Drei Fragen an Mareice Kaiser

Mareice Kaiser ist Journalistin und Mutter. Sie lebt in Berlin und im Internet. Ihre erste Tochter kam 2011 mit einem Gendefekt zur Welt, die zweite zwei Jahre später ohne Behinderung. Über ihr inklusives Familienleben schreibt die bekennende "Hamburgvermisserin" auf ihrem Blog kaiserinnenreich.de.
Ende 2015 ist Mareice Kaisers ältere Tochter im Alter von vier Jahren gestorben. Das folgende Interview entstand wenige Wochen zuvor.
 

Mareice Kaiser

(c) Carolin Weinkopf

Um was geht es in Ihrem Blog „Kaiserinnenreich“?

Ich schreibe über mein Leben mit zwei Töchtern, mit und ohne Behinderung. Von Tagen auf Spielplätzen und Nächten im Krankenhaus, von Klischees und Inklusion, von Bürokratie und Vorurteilen, von Alltag und Glück.

Welche Reaktionen gab es bisher?

Mir fehlten Blogs, auf denen es um ein inklusives Familienleben geht. Also habe ich mein eigenes digitales Kaiserinnenreich gegründet. Reaktionen bekomme ich von Eltern behinderter Kinder; von Menschen, die mit behinderten Kindern arbeiten; und von Menschen, die noch nie Kontakt hatten mit Menschen mit Behinderung. Sie schreiben mir, dass sich ihre Berührungsängste durch meine Texte abbauen, das freut mich sehr.

Können Sie andere Blogs empfehlen?

Der Humor von Liz Birk-Stefanovic, die das Blog „Kiddo the Kid schreibt, gefällt mir sehr. Schön gemacht sind auch „Sonea Sonnenschein“ von Katharina Weides und „Von guten Eltern“ von Anja und Christian Gaca. Für Horizonterweiterungen sorgen auch Frauen wie Anastasia Umrik und Laura Gehlhaar.


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