrierefrei. Die Gesellschaft in Singapur wird aber immer älter. Und mit dem Alter können auch öfter Behinderungen auftreten. Deswegen hat Singapur 2006 einen Plan aufgestellt, wie man den Stadtstaat barrierefrei umbauen kann. Zum Beispiel förderte die Regierung den barrierefreien Umbau von Gebäuden. Heute gibt es in Singapur schon mehr barrierefreie Gebäude, Plätze und Straßen. Jetzt denken auch viel mehr Menschen daran, bei einem Umbau an die Barrierefreiheit zu denken. Bis 2020 möchte die Regierung in Singapur erreichen, dass Rollstuhlfahrer alle Busse und Bahnen benutzen können.

Südafrika: Barrierefreie Busse und Bahnen

Südafrika hat einen Plan für barrierefreie Busse und Bahnen aufgestellt. Die Busse und Bahnen sollen zwischen den Städten Johannesburg, Kapstadt und Tshwane fahren. Nach und nach sollen Busse, Bahnen, Haltestellen und Bahnhöfe barrierefrei umgebaut werden. Die Städte Johannesburg, Kapstadt und Tshwane haben nur wenig Geld für solche Bauarbeiten oder für den Kauf von barrierefreien Bussen und Bahnen. Außerdem müssen die Preise für die Fahrten günstig sein, weil viele Menschen in Südafrika sehr arm sind. Das heißt, die Städte können durch den Verkauf von Fahrkarten nicht viel verdienen. Den Plan in die Tat umzusetzen wird also für alle sehr schwer. Trotzdem hat sich schon einiges getan: Kapstadt zum Beispiel hat jetzt 400 barrierefreie Busse. Auch Busbahnhöfe und Wege zu Bushaltestellen hat man barrierefrei umgebaut.

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