Warum bin ich so fröhlich?

Hängt das persönliche Lebensglück davon ab, ob man eine Behinderung hat oder nicht? Nein, meint Bloggerin Cinderella Glücklich. Auf die Haltung kommt es an.
 

Annibell82/Fotolia

Text Cinderella Glücklich

 

Warum bin ich so fröhlich, so fröhlich, so fröhlich? Immer, wenn ich dieses Lied höre, kann ich einfach nicht anders – mein ganzer Körper wippt im Takt, ich grinse von einem Ohr zum anderen und sehe eine kleine gelbe Zeichentrickente mit orangefarbenem Schnabel vor meinem inneren Auge. Alfred J. Kwak, der Held meiner Kindheit. Alfred und ich sind uns ziemlich ähnlich, wenn ich ehrlich bin. Nicht nur, weil wir beide viel zu früh schlüpften und einen schwierigen Start ins Leben hatten. Wir tapsen einfach immer weiter neugierig durch die Welt, egal, ob wir uns ganz okay fühlen oder ob wir schaurig traurig sind.

(c) Alea Horst

Die 23-Jährige Cinderella Glücklich studiert Journalismus und Unternehmenskommunikation und setzt sich intensiv mit Inklusion auseinander – unter anderem in ihrem Blog.
www.cinderella-gluecklich.de/blog

Ganz gleich, wo ich gerade unterwegs bin: Ich treffe Menschen, die immer nur schaurig traurig sind und sich fragen, was sie auf dieser Welt eigentlich zu suchen haben. Ich begegne Menschen, die sich ganz okay fühlen, aber irgendwie auch nicht. Und ich lerne Menschen kennen, die sind nicht nur ausgesprochen fröhlich und erstaunlich gelassen, sondern sogar ziemlich glücklich.

Immer wieder frage ich mich bei diesen Begegnungen: Wie machen die das? Eigentlich ist es ziemlich einfach. Sie sind eben von allem ein bisschen und finden das total in Ordnung. Sie fragen sich nicht, was wäre wenn, haben keine Angst davor, was ihre Mitmenschen darüber denken könnten, dass sie so sind, wie sie sind. Sie konzentrieren sich auf die Gegenwart, das Jetzt, und machen sich nur selten Gedanken darüber, was in Zukunft alles passieren könnte. Sie haben eine optimistische Grundeinstellung und ihr Ziel ist es, das Leben mit seinen Höhen und seinen tiefen zu lieben.

Auch, wenn diese Menschen eine Behinderung haben und wieder einmal vor einer der zahlreichen Barrieren stehen, die es in unserer Gesellschaft noch gibt, geben sie nicht auf. Ihr Geheimnis ist, dass sie sich auf die berühmten kleinen Dinge konzentrieren, die ihnen Freude machen. Für den einen reicht schon ein Stück seiner Lieblingsschokolade, um wieder gute Laune zu bekommen. Ein anderer blickt wieder glücklich in die Zukunft, nachdem er endlich den lästigen Papierkram erledigt hat, der sich schon seit Wochen auf dem Schreibtisch stapelt.

Ganz besonders wichtig für das persönliche Glück sind aber auch Freunde. Bei einem gemeinsamen Filmabend zum Beispiel kann man nicht nur Ideen entwickeln, wie man ein Problem am besten lösen kann, sondern auch ein Team bilden, mit dem man eine Hürde gemeinsam überwindet. Meine persönliche Glücksformel lautet also: Fröhliche Musik + kleine Freuden + gute Freunde = Glück.


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