Ich bestimme selbst

Dina H., 54 Jahre, führt ein Spielwarengeschäft
 

Dina H.

„Der Unterschied zur Pflege besteht darin, dass die Assistenz mich im Alltag begleitet, ich bestimme selbst, wann und wie einzelne Verrichtungen gemacht werden. Natürlich ist es abenteuerlich, bei einer Betreuung rund um die Uhr die Beziehungen zu gestalten. Da investiere ich viel. Auch wenn ich nicht selbstständig essen kann und mir die Speisen gereicht werden müssen, kann ich gleichermaßen wie die Assistentin den gemeinsamen Kontakt beeinflussen. In unserer Kultur bedeutet Kraft vorwiegend, dass man körperlich stark, schnell und effizient ist. Ich möchte den Begriff ,Kraft` durch Sprache und Kreativität ausweiten.

Da ich in der heiklen Doppelrolle bin, Arbeitgeberin und gleichzeitig hilfsbedürftige Person zu sein, ist der Alltag – auch emotional – sehr anstrengend. Die Assistentinnen bekommen natürlich von meinem Leben sehr viel mehr mit, als ich von ihrem. Oft entsteht eine menschliche Verbundenheit, die mir guttut und mich in eine neue Balance bringt. Ich habe generell Lust auf und Spaß an Menschen, bin eine große Klöntante. In unseren Laden – der einzige Second‐Hand‐Laden für Spielwaren in Münster – kommen oft Leute, die etwas mehr wollen, als nur ein Geschäft betreten, da entstehen interessante Gespräche.

Mit einer Arbeitsassistentin, die mir beim Verkaufen hilft, habe ich mich angefreundet. In der häuslichen Assistenz ist mehr Distanz nötig. Ich will vermeiden, dass körperliche Pflege aus reiner, formaler Versorgung besteht. Deshalb suche ich immer eine Form des guten Kontakts zu meinen Assistentinnen. Dann können auch wiederkehrende alltägliche Tätigkeiten lebendig bleiben und wir schaffen dabei etwas Gemeinsames.“

zurück zur Übersicht

Was du tun kannst

Gutes tun und gewinnen

Mit einem Los der Aktion Mensch

Jetzt Los kaufen

So kannst du beitragen

Freiwillig engagieren oder Projekt starten

Über Inklusion informieren

Die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen

Lust auf
EXTRA-
Gewinne?

Sonderverlosung am 7.11.