Jugendreisen – so geht’s richtig!

Wenn das eigene Kind das erste Mal allein in den Urlaub will, haben Eltern viele Fragen. Ist mein Kind wirklich schon alt genug? Kümmert sich jemand um die richtige Betreuung, und gibt es eine vernünftige Unterkunft? Bei Kindern mit Behinderung kommen Aspekte wie Barrierefreiheit der Unterkunft und bei Freizeitangeboten dazu. Mit den richtigen Informationen und guter Planung steht einem Urlaub ohne Eltern aber nichts im Weg.

Jugendliche am Lagerfeuer

Veranstalter für Jugendreisen gibt es wie Sand am Meer – doch welcher ist der richtige? YAT Reisen hat sich auf betreute Reisen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung spezialisiert und ist in diesem Segment bundesweit marktführend. Alle Reisen werden von ausgebildeten Teamern der Freizeit ohne Barrieren e.V. (FOB) betreut, die die Reiseteilnehmer während des gesamten Urlaubs unterstützen. Um den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, hat YAT ein System mit vier Betreuungsstufen eingeführt. Sie reichen von A (Geringer Betreuungsaufwand) bis zu D (Hoher Betreuungsaufwand) und können bei der Buchung selbst bestimmt werden. Hier gibt es die Erklärung zu den Betreuungsstufen.

Wer gern eine inklusive Reise für sein Kind buchen möchte, kann sich beim Verein Sterntal umschauen. Er hat neben betreutem Reisen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung auch inklusive Fahrten im Angebot. Andere Veranstalter führen vereinzelt inklusive Jugendreisen auf, wie zum Beispiel Freizeit-PSO – Urlaube für Menschen mit Behinderung. Der Aktivurlaub für Jugendliche mit Lernbehinderung umfasst auch eine 24-stündige Betreuung.

Ganz wichtig: Ist in der Reisebeschreibung nicht explizit erwähnt, dass das Angebot barrierefrei ist, sollte man im Vorfeld unbedingt den Veranstalter kontaktieren und Detailinformationen anfragen. Veranstalter wie ruf reisen weisen auf ihren Homepages darauf hin, dass Inklusion prinzipiell erwünscht ist und Kinder und Jugendliche mit Behinderung bei den Angeboten herzlich willkommen sind, aber nicht bei jeder Reise Barrierefreiheit machbar ist. Daher vor der Buchung definitiv nachfragen!

Reisen – schön und gut, aber ist betreuter Urlaub für Kinder oder Jugendliche nicht unglaublich teuer? Nicht unbedingt. Seit dem 1. Januar 2013 ist das Pflegeneuausrichtungsgesetz (PNG) in Kraft, das neue Möglichkeiten zur Refinanzierung über die Krankenkassen bietet. Eine Erhöhung des Pflegegeldes für die Stufen I (von 235 Euro auf 305 Euro) und II (von 440 Euro auf 525 Euro) ist Teil des neuen Gesetzes. Aber auch Menschen ohne anerkannte Pflegestufe erhalten ein Pflegegeld von 120 Euro und können im Zusammenhang mit der Verhinderungspflege auf ein Gesamtbudget von 1.550 Euro jährlich zugreifen. Während des Reisezeitraums bekommen Eltern und Angehörige das Pflegegeld trotzdem zur Hälfte ausgezahlt, solange es über die Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege refinanziert wird. Zudem ist eine Refinanzierung nicht mehr nur bis zum 18., sondern bis zum 25. Lebensjahr möglich. Wer einen Anspruch auf Kurzzeit- oder Verhinderungspflege hat und alle nötigen Formulare, die bei der Krankenkasse eingereicht werden müssen, finden Sie hier.

Persönliche Beratungsgespräche für Interessierte können unter folgenden Kontaktdaten vereinbart werden: Freizeit ohne Barrieren e.V., Telefon: 05251/142 29 36
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