Nicht aufzuhalten

Behinderung und Erfolg im Beruf müssen sich nicht ausschließen. Ganz im Gegenteil! Wir stellen acht Menschen vor, die gekämpft haben, die richtigen Leute trafen oder einfach ihrem Bauchgefühl folgten – und heute im Job jeden Tag ihren Mann oder ihre Frau stehen.

Text Miriam Grothaus und Jessika Knauer

Foto: Kim Keibel

Uwe Wulsche
Seelsorger an den Alexianer St. Hedwig Kliniken Berlin

Ich bin Priester und behindert. Für mich ist das nichts Besonderes mehr. Ich stecke inzwischen ja die längste Zeit meines Lebens im Rollstuhl. Ich hatte gerade das achte Semester des Theologiestudiums abgeschlossen, als mich eine Infektion des Rückenmarks über Nacht gelähmt hat.

Nach einem halben Jahr war ich dann völlig wund gelegen, sodass meine Beine amputiert werden mussten. Nach zwei Jahren Krankenhaus und Reha habe ich dann zu Ende studiert und wurde 1985 zum Priester geweiht. Das war zu der Zeit noch komplizierter, weil nach damaligem Kirchenrecht nur Priester werden konnte, wer körperlich unversehrt ist.

Aber es hat geklappt, und seitdem bin ich Seelsorger am Sankt Hedwig. Ich halte Gottesdienste, bekomme Besuch von Patienten, meine sogenannte Laufkundschaft, oder besuche Patienten auf Station. Mein Beruf ist aber nicht nur patientenbezogen, er beinhaltet auch Seelsorge für die Mitarbeiter. Es ist auf jeden Fall ein sehr intensiver Job. Ein befreundeter Seelsorger hat gesagt: „Wir schlingern uns von Höhepunkt zu Höhepunkt. Aber wir haben keine Zeit mehr, das zu verdauen“. Das ist wahr.

Manchmal bin ich am Vormittag bei jemandem, der stirbt, gehe dann kurz nach Hause und habe am frühen Nachmittag eine Taufe. So viele Gefühlswechsel sind mühsam. Ohne so etwas wie Berufung und ein gerütteltes Maß an Professionalität steht man das nicht durch. Dass ich nun hier bin, kann ich nur als Fügung betrachten. Ich wollte immer das und nur das, schon als Kind. Ich bin einfach gern bei den Leuten und finde es gut, ein paar Minuten Zeit für jemanden zu haben, bei dem man unterstellen kann, dass er es braucht. Ich habe eine Arbeit, die mir wirklich Freude macht und die nicht wirklich Arbeit ist. Ich werde bis zum Ende meiner Tage hier in diesem berühmten Krankenhaus bleiben und dann hoffentlich unauffällig verbleichen. Hier bin ich am richtigen Ort.

Foto: Kim Keibel

Silke Schönfleisch-Backofen
Referentin im Bundesministerium der Justiz und für ­Verbraucherschutz (BMJV)

Am liebsten hätte ich Kunst studiert. Mein Vater riet mir davon aber ab und meinte, dass sei doch eher brotlos. Und es leuchtete mir ein, dass ich mit meiner Behinderung nicht einfach abends in einer Kneipe kellnern kann. Dann schlug mein Herz noch sehr für Medizin. Von Geburt an war ich sehr oft im Krankenhaus und dachte mir immer, den Job könnte man doch auch anders machen. Ich bat das zuständige Aufsichtsministerium um eine rech­tliche Einschätzung zu meinen Chancen. Der Anruf brachte mich mit einem Ruck zurück auf den Boden der Tatsachen. Wegen meiner Behinderung würde man mir keine Approbation erteilen, ich könne ja dagegen klagen.

So kam ich schließlich zum Studium der Rechtswissenschaften. Meine beste Freundin sagte einmal zu mir: „Du bist hartnäckiger als ein Kaugummi an einer Schuhsohle.“ Ich denke, das umschreibt recht gut, warum Jura und ich gut zusammenpassen. Jetzt bin ich Referentin in der Strafrechtsabteilung des BMJV und verbringe die überwiegende Zeit mit dem Abfassen von rechtlichen Stellungnahmen zu EU-Rechtsakten. Es fühlt sich für mich richtig an, genau dort, wo ich bin. An meinem Beruf mag ich besonders die Abwechslung der ständig neuen Fragestellungen, den Kontakt mit verschiedenen Menschen, sowohl schriftlich und über das Telefon als auch in Besprechungen oder größeren Arbeitsgruppen.

Es macht mir Spaß, mich für eine erarbeitete Position einzusetzen und diese durch geschickte Verhandlung durchsetzen zu können. Meine Behinderung wollte ich nie zu meinem Beruf machen. Ich finde es aber wichtig, sich mit anderen Betroffenen zu solidarisieren und sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung einzusetzen. Deshalb engagiere ich mich in meiner Freizeit ehrenamtlich auch im Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien.
BMJV

Foto: Michael Englert

Patrizia Kubanek
Assistenz der Geschäftsführung bei Der Assistenzdienst in Köln und Sexualberaterin

Mein Traum war es immer, Psychologie zu studieren. Das habe ich nach dem Abitur an der Uni Köln dann auch getan. Mir wurde jedoch schnell klar, dass das nicht das Richtige für mich ist, deshalb habe ich das Studium „erfolgreich abgebrochen“. Seit letztem Juli arbeite ich als Assistenz der Geschäftsführung bei Der Assistenzdienst in Köln. Hier kriegt mich keiner mehr so schnell weg.

Meine eigene Behinderung ist ein Riesenvorteil, wenn es darum geht, Menschen auf ihrem Weg in ein eigenständigeres Leben zu begleiten. Ich lebe selbst mit Assistenz und kann daher viel glaubhafter beraten als jemand ohne Behinderung. Ich weiß aufgrund meiner Muskelatrophie, wovon ich spreche, und auch, welche Turbulenzen es mit dem eigenen Assistenten geben kann.

Neben diesem Job bin ich außerdem als Sexualberaterin tätig. Ich wusste schon als Jugendliche immer mehr über Sexualität als andere in meinem Alter. Damals war ich das Doktor-Sommer-Team meiner Schule. Nachdem ich ein Interview mit einer Sexualberaterin im Internet gelesen hatte, kam mir die Idee, eine Ausbildung zur Sexualberaterin für Menschen mit Behinderung zu machen. 2008 war es tatsächlich so weit, und heute gebe ich neben meinem regulären Job Workshops, biete persönliche Beratung und halte Vorträge. Viele dieser Arbeiten kann ich flexibel von zuhause aus erledigen. Vor Kurzem habe ich sogar die Biolehrer an meiner alten Schule fortgebildet.

2009 begann dann meine Ausbildung zur Psychologischen Beraterin. Dabei habe ich vor allem mehr über mögliche Beratungsmethoden gelernt. Ich bin unglaublich dankbar, sowohl als Sexualberaterin als auch beim Assistenzdienst tätig zu sein. Mein Herz ist zweigeteilt. Beide Berufe sind mir sehr wichtig, besonders die individuelle Entwicklung der Menschen, mit denen ich arbeite. Mir macht es Spaß, gemeinsam mit ihnen Lösungswege zu erarbeiten und zu gehen. Das größte Geschenk ist, wenn jemand mir sagt: „Ich brauch dich nicht mehr, ich kann das alleine.“

Mein Weg dorthin war allerdings nicht immer leicht, alles verlief auf Umwegen. Um die Kostenübernahme für die Ausbildung zur Psychologischen Beraterin musste ich zum Beispiel regelrecht kämpfen. Das Arbeitsamt wollte mich damals zur Grundsicherung verdonnern und mich vom ersten Arbeitsmarkt nehmen. So etwas macht mich wütend und traurig und erfordert manchmal Geduld, doch letztendlich habe ich mich durchgesetzt. Man darf nicht aufgeben und sich schon gar nicht von anderen einreden lassen, dass man etwas nicht kann. Viele Wege führen nach Rom. Man muss sich nur klare Ziele setzen, die man im Rahmen seiner Möglichkeiten umsetzt. Wenn ich keine Raumfahrerin werden kann, so kann ich doch in einem Raumfahrtzentrum arbeiten, und bin meinem Traum so ein Stückchen näher.

Foto: Paula Markert

Tim Rehberg
IT-Berater bei Auticon

Vielleicht ist mein Autismus der Grund dafür, dass ich gut in meinem Job bin, vielleicht auch nicht. Behindert hat er mich zumindest nie. Schon mit acht Jahren wollte ich Informatiker werden. Als ich zehn war, habe ich ein Informatik-Fernstudium begonnen. Mathe auf Hochschulniveau war in dem Alter natürlich nicht immer einfach. Aber ich habe es geschafft und das Studium erfolgreich abgeschlossen.

Die Schule war für mich dagegen eine einzige Hürde – vor allem wegen der starren Regeln und der fehlenden Flexibilität. Dem Lehrplan war ich immer voraus. Bei der Einschulung konnte ich bereits lesen und schreiben. Als wir in der ersten Klasse jede Woche einen neuen Buchstaben lernten, habe ich mich schnell gelangweilt.

Das Schöne an meinem Job bei Auticon ist, dass jeder Auftrag anders ist. Meine Aufgaben sind zum Beispiel Softwaretests oder Code Reviews, und ich arbeite bei Unternehmen vor Ort. Trotz Autismus fällt mir der Umgang mit Menschen nicht schwer, und ich kann mit dem Kunden Lösungen für Probleme finden, die er selbst vielleicht nicht vollständig versteht.

Manchmal ist es bestimmt nicht einfach, meine Prozesse nachzuvollziehen. Aber anders als in der Schule werde ich jetzt nach dem Ergebnis beurteilt. Ich muss keine Rechenwege einhalten oder erklären, wie ich zu einer Lösung gekommen bin. Auf Auticon selbst bin ich durch einen Zeitungsartikel aufmerksam geworden. Ich fand es zunächst ungewöhnlich, dass ein Unternehmen ausschließlich IT-Consultants mit Autismus beschäftigt. Hier anzufangen, bedeutete für mich, mich zu meinem Autismus zu bekennen und zu sagen: Ich trage dieses Label nicht nur, sondern ich arbeite und werbe damit. Das war schon ein großer Schritt. Aber hier kann ich die Arbeit an meine eigenen Bedürfnisse anpassen. Ich kenne sehr viele Leute, Autisten und Nichtautisten, denen die Rücksicht, die hier genommen wird, sehr helfen würde.

Foto: Paula Markert

Judith Hartmann
Fachanwältin für Sozialrecht in eigener Kanzlei

Als Kind wollte ich alles Mögliche werden. Damals habe ich keinen Gedanken an mögliche Einschränkungen durch meine Gehörlosigkeit verschwendet. Letztendlich wollte ich mich für die Rechte anderer einsetzen, deswegen bin ich Rechtsanwältin geworden.

Ich vertrete sowohl nicht behinderte als auch behinderte Menschen. Meine Gebärdensprachkenntnisse und auch meine Sensibilität für die Belange von anderen Menschen mit verschiedenen Behinderungen kommen mir dabei natürlich zugute, vor allem bei der Vertretung gehörloser Menschen. Trotz meines Handicaps sehe ich mich aber nicht als „besondere“ Rechtsanwältin und möchte nicht auf die „Behindertenschiene“ reduziert werden, allerdings bin ich mir meiner Vorbildfunktion bewusst.

Bis hierhin war es aber ein weiter Weg mit so manchen Herausforderungen. Nach meinem Realschulabschluss habe ich erst eine Ausbildung zur Vermessungstechnikerin absolviert. Nach kurzer Berufstätigkeit ging es dann erneut an eine Schule für Hörgeschädigte, wo ich auf dem zweiten Bildungsweg mein Abitur nachgeholt habe. Für mein Jurastudium hat es mich nach Hamburg verschlagen, und auch für mein Rechtsreferendariat bin ich hiergeblieben.

Meine Behinderung stand mir dabei nie wirklich im Weg, obwohl es natürlich viele gab, die skeptisch waren, ob gehörlose Menschen einen juristischen Beruf überhaupt meistern können. Früher wurde Gehörlosen oft vom Studium abgeraten, insbesondere hinsichtlich nicht technischer Fächer. Ganz einfach war mein Studium tatsächlich nicht. Ich habe hauptsächlich mit Literatur und Vorlesungsmitschriften von Kommilitonen gelernt. Gebärdensprachdolmetscher für die Vorlesungen waren zum damaligen Zeitpunkt kaum verfügbar. Erst in der Examensvorbereitungsphase habe ich einen guten Lernpartner gefunden, vorher hatte ich wenig Kontakt zu meinen Mitstudenten. Wenn man seinen Traumjob erreichen will, muss man Durchhaltevermögen beweisen und nicht gleich bei den ersten Barrieren aufgeben. Im Leben fliegt einem eben nicht immer alles zu.

Foto: Clemens Zahn

Matthias Anderle
Bäcker bei Konditorei und Bäckerei Weber

Als ich klein war, wollte ich unbedingt Landwirt werden. Ich fand das Traktorfahren toll. Als ich größer wurde, habe ich meine Begeisterung dafür aber verloren. Mein Cousin hat mich auf die Idee gebracht, Bäcker zu werden. Er arbeitet bei der Konditorei und Bäckerei Weber, die in Ammerthal sehr bekannt ist. Ich habe ihn gefragt, ob ich dort arbeiten könnte, und er meinte, das müsse ich den Inhaber Johann Weber persönlich fragen.

Bei einer Kirchweih in Ammerthal bin ich dann direkt zu Herrn Weber gegangen. Er war zwar etwas überrascht, aber sofort einverstanden, und er hat mir angeboten, einfach ein paar Tage bei ihm Probe zu arbeiten. Kurze Zeit später, im August 2002, habe ich meine Ausbildung in der Bäckerei angefangen und wurde danach übernommen.

Meine Arbeit beginnt immer um 2:30 Uhr nachts. Zu arbeiten, wenn die meisten noch schlafen, ist für mich kein Problem. Ich schlafe ja auch, wenn andere Menschen arbeiten. Am Anfang meiner Schicht setze ich immer die Weißbrotgebäcke auf, forme dann die Laugengebäcke, wirke die Brote rund, bereite Bestellungen vor, setze die Kleingebäcke auf und bestücke die Brotwagen für die Öfen. Kurz vor Feierabend bereite ich die Teiglinge für den nächsten Tag vor und reinige alle Geräte und meinen Arbeitsplatz.

Bäcker ist auf jeden Fall mein Traumberuf. Ich mag den Umgang mit Teigwaren. Mir liegt besonders gut, komplizierte Teigwaren anzufertigen, zum Beispiel den „Wiener Sechser“. Das ist ein Zopf aus sechs Strängen. Am liebsten mag ich es aber, Brezeln zu schmeißen. So sagt man im Bäckerhandwerk, wenn man den Laugenteig zu einer Brezel formt. Das schönste Erlebnis in den letzten zwölf Jahren war, als wir für eine karitative Veranstaltung einen 100-Meter-Zopf gebacken haben. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Herr Weber noch lange gesund bleibt und dass das Geschäft genauso gut weiterläuft wie bisher.

Foto: Louis Volkmann

Jennifer Sonntag
Moderatorin von SonntagsFragen beim MDR und ­Sozialpädagogin beim Berufsförderungswerk (BFW) Halle

Meinen Wunsch, Sozialpädagogin zu werden, verstand ich als politisches Statement. Ich wollte aufrütteln, verändern, verbessern. Und ich glaubte an die Hilfe zur Selbsthilfe. Die größte Herausforderung war mein Erblindungsprozess während des Studiums. Ich musste wie eine Sehende funktionieren, obwohl meine Umwelt zunehmend unsichtbarer wurde. Die notwendigen Hilfsmittel standen mir nicht zu, da ich gesetzlich noch als sehend eingestuft wurde. Der „Abstieg“ in die Blindheit war also gleichermaßen ein Aufstieg, weil ich endlich Unterstützung bekam und wieder selbstbestimmt leben konnte.

Nach dem Studium bin ich nahtlos ins Berufsleben am BFW Halle eingestiegen. 2007 kam unerwartet jemand vom MDR in mein Büro. Sie planten eine Doku über blinde und sehbehinderte Rehabilitanden am BFW Halle. Ich war ursprünglich gar nicht das Thema, sondern sollte nur vermitteln. Aber wir fanden spontan Gefallen aneinander, machten ein paar Probeaufnahmen für ein Porträt, es folgte ein Casting, und seitdem moderiere ich einmal monatlich die „SonntagsFragen“ in Leipzig.

In meiner Sendung treffe ich als Blinde auf einen prominenten Interviewgast und erspüre ihn mit Worten. Ich mag es, im Gespräch Prominente dazu zu motivieren, gewohnte Denkräume zu verlassen. Mein Einfühlungsvermögen, meine Extravaganz und meine Lust auf Kommunikation kommen mir bei dieser Arbeit auf jeden Fall zugute. Man muss lernen, sich selbst wichtig und ernst zu nehmen, sonst tut es auch kein anderer. Und dann gibt es Situationen, in denen sollte man sich nicht zu ernst nehmen und behinderungsbedingte Rückschläge nicht überbewerten. Ein Mensch, der seine Potentiale und Grenzen offen beim Namen nennt, wirkt souveräner als ein Befangener, der seine Schwächen dauerhaft vertuschen muss und all seine Kraft in Anpassungsstrategien investiert.

Foto: Dirk Eisemann

Anton Gerk
Metallbearbeiter bei Daimler

Autos mochte ich schon immer. Auf Daimler als potentiellen Arbeitgeber bin ich durch meine beiden Brüder aufmerksam geworden, die auch hier im Bremer Werk arbeiten. Nach drei Praktika und einem Berufsvorbereitungskurs habe ich meine Ausbildung als Metallwerker hier begonnen.

Meine Gehörlosigkeit stand mir dabei nie im Weg. Für mich macht das auch keinen großen Unterschied. Ich möchte mich nicht selbst kleinmachen und sagen: „Ich bin gehörlos. Ich kann dieses oder jenes nicht.“ Das ist nicht meins. Man muss Mut haben, dann hat man auch Erfolg.

Im Sommer bin ich neun Jahre bei Daimler. Zurzeit arbeite ich in der Dauernachtschicht in der Innenbaumontage. Als Nächstes würde ich gerne meine Meisterausbildung für Menschen mit Behinderung machen. Das wird sicher nicht einfach, aber ich lasse mich generell nicht so leicht unterkriegen. Wenn etwas nicht klappt, suche ich eben andere Wege. I

m Berufsalltag bei Daimler unterstützt mich unser Schwerbehindertenvertreter. Wenn irgendwo ein Problem auftaucht, ist er an meiner Seite. Das ist wunderbar. Ganz allgemein würde ich mir wünschen, dass auch andere Personalverantwortliche so offen gegenüber Menschen mit Behinderung sind wie hier bei Daimler. Meine Kollegen und Vorgesetzten behandeln mich wie alle anderen auch, und das ist toll. Als ich ganz frisch hier war, war ich natürlich noch ein bisschen unsicher, brauchte häufiger einen Gebärdensprachdolmetscher und musste den Umgang mit den Kollegen erst einmal lernen. Heute ist der Gebärdensprachdolmetscher nur noch bei den wöchentlichen Teamtreffen oder größeren Veranstaltungen da. Unter den Kollegen verständigen wir uns mit Mimik und Gesten oder schreiben auch mal etwas auf. Man muss sich einfach gegenseitig Mühe geben, dann klappt das auch mit der Kommunikation. Das Wichtigste ist, dass man einander respektiert.


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