Was bedeutet Glück für Dich?

Zwei Schüler der Theodor-Frey-Schule in Baden-Württemberg erzählen, was der Glücksunterricht an ihrer Schule für sie bedeutet.

Text: Laura Marleen Kreutz und Julia Moch 
Fotos: Evelyn Dragan

Lee-Ann (17)

Was bedeutet Glück für dich?
Wenn man das Glück hat, Menschen in seinem Leben zu treffen, denen man vertrauen kann und mit denen man Spaß haben kann.
 

Würdest du denn sagen, Glück kann man lernen?
Man kann versuchen, seine Lebenseinstellung zu ändern. Man kann lernen, positiver zu denken und dass andere Menschen einem auch helfen können, wenn man in einer blöden Situation steckt. Und dass man nicht alles mit sich allein klären muss.
 

Hast du auch schon mal Erkenntnisse aus dem Unterricht gezogen, die du ganz praktisch anwenden konntest?
Auf andere Leute offener zuzugehen.
 

Wie machte sich das bemerkbar?
Das waren meistens fremde Menschen, mit denen ich gesprochen habe. Das hätte ich vorher nicht gemacht. Aber das haben wir ja schon im Unterricht geübt. Wir haben mit der BVE-Klasse [eine berufsvorbereitende Klasse an der Schule für Jungen und Mädchen mit einer geistigen Behinderung, Anmerkung der Redaktion] zusammen Unterricht. Die kannten wir ja vorher auch nicht. Im Unterricht haben wir dann viel miteinander geredet und gespielt.
 

Findest du, es sollte an allen Schulen Glücksunterricht geben?
Ja, unbedingt. Man lernt für sein Leben, und man wird zum Beispiel selbstbewusster.

Christian (18)

Was bedeutet Glück für dich?
Glück bedeutet für mich, einfach Freude und Glück zu haben im Leben.

 

Wie gefällt dir der Glücksunterricht?
Ich bin positiv aufgeschlossen. Das Fach hilft mir auch im Alltag weiter.
 

Inwiefern?
Zum Beispiel Teamwork-Übungen, die sind auch für die Arbeitswelt wichtig. Ich lerne, wie ich mit anderen kommunizieren kann. Und wie ich mich selbst verhalten muss.
 

Würdest du sagen, dass der Glücksunterricht dich verändert hat?
Das ist jetzt mein zweites Jahr mit „Glück“. Vorher war ich eigentlich sehr schüchtern und zurückhaltend. Jetzt ist das Gefühl nicht mehr so stark. Ich glaube, das ist auf „Glück“ zurückzuführen. Es hat mich positiv verändert.
 

Findet du, jeder auf der Welt hat das Recht, Glück zu empfinden?
Ja. Jeder hat das Recht, Glück zu erfahren. Warum denn nicht? Jeder hat ein bisschen Glück verdient.
 

Und woher kommt es, dass manche Menschen mehr Glück haben als andere?
Ich glaube, das gleicht sich irgendwann aus. Wenn man so viel Glück auf einmal hat, dann hat man irgendwann nicht mehr so viel Glück.

 

Ist es auch wichtig, manchmal nicht so viel Glück zu haben?
Ich finde, wenn man immer Glück hat, dann wertschätzt man das nicht mehr so und sieht es als selbstverständlich an. Wenn man zwischendurch auch mal Pech hat, dann kann man Glück besser empfinden.


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