„In jeder Hinsicht den Bedürfnissen angepasst“

An der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm entwickelt die inter-disziplinäre Forschergruppe genesis ein gleichnamiges inklusives Spielekonzept.
 

Prof. Ethelbert Hörmann: Der Ingolstädter ist Geschäftsführer der genesis GmbH. Das Konzept umfasst auch speziell für Senioren entwickelte Spiele.

Was ist genesis?

Ein Konzept, dass es Menschen ohne und mit unterschiedlich ausgeprägter Behinderung ermöglicht, miteinander zu spielen. Die neue Version, genesis-base 4.1, umfasst zehn speziell für Menschen mit Behinderung entwickelte Spiele, die mit diversen Eingabegeräten am Computer gespielt werden können. Darunter sind Klassiker wie „Mensch ärgere Dich nicht“. Einige kann man personalisieren, etwa ein Memory mit Bildern von Verwandten bestücken.

Was macht die Spiele inklusiv?

Die Spiele können in jeder Hinsicht den Bedürfnissen der Spielenden angepasst werden – in ihrer Komplexität und in ihrer Bedienart. Die Spiele können mit Joystick, Computermaus, Touchbildschirm oder einer Augensteuerung bedient werden, aber auch mit fünf, zwei oder nur mit einer Taste. Diese eine Taste kann auch ein Blasrohr oder ein Drucksensor sein. Bei der Entwicklung arbeiten wir eng mit Menschen mit Behinderung zusammen.

Für wen sind die Spiele konzipiert?

Hauptsächlich werden sie in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung eingesetzt. Aber auch Eltern mit einem behinderten und einem nicht behinderten Kind nutzen genesis.

Wer steckt hinter dem Projekt?

Das Kernteam bilden Informatiker Prof. Dr. Helmut Herold, Elektroingenieur Wolfgang Bergmann und ich, ein Designer im Ruhestand. Wir arbeiten ehrenamtlich an genesis und werden dabei von Studierenden verschiedenster Fakultäten der Hochschule unterstützt.

Was treibt Sie persönlich an?

Das Projekt ist für mich als Designer hochinteressant. Außerdem befriedigt es enorm, behinderten Kindern eine Freude zu machen.


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