Barriere-Freiheit: Zahlen und Fakten

Wo ist Barriere-Freiheit wichtig?

Wenn Inklusion wahr werden soll:

Dann muss es bei vielen Sachen Barriere-Freiheit geben.

Bei der Arbeit: Gleiche Möglichkeiten

für Menschen mit und ohne Behinderung

Immer mehr Menschen mit Behinderung

bekommen einen Arbeits-Platz auf dem 1. Arbeits-Markt.

Das bedeutet:

Menschen mit Behinderung arbeiten da,

wo Menschen ohne Behinderung arbeiten.

Zum Beispiel:

  • Im Büro,
  • im Super-Markt
  • oder in einem großen Betrieb.

Trotzdem ist es für Menschen mit Behinderung

immer noch sehr schwer einen Arbeits-Platz zu finden.

Deshalb haben sie oft viel länger keine Arbeit-Platz,

als Menschen ohne Behinderung.

Viele Arbeit-Nehmer wollen keine Menschen mit Behinderung.

Sie bezahlen lieber eine Ausgleichs-Abgabe.

Das ist Geld.

Das Geld müssen Arbeit-Geber bezahlen:

Wenn sie Menschen mit Behindern keine Arbeits-Plätze geben.

In der Schule: Vielfalt in der Schule

Zeichnungen: ©Reinhild Kassing


Das bedeutet:

Kinder mit und ohne Behinderung

müssen in eine Schule gehen können.

Sie müssen zusammen lernen.
 

Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

Damit sie verstehen:

Dass Menschen ganz verschieden sind.

Und jeder Menschen gleich wichtig ist.

Egal, ob er eine Behinderung hat.

Oder ob er keine Behinderung hat.

Dann können erwachsene Menschen mit und ohne Behinderung:

  • Gut im Beruf zusammen arbeiten.
  • Und sie machen in der Freizeit viele Sachen zusammen.

Viele Schulen haben schon etwas dafür getan:

Dass Kinder mit und ohne Behinderung

zusammen lernen können.

  • Es gibt Fahrstühle für Kinder im Rollstuhl.
  • Es gibt zum Beispiel Texte:

In einfacher Sprache und in Leichter Sprache.
Damit jedes Kind gut lernen kann.

  • Und es gibt Computer mit Sprach-Programmen.
    Damit blinde Kinder lesen können,
    was der Lehrer sagt.
Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

Alle diese Sachen sind ein guter Anfang

für Barriere-Freiheit in der Schule

Aber es muss noch viel mehr getan werden.

Denn erst wenn Barriere-Freiheit in der Schule normal ist.

Dann können alle Kinder dabei sein.

Und können überall mit-machen.

Beim Wohnen: Menschen mit Behinderung
müssen selbst-bestimmt leben können
 

Viele Menschen mit Behinderung leben in Wohn-Heimen.

Obwohl es schon viele verschiedene Wohn-Möglichkeiten

für Menschen mit Behinderung gibt.

Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

Zum Beispiel:

  • Wohnen in der eigenen Wohnung mit Assistenz,
  • oder betreutes Wohnen in einer Wohn-Gruppe.

In verschiedenen Gesetzen steht:

Das Menschen mit Behinderung Unterstützung bekommen können.

  • Wenn sie in einer eigenen Wohnung wohnen wollen.
  • Oder wenn sie in einer betreuten Wohn-Gruppe leben wollen.

Aber leider ist das oft noch nicht so.

Wenn Menschen viel Unterstützung brauchen.

Dann können sie oft nicht selbst bestimmen:

  • Wo sie wohnen wollen.
  • Oder wie sie wohnen wollen.

Barriere-freie Wohnungen

Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

In Deutschland gibt zu wenig barriere-freie Wohnungen.

Zum Beispiel:

  • Für Menschen mit Behinderung
  • oder für ältere Menschen.

Deshalb müssen noch viel mehr
barriere-freie Wohnungen gebaut werden.
Das ist wichtig!

Damit Menschen mit Behinderung selbst bestimmen können:

  • Wo sie leben wollen.
  • Wie sie wohnen wollen.

In der Freizeit: Inklusive Freizeit-Angebote

Es gibt viele verschiedene Behinderungen.

Damit die Menschen überall dabei sein können:

Muss es auch verschiedene Hilfen geben.

  • Menschen mit Hör-Behinderung brauchen zum Beispiel:
  • Untertitel im Kino.
    Damit sie lesen können,
    was die Schau-Spieler sagen.
  • Bei Vorträgen und im Museum
    muss es Gebärden-Sprach-Übersetzer geben.
Zeichnungen: ©Reinhild Kassing
  • Blinde Menschen brauchen zum Beispiel:
  • Sprach-Ansagen im Museum
  • und Bild-Erklärungen bei Filmen im Kino.
  • Rollstuhl-Fahrer brauchen zum Beispiel:
  • Rampen vor dem Haus.
    Damit sie ins Museum rein kommen.
  • Und besondere Toiletten für Rollstuhl-Fahrer

Bei der Kommunikation: Viele Möglichkeiten,
damit Menschen mit-einander sprechen können.

Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

Kommunikation bedeutet:

Menschen sprechen mit-einander.

Das kann sich ganz verschieden an-hören.

Oder kann ganz verschieden aus-sehen.

Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

Die meisten Menschen benutzen die Laut-Sprache.

Das bedeutet:

Sie sagen Worte mit dem Mund

und ein anderer Mensch hört zu.

Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

Manche Menschen können aber nicht sprechen.

Oder sie können nicht hören.

Menschen mit Hör-Behinderung

sprechen zum Beispiel mit den Händen.

Sie haben eine eigene Sprache: Die Gebärden-Sprache.

Wenn Menschen mit einer Hör-Behinderung

mit anderen Menschen sprechen wollen.

Und diese Menschen keine Hör-Behinderung haben.

Dann brauchen sie einen Gebärden-Sprach-Übersetzer.

Ein Gebärden-Sprach-Übersetzer

kann die Gebärden-Sprache.

Und er kann die Laut-Sprache.

Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

Bei der unterstützten Kommunikation:

Manche Menschen können nicht sprechen.

Und sie können keine Gebärden-Sprache.

Weil sie sich nicht so gut bewegen können.

Oder weil sie sich gar nicht bewegen können.

Dann brauchen sie andere Hilfs-Mittel.

Zum Beispiel.

  • Bild-Tafeln

Dann können sie auf die Bilder zeigen.

Damit andere Menschen verstehen:

Was sie sagen wollen.

  • Oder ein Sprach-Gerät mit einer Bild-Tafel.

Auf der Bilder-Tafel sind viele verschiedene Bilder.

Zum Beispiel:

  • Eine Uhr,
  • eine Banane
  • oder ein Mensch, der müde ist.
Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

Diese Bilder kann können die Menschen

mit den Fingern antippen.

Dann sagt das Gerät zum Beispiel:

  • Wie viel Uhr es ist.
  • Das der Menschen eine Banane haben möchte.
  • Oder das der Mensch müde ist.

Das Sprach-Gerät mit der Bilder-Tafel

heißt in schwerer Sprache: Talker

Das ist ein englisches Wort.

Es wird so gesprochen: Toker

Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

Die Bilder vom Talker

können auch mit den Augen aus-gewählt werden.

Das ist für Menschen,

die sich nicht bewegen können.

Für diese Menschen gibt es auch besondere Hilfs-Mittel,

wenn sie am Computer arbeiten wollen.

  • Sie können mit den Augen
    Buchstaben an einem Gerät angucken.
    Damit können sie Texte am Computer schreiben.
  • Oder sie können ihre Texte laut sprechen.
    Und mit einem besonderen Sprach-Programm

werden die Texte dann am Computer geschrieben.

Bei Leichter Sprache

Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

Für Menschen mit Lernschwierigkeiten

ist Sprache oft eine große Barriere.

Denn viele wichtigen Informationen

gibt es nur in schwerer Sprache.

Zum Beispiel:

  • Briefe von Ämtern,
  • Informations-Blätter von den Kranken-Kassen
  • oder die Informations-Schilder im Rathaus.

Deshalb brauchen Menschen mit Lernschwierigkeiten

Texte in Leichter Sprache.

  • Damit sie überall dabei sein können.
  • Und damit sie überall mit-machen können.

Für Texte in Leichter Sprache gibt es bestimmte Regeln.

Diese Regeln haben sich Menschen mit

und ohne Lern-Schwierigkeiten zusammen überlegt.

Und haben sie auf-geschrieben.

In den Regeln steht zum Beispiel:

  • Schreiben Sie kurze Sätze,
  • Benutzen Sie bekannte Wörter.
  • Nehmen Sie eine große Schrift.

Damit viele Menschen die Texte gut lesen können.

Bei den Medien:

Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

Medien sind zum Beispiel:

  • Das Fernsehen,
  • die Zeitung
  • oder der Computer.
Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

Menschen mit Behinderung benutzen den Computer:

Damit sie bei vielen Sachen mit-machen können.

Zum Beispiel:

  • Sie können sich im Internet mit Freunden verabreden.
  • Sie können E-Mails an die Familie schreiben.
  • Sie können Zuhause arbeiten.

Und sie können im Internet einkaufen.

Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

Das ist besonders wichtig für Menschen mit Behinderung:

Die ihre Wohnung nicht verlassen können.

  • Weil sie eine sehr schwere Behinderung haben.
  • Oder weil sie viel Unterstützung brauchen.

Damit sie bei verschiedenen Freizeit-Angeboten mit-machen können.

Deshalb muss das Internet barriere-frei sein.

Damit alle Menschen mit Behinderung

das Internet benutzen können:

Sind viele verschiedene barriere-freie Angebote wichtig.

Zum Beispiel Internet-Seiten:

  • In Leichter Sprache
    für Menschen mit Lern-Schwierigkeiten,
  • in Gebärden-Sprache
    für gehörlose Menschen,
  • mit Sprach-Ausgabe für blinde Menschen

und für Menschen, die nicht lesen können.

Sprach-Ausgabe bedeutet:

Man kann sich Texte von den Internet-Seiten vorlesen lassen.

Seit dem Jahr 2011 gibt es eine neue Regel.

Diese Regeln heißt in schwerer Sprache:

Barriere-freie-Informations-Technik-Verordnung 2.0

Die Abkürzung dafür ist: BITV 2.0

In der Regel steht zum Beispiel:

Internet-Seiten müssen barriere-frei sein.

Zum Beispiel auf die Internet-Seiten von allen Ämtern.

Beim Smart-Phone: ein wichtiges Hilfs-Mittel
für viele Menschen mit Behinderung

Das Smart-Phone ist ein Telefon.

Es wird so gesprochen: Smart fon.

Und es wie ist ein kleiner Computer.

Menschen mit einer Seh-Behinderung

können ihr Smart-Phone als Hilfs-Mittel benutzen.

Denn Sie können bei ihrem Smart-Phone genau einstellen:

Was sie brauchen.

Zum Beispiel:

  • Sie können sich die Uhr-Zeit ansagen lassen.
  • Sie können ihr Smart-Phone als Taschen-Rechner benutzen.
  • Oder sie können das Smart-Phone
    als Vergrößerungs-Glas benutzen.
    Damit sie Buchstaben besser lesen können.

Sie können sich verschiedene Programme

auf ihr Smart-Phone runter-laden.

Diese Programme heißen Apps.

Das wird so ausgesprochen: Epps.

Runter-laden bedeutet:

Sie gehen mit ihrem Smart-Phone ins Internet.

Dann suchen sie sich die Apps,

die sie brauchen.

Und sie speichern die Apps auf ihrem Smart-Phone.

Zum Beispiel:

  • Die App Blind Square

Das wird so ausgesprochen: Bleind skwor

Die App sagt blinden Menschen:

In welcher Straße sie sind.

Oder an welcher Straßen-Kreuzung sie sind.

  • Oder die App Be my eyes
    Das wird so aus-gesprochen: bie mei eis.

Die App können sich blinde Menschen
Straßen-Schilder vorlesen lassen.

0Die moderne Technik hilft vielen Menschen mit Behinderung.

Damit sie überall mit-machen können.

Und damit sie selbst über ihr Leben bestimmen können.

Moderne Technik ist zum Beispiel:

Das Internet, der Computer oder das Handy.

Bei Häuser und Plätzen:
Darf es keine Hindernisse geben

Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

Manche Dinge im Straßen-Verkehr sind schon barriere-frei.

Zum Beispiel gibt es:

  • Fußgänger-Ampeln, die Töne machen.
    Wenn es Rot oder Grün wird.
  • Und Bordstein-Kanten, die ganz flach sind.
    Damit Menschen im Rollstuhl gut über die Straße kommen.
  • Besondere Platten auf dem Bürger-Steig.
    Damit blinde Menschen merken können,
    wo sie lang gehen müssen.
Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

Aber es muss noch viel mehr Sachen geben.

  • Menschen mit Lernschwierigkeiten
    brauchen Schilder in Leichter Sprache.
  • Und es muss Weg-Beschreibungen in Leichter Sprache
    und mit vielen Bildern geben.
    Damit Menschen mit Lern-Schwierigkeiten
    ohne fremde Hilfe den Weg finden.
  • Häuser und Plätze müssen Leit-Systeme
    für blinde Menschen haben.
    Leit-Systeme sind zum Beispiel besondere Platten auf dem Boden.
  • Es muss Tast-Pläne für blinde Menschen geben.
    Das sind zum Beispiel Stadt-Pläne
    zum Tasten mit den Händen.
  • Und es muss viele Schilder in Blinden-Schrift geben.
    Blinden-Schrift wird mit den Händen gelesen.

In Bus und Bahn:
Barriere-frei von einem Ort zum anderen kommen
 

Menschen mit Behinderung

fahren oft mit dem Bus oder der Bahn

Denn viele Menschen mit Behinderung

können nicht selbst Auto fahren.

Sie fahren mit dem Bus oder mit der Bahn.

Wenn sie von einem Ort zum anderen Ort kommen wollen.

Manche Menschen mit Behinderung können kostenlos

mit dem Bus und der Bahn fahren.

Und sie brauchen auch für die Begleit-Person nicht bezahlen.

Das ist für viele Menschen mit Behinderung sehr gut.

Denn sie haben oft nicht so viel Geld.

 

Die Busse und Bahnen dürfen aber keine Hindernisse haben.

Damit Menschen mit Behinderung sie gut benutzen können.

Das Gesetz für Busse und Bahnen wurde geändert.

Zeichnungen: ©Reinhild Kassing

Das Gesetz für Busse und Bahnen heißt in schwerer Sprache:

Personen-Beförderungs-Gesetz.

In dem Gesetz stehen viele Regeln.

Seit dem Jahr 2012 gibt es eine neue Regel

für Busse und Bahnen.

In der Regel steht:

Alle Busse und Bahnen müssen barriere-frei werden.

Das muss bis zum Jahr 2022 gemacht werden.

Die Begleitung muss auch kein Geld bezahlen.

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