„Darauf fahren wir total ab“

„Zeigen Sie uns Ihr liebstes Hilfsmittel!“ Diesem Facebook-Aufruf sind viele Leser gefolgt und haben Fotos und Geschichten ihrer „Weggefährte(n)“ gepostet. Hier eine kleine Auswahl.

Mobile Kuschelhöhle

Zwischen der vierjährigen Laura (im Foto mit Spielgefährte Dario) und dem Thule Chariot CX 1 war es Liebe auf den ersten Blick. „Wir haben den Wagen auf der Messe Kind + Jugend 2014 in Köln entdeckt“, erinnert sich Lauras Vater Benny Wilhelm. „Sie ist eingestiegen, um ihn auszuprobieren – und wollte einfach nicht mehr raus.“ Für Laura ist der Wagen ein Rückzugsort – sonnengeschützt, wolkenweich, mit Musik und Beleuchtung. www.Laura21.de

Anna Spindelndreier

Rock’n’Roller

„Seit über zehn Jahren wenig gepflegt, nur selten repariert, mit vielen nützlichen Dingen erweitert, von allen bestaunt und von mir mit ganzem Herzen geliebt.“ So beschreibt Michel Arriens seinen Roller, den sein Vater für ihn konstruiert hat und mit dem er seitdem im Abenteuer Leben unterwegs ist. Seinem „besten Freund“ widmet Arriens sogar einen Blog. Unter „Roller & ich“ gibt es unterhaltsame Geschichten aus dem Leben auf drei Rädern. www.rollerundich.wordpress.com

Hochzeitskutsche

„Bei meiner Hochzeit sollte auch mein Rolli perfekt aussehen“, erzählt Petra Strack (auf dem Foto mit ihrem Mann Holger Strack). „Zum Glück brauchte ich sowieso einen neuen Stuhl und habe mir ein Traummodell in Cremeweiß und Glitzer bestellt.“ Ein passender Bezugsstoff und viel Spitze rundeten den festlichen Look ab. Heute nutzt Petra Strack ihren Hochzeitsrollstuhl auch im Alltag. „Aber ohne Spitze.“

Peter Back

Amphibienfahrzeug

Mit seinem Lauftrainer „Brumbrum“ ist Giuliano Pennisi (6) nicht zu halten. Seit drei Jahren erobern die beiden zusammen die Welt – und haben schon einige Abenteuer erlebt. „Einmal ist er in eine riesige Pfütze gefahren, genau in der Mitte stehengeblieben und hat sich von oben bis unten freudig nass gemacht“, erzählt Giulianos Mutter Andrea Pennisi. Brumbrum ist eben ein Gefährt(e) für alle Lebenslagen.

Babytransporter

„Wenn wir mit dem Kinderwagen unterwegs sind, sind wir ein echter Hingucker“, berichtet Sina Gebhardt. „‚Was es alles gibt‘, sagen dann viele und glauben, dass man Kinderwagen für Rollifahrer einfach so kaufen kann.“ Stimmt leider nicht: Monatelang suchten Sina Gebhardt und Alex Ahrens nach einem fahrbaren Untersatz für Söhnchen Bela. „Dann erst haben wir eine Firma gefunden, die uns einen Kinderwagen auf ein Rollstuhlzuggerät montiert hat.“ Das Gefährt ist für die Familie unverzichtbar. „Leider sieht meine Krankenkasse das anders“, so Sina Gebhardt.

Flotter Fanflitzer

Sabine Weinmann ist Eishockeyfan. Seit 1997 drückt sie den Krefeld Pinguinen die Daumen. Das sieht man auch ihrem Rollstuhl „Wilhelm“ an. „Er hat einen Aufkleber, auf dem steht: ‚Nicht hupen, Fahrer träumt von den Krefeld Pinguinen‘“, sagt sie lachend. Klar, dass Wilhelm und Sabine zu vielen Spielen fahren. „Dann heben die anderen Fans uns in den Zug.“


Weitere Artikel

Viel Luft nach oben

Menschen mit Behinderung können noch immer nicht mit derselben Selbstverständlichkeit unterwegs sein wie Menschen ohne Behinderung.

Wo es hakt
Mobilität beginnt im Kopf

Der Wiener Psychologe und Buchautor Georg Fraberger ist ohne Arme und Beine ausgesprochen mobil. Im Gespräch erklärt er, worauf es im Leben tatsächlich ankommt.

Interview mit Georg Fraberger
Wie geht’s voran?

Wie einfach ist es für Menschen mit Behinderung, in Deutschland uneingeschränkt mobil zu sein? Wir haben vier Experten befragt.

Statements Mobilität

In Vorfreude Gutes tun

Dein perfektes
Weihnachtsgeschenk

Ein Jahreslos der
Aktion Mensch

Jetzt Los kaufen

So kannst du beitragen

Freiwillig engagieren oder Projekt starten

Über Inklusion informieren

Die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen

MENSCHEN. das magazin

Autoren MENSCHEN. das magazin im ZDF

Noch kein
Geschenk?