Isabell Rosenberg könnte sich den Einsatz von Assistenzrobotern durchaus vorstellen - unter gewissen Voraussetzungen.

 

Die 28-Jährige Isabell Rosenberg hat Literatur- und Kulturwissenschaften studiert. Bis Ende Juli 2016 absolvierte sie ein Volontariat bei der Aktion Mensch in der Abteilung Aufklärung. Für ihre berufliche Zukunft wünscht sie sich mehr barrierefreie Arbeitsplätze.

Können Sie sich vorstellen, sich von einem Roboter pflegen zu lassen?

Ja. Ich bin 24 Stunden auf Assistenz angewiesen und würde gern darauf verzichten. Für mich wäre es eine ganz neue, spannende Erfahrung, einen Tag ohne menschliche Assistenz zu verbringen. 

Was müsste Ihr Pflegeroboter alles können?

Er müsste mich eigenständig aus und in den Rollstuhl transferieren, mir beim An- und Ausziehen helfen, mein Essen klein schneiden und Gegenstände vom Boden aufheben können. Es wäre sicher auch witzig, mit dem Roboter zu duschen – sofern er wasserdicht ist.

Hätten Sie keine Bedenken?

Ich hätte Angst vor einem technischen Ausfall und davor, dass der Roboter mich einfach fallen lassen könnte. Er müsste  also auf jeden Fall die Möglichkeit mitbringen, dass ich einen Notruf absetzen könnte.

Kritiker fürchten, durch Roboter gingen menschliche Kontakte in der Pflege verloren. Was denken Sie?

Ich finde, soziale Kontakte kann ich ja trotzdem haben. Allerdings dürfte niemand gezwungen werden, einen Roboter zu nutzen, denn für manche Menschen ist der Pfleger vielleicht die einzige Kontaktperson.

Denken Sie, dass Pflegeroboter bald schon ganz normal sein werden?

Ich denke, dass es noch eine Weile dauern wird, bis die Technik so weit ist. Und dann ist die Frage, wer sich so einen Roboter überhaupt leisten könnte. Schon jetzt ist es sehr schwierig, zum Beispiel für einen teuren Rollstuhl Unterstützung von den Krankenkassen zu bekommen.

 

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