Angie K., 37 Jahre, Schauwerbegestalterin
 

Angie K.

„Ich benötige die Assistenz hauptsächlich für haushaltsnahe Leistungen, zur Begleitung außerhalb des Hauses und damit ich am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann. Gerne fahre ich mit meinem umgebauten Liegefahrrad raus, bei Wind und Wetter. Am liebsten bin ich am Kanal, mache dort mit dem Assistenten meine Gehübungen, anschließend sind wir im Café. Wir verbringen viel Zeit mit Brettspielen, das ist wichtig für mein Gedächtnistraining.

Meine Behinderung entstand durch das Platzen eines Blutschwämmchens im Gehirn, daher finde ich beim Sprechen oft die Wörter nicht. Jeder Zuhörer benötigt viel Geduld mit mir. Beim Bewerbungsgespräch mit den Assistenten ist immer meine Mutter dabei, dann wird es einfacher wegen meines Sprachfehlers. Wir stellen immer klar, dass die Assistenten mich auf jedem Fall mit dem Fahrrad begleiten können. Außerdem müssen sie sich genügend Zeit nehmen, um meine Sprache zu verstehen.

Oft werde ich etwas gehetzt, dann sind mir die Assistenten zu anstrengend. Ich habe auch schon mal eine Frau deshalb entlassen. Generell finde ich es entlastend, dass der Pflegedienst beim Aussuchen der Assistenten hilft. Der Kontakt zu meiner Koordinatorin ist sehr gut. Ich bin froh, dass mir vieles abgenommen wird, wie Organisation der Vertretungen und Urlaubsplanungen.

Ich habe einen hohen Anspruch: Zum Beispiel möchte ich, dass alle Assistenten während des Dienstes ihr Handy weglegen. Da ist die Aufmerksamkeit für mich größer. Auch mache ich gerne vieles selber, was natürlich länger dauert – manchmal bringt es die Assistenten an den Rand ihrer Geduld. Bei meinen abenteuerlichen Fahrradtouren sind sie meine Schutzengel. Ansonsten sind sie meine rechte Hand.

Ich habe ein gutes Gespür für die Vorlieben meiner Assistenten: Der Eine geht gerne mit zum Shoppen, der Andere ist ein guter Gegner bei den Brettspielen. Das nutze ich natürlich, teile mir die Zeit entsprechend ein. Dann sind wir beide mit Lust bei der Sache – das tut mir gut.“

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