Sechs Säulen des Glücks

Eine Fügung des Schicksals, ein flüchtiges Gefühl und ein Lebenszustand:  Das alles ist Glück oder kann es sein. Es verdoppelt sich, wenn man es teilt, und manchen fällt es einfach zu. Andere müssen es sich erarbeiten. Dabei ist die steigende Flut an Ratgeberliteratur nicht immer hilfreich. Doch auch die (seriöse) Glücksforschung lehrt uns: Zufriedenheit ist beileibe keine reine Glückssache. Damit wir glücklich durchs Leben gehen können, müssen einige Rahmenbedingungen stimmen. Die sechs wichtigsten Glückssäulen stellt MENSCHEN. das magazin Ihnen vor.
 

Text:  Astrid Eichstedt

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Freundschaften pflegen, Nähe zulassen

Die Ergebnisse der Glücksforschung lassen keine Zweifel: Den wichtigsten Glücksfaktor stellen stabile und konstruktive Beziehungen zu anderen Menschen dar. Allerdings gibt es Liebe und Freundschaft zu Partnern, Freunden und Familie nicht völlig umsonst. Investiert werden müssen Aufmerksamkeit, Verlässlichkeit, Rücksichtnahme sowie Zeit.

Alessandra Schellnegger/Corbis, MENSCHEN. das magazin

Tun, was aus- und
erfüllt

Ob im Beruf oder in der Freizeit – befriedigende Tätigkeiten steigern das subjektive Wohlgefühl. Etwas geleistet oder geschaffen zu haben, erzeugt Erfolgserlebnisse und stärkt das Selbstbewusstsein. Wer in seiner Aktivität aufgeht, fühlt Zufriedenheit. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Menschen, die ehrenamtlich tätig sind, besonders gute Zufriedenheitswerte haben.

Clemens Zahn

Ein sicheres  Einkommen haben

„Geld macht nicht glücklich“, lautet ein Sprichwort. „Aber es beruhigt“, ergänzt der Volksmund. Beides kommt den Ergebnissen der Glücksforschung ziemlich nahe. Zwar ist Geld an sich kein Glücksfaktor, aber in unserer westlichen Gesellschaft gilt: Genügend Geld, um von materiellen Sorgen befreit zu sein, schafft Zufriedenheit und auch Freiheit.

Hybrid Images/cultura/Corbis, MENSCHEN. das magazin

Erreichbare, erfüllende Ziele setzen

Wer seine Ziele so setzt, dass sie werthaltig und für ihn tatsächlich erreichbar sind, legt damit einen Grundstein zum Glück. Werthaltige Ziele sind zum Beispiel das Wohl anderer, die eigene Bildung und die Stärkung zwischenmenschlicher Beziehungen. Sie befriedigen unsere psychischen Grundbedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und Zugehörigkeit in optimaler Weise.

lube/Photocase, MENSCHEN. das magazin

Loslassen lernen

Trauer oder Wut brauchen ihre Zeit. Auf Dauer aber verhindern sie Zufriedenheit und Glücksempfinden, weil sich die negativen Gefühle gegen uns selbst richten. Daher sollten wir lernen, loszulassen, geliebte Menschen gehen zu lassen, wenn es nicht vermeidbar ist. Auch sollten wir lernen, anderen zu verzeihen, damit wir selbst wieder glücklich sein können.

Saimen./Photocase, MENSCHEN. das magazin

Optimismus stärken

Den einen ist er von Natur aus gegeben, die anderen müssen ihn sich erarbeiten: den Optimismus. Es nützt schon, zwischendurch öfter mal die Mundwinkel hochzuziehen! Psychologen empfehlen außerdem, positive Erlebnisse in einem Tagebuch zu notieren, damit die negativen Eindrücke in den Hintergrund treten. Es kommt auf die Gewichtung an!


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