In Fulda gewinnt die Inklusion

Wetten, dass … es in Fulda keine 111 Beispiele für ein gelungenes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung gibt? Darum ging es in der „Stadtwette“ zwischen Rainer Sippel von der St. Antoniusheim gGmbH und dem Fuldaer Oberbürgermeister a.D. Gerhard Möller.
 

Wer macht das Rennen? Rainer Sippel (rechts) forderte Anfang des Jahres den damaligen Oberbürgermeister Gerhard Möller heraus.

Arnulf Müller

Und der Gewinner ist ... Gerhard Möller. Moderator und Aktion Mensch-Botschafter Rudi Cerne gratuliert ihm beim Galaabend.

Im Febraur 2015 hatte der Leiter des Antoniusheims in Fulda, Reiner Sippel, mit dem damaligen Oberbürgermeister der Stadt, Gerhard Möller, gewettet, dass es Möller nicht gelingt, 111 Beispiele für gelebte Inklusion in seiner Stadt zu präsentieren. Von Rosenmontag bis Ende September hatten die Bürgerinnen und Bürger von Fulda Zeit, das Gegenteil zu beweisen. 131 sind es geworden. Damit hat die Stadtwette einen Sieger: Gerhard Möller.

Doch nicht nur der ehemalige Bürgermeister Möller kann sich als Gewinner fühlen. Denn das Deutsche Rekordinsitut hat den Initiatoren der Stadtwette bescheinigt: Fulda ist die inklusivste Stadt Deutschlands. In keiner anderen Region in der Bundesrepublik gibt es mehr inklusive Initiativen.

Die feierliche Auflösung der Stadtwette fand im Rahmen eines großen Showabends in Fulda statt. Rund 800 Besucher und Mitmacher waren gekommen, um bei der von Aktion Mensch-Botschafter Rudi Cerne moderierten Show dabei zu sein.

Neben der Gesamtanzahl der eingereichten Beispiele wurden fünf „Best Practice“ Projekte, die als besonders vorbildhaft für ein inklusives Miteinander stehen, in verschiedenen Kategorien von einer Jury gekürt. Mehr dazu erfahren sie hier.

Arnulf Müller

Impression vom Galaabend zur Stadtwette in Fulda.

Der Prozess geht weiter

Mit Auflösung der Stadtwette sind die Aktivitäten für ein inklusives Fulda aber noch nicht zu Ende. In Kürze werden Vertreter des Antoniusheims mit den Initiativen sprechen, um die nächsten Schritte zu planen. Ziel ist, bestehende und künftige Beispiele möglichst nachhaltig zu gestalten und viele neue Projekte und Mitstreiter zu finden. Auch Vereinigungen, bei denen Inklusion noch keine Rolle spielt, sollen ermutigt werden, Inklusion auszuprobieren und Menschen mit einer Behinderung aufzunehmen. Ein weiteres Ziel ist die Übertragung des Projekts auf andere Städte. So wird die Stadtwette von Fulda noch weite Kreise ziehen und viele Gewinner haben.


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