Führhund ohne Pfoten

Evelyn Dragan

Niklas Gutsmiedl (links) & Alexander Bayer: Einen Basketball statt vier  Pfoten hat der Hundeersatz für Sehbehinderte, mit dem sie dieses Jahr im Landeswettbewerb Baden-Württemberg von „Jugend forscht“ den dritten Preis gewannen.

Die Leidenschaft fürs Tüfteln und Ausprobieren, für Technik und Digitales teilen Alexander Bayer (17) und Niklas Gutsmiedl (16) schon lange. Vor einem Jahr beschlossen die Gymnasiasten aus Aalen, bei „Jugend forscht“ mitzumachen. „Ball-Roboter haben uns sowieso interessiert. Dann hatten wir die Idee, sie für blinde Menschen nützlich zu machen“, erzählt Alexander.

Blindbot statt Langstock

Unzählige Stunden, Abende und Wochenenden später war der „Blindbot“ geboren: eine originelle Alternative zu Langstock und Blindenführhund. Niklas und Alexander installierten einen Roboter auf einen Basketballfuß, der in ein etwa hüftgroßes Gestell montiert ist. Blinde können den Blindbot vor sich herrollen und werden per Sensoren und Vibrationsalarm vor Hindernissen auf dem Weg gewarnt.

Der Blindbot ist gleichzeitig ein Navigationsgerät: Der Nutzer kann Routen eingeben und wird durch Sprachsteuerung ans gewünschte Ziel geführt. „Wir wissen, dass Blindenhunde sehr teuer und auch schwer zu bekommen sind“, erzählt Niklas. „Der Blindbot könnte in Zukunft eine preisgünstige Alternative sein.“ Dieser Meinung war auch die Christoffel Blindenmission, die die Schüler mit dem Sonderpreis „Innovationen für Menschen mit Behinderung“ auszeichnete. Schließlich sind preiswerte Hilfsmittel auch für Menschen mit Behinderung in Entwicklungsländern interessant. Bei „Jugend forscht“ 2016 in Baden-Württemberg gewannen sie den dritten Platz.

Und gibt es Pläne für die  Zukunft? „Wir arbeiten an weiteren Feinheiten, zum Beispiel einer Sprachausgabe per Headset“, sagt Alexander. Ein vorläufiges Patent haben die beiden auch angemeldet – für alle Fälle.

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