Darsteller kennen-lernen

Julia Nickel (12 Jahre alt)

An Land kann ich nicht laufen.

Ich falle hin.

Ich kann im Wasser laufen.

Ich gehe einmal in der Woche oder öfter ins Schwimmbad.

Ich liebe Schwimmen und Rutschen.

Ich gehe mit vielen anderen Schülern auf eine Schule.

An meiner Schule gibt es Schüler mit und ohne Behinderungen.

Ich habe viele Freundinnen.

Ich mag die Schulfächer Mathe und Sport am liebsten.

Ich gehe mit vielen anderen Schülern auf eine Schule.

An meiner Schule gibt es Schüler mit und ohne Behinderungen.

Ich habe viele Freundinnen.

Ich mag die Schulfächer Mathe und Sport am liebsten.

Ich habe einen Sprach-Computer.

So bringe ich meinem Sprach-Computer neue Wörter bei:

Ich schreibe das Wort in den Computer.

Dann suche ich ein Bild zu dem Wort aus.

Der Computer spricht das Wort für mich.

Wenn der Computer das Wort komisch spricht,

ändere ich etwas im Computer.

 

Ich liebe Schokolade.

Zum Beispiel:

Schokoladen-Eis,

Schokoladen-Pudding, Kakao,

Tafel Schokolade aus Vollmilch.

Ich finde: Schokolade muss sein.

Ich fahre sehr gut Bobby-Car.

Von allen Schülern in meiner Klasse fahre ich am besten Bobby-Car.

Wenn wir beim Schul-Sport Bobby-Car fahren,

bin ich die Schnellste von allen.

Ich wünsche mir ein Hand-Bike.

Das spricht man so: Händ-Baik.

Ein Hand-Bike kann man mit Rollstuhl benutzen.

Mit einem Hand-Bike ist man besser und schneller unterwegs.

Ich bin in einem Sport-Verein.

Der Sport-Verein heißt MTW Wheelers.

Wir machen Rolli-Sport.

Fast alle in dem Sport-Verein haben ein Hand-Bike.

 

Ich fahre sehr oft Fahrrad.

Zum Beispiel zu meiner Oma.

Der Weg ist hin und zurück 12 Kilometer lang.

Der Weg hat viele Berge.

Ich schaffe den Weg gut,

weil ich starke Beine habe.

Ich habe zwei Schwestern: Sophia und Lisa.

Mit meinen Schwestern spiele ich gerne Karten.

Am liebsten spielen wir Uno.

Wir spielen auch gerne Krankenhaus: Ich bin dann die Ärztin.

Meine Schwestern sind die Krankenschwestern

oder die Patienten.

 


Denise Schindler (30 Jahre alt)

Fahrrad fahren ist sehr wichtig für mich.

Mit dem Fahrrad kann ich überall hin.

Ich komme auf jeden Berg.

Es gibt keine Grenzen.

Fahrrad fahren ist für mich Freiheit.

Meine Bein-Prothese ist für mich ganz normal.

Ich ziehe sie an, wie andere Leute einen Schuh anziehen.

Ich habe 5 Prothesen:

  • eine für jeden Tag
  • eine zum Baden
  • 3 für verschiedene Fahrräder

Meine Prothesen stehen in meinem Kleider-Schrank.

Ich halte Vorträge für Firmen-Mitarbeiter und für Schüler.

Mit meinen Vorträgen helfe ich Menschen.

Ich sage ihnen, wie sie mehr schaffen können.

Ich esse total gerne Salat.

Salat muss bunt und gesund sein.

Dazu trinke ich gerne grünen Tee und

ein dickflüssiges Getränk aus Obst und Gemüse.

So ein Getränk heißt: Smoothie.

Das spricht man so: Smu-si.

Salat, grüner Tee und Smoothie ist das beste Essen für mich.

Was ich gerne an meinem Körper mag?

Ich mag meinen Po.

Ich bin ja Radfahrerin und vom Rad fahren bekommt man einen schönen Po.

Ich richte gerne Wohnungen mit neuen Möbeln ein.

Zum Beispiel Wohnungen von meinen Freunden oder meine eigene Wohnung.

Ich suche oft im Internet nach tollen Möbeln.

Das mache ich manchmal viele Stunden lang.

Ich habe zwei besondere Preise gewonnen.

Im Jahr 2012 habe ich bei den Paralympischen Spielen mitgemacht:

Bei einem Straßen-Rennen habe ich eine Silber-Medaille gewonnen.

Bei einem Fahrrad-Rennen auf einer Rad-Bahn bin ich zum zweiten Mal
Welt-Meisterin geworden.

Das war im Jahr 2015.


Marcel Wienands (24 Jahre alt)

Ich bin ein großer Fußball-Fan.

Das spricht man so: Fän.

Ich bin Fan von Borussia Dortmund.

Ich bin oft im Fußball-Stadion.

Im Fußball-Stadion sind die Fans von Borussia Dortmund

fast alle auf der Süd-Tribüne.

Die Stimmung auf der Süd-Tribüne ist super.

In meiner Familie bin nur ich Fan von Borussia Dortmund.

Alle anderen in meiner Familie sind Fans von Borussia Mönchengladbach.

Ich habe immer meinen Blinden-Stock dabei.

Man kann den Blinden-Stock falten.

Dann passt er in meine Tasche.

Der Blinden-Stock hilft mir, wenn ich unterwegs bin.

Er ist aber auch für andere Sachen gut.

Zum Beispiel beim Karneval:

Ich war als der Böse von Star Wars verkleidet.

Mein Blinden-Stock war das Laser-Schwert.

Ich mache ein Studium an der Uni.

Meine Studium heißt: Sportmanagement und Kommunikation.

Nach dem Studium kann ich zum Beispiel

als Chef bei einem Sport-Verein arbeiten.

Nach zwei Jahren Studium wurde ich blind.

Ich mache das Studium aber weiter.

Ich liebe Sport.

Später möchte ich bei einer Zeitung arbeiten.

Da möchte ich Texte über Sport schreiben.

Mein größter Traum ist, als Chef bei Borussia Dortmund zu arbeiten.

Vor dem Studium musste ich eine Sport-Prüfung machen.

Bei der Prüfung darf man nur einen Fehler machen.

Ich habe ganz am Anfang schon einen Fehler gemacht.

Ich hatte Angst, dass ich es nicht schaffe.

Aber ich habe die Prüfung bestanden.

Ich bin erst mit 21 Jahren blind geworden.

Ich habe eine Krankheit.

Wegen der Krankheit bin ich blind geworden.

Ich musste für die Uni lernen und ich musste lernen,

wie ich mit meiner Behinderung gut leben kann.

Das war sehr viel.

An der Uni gibt es Beratung für Menschen mit Behinderungen.

Die Beratung hat mich gut unterstützt.

Meine Familie und meine Freunde haben mich gut unterstützt.

Mein Blinden-Stock hilft mir jeden Tag und

mein Handy hilft mir jeden Tag.

Mein Handy nutze ich so:

Ich sage, was das Handy machen soll.

Dann macht das Handy, was ich gesagt habe.

Es gibt viele gute Programme für Handys.

Die heißen: App.

Das spricht man: Äp.

Mit einer App kann ich Fotos von Texten machen.

Die App liest mir die Texte dann vor.

Eine andere App sagt mir, welche Farbe etwas hat.

Eine andere App hilft mir im Kino: Sie sagt mir, was der Film zeigt.

Ich spiele sehr gerne Blinden-Fußball.

Das mache ich, seit ich blind bin.

Eine Freundin hatte die Idee.

Das erste Spiel war schwer für mich.

Da waren so viele Stimmen,

zum Beispiel von Mitspielern und Gegnern.

Ich habe mich aber schnell daran gewöhnt.


André van Rüschen (44 Jahre alt)

Mit meinem Exo-Skelett kann ich stehen und gehen.

Es war ein ganz tolles Gefühl,

als ich zum ersten Mal wieder stehen konnte.

Ich ziehe das Exo-Skelett an.

Dann starte ich es mit meiner Uhr.

Das Exo-Skelett hat kleine Motoren.

Die Motoren bewegen die Gelenke von dem Exo-Skelett.

So kann man mit dem Exo-Skelett gehen.

Wenn ich mich nach vorne lehne, geht das Exo-Skelett los.

Ich hatte einen Unfall.

Seit dem Unfall habe ich eine Querschnitts-Lähmung.

Ich war 10 Jahre lang im Rollstuhl.

Ich habe immer gehofft, dass Forscher lernen,

wie Menschen wieder gehen können.

Zum Beispiel, wie man Nerven wieder verbinden kann.

Ich dachte nicht, dass man dafür eine Maschine bauen kann.

Es gibt eine Maschine, mit der Menschen wieder gehen können.

Die Maschine heißt: Exo-Skelett.

Aktion Mensch hat mich gefragt,

ob wir einen Film über das Exo-Skelett machen wollen.

Ich fand die Idee toll und habe ja gesagt.

Es hat viel Spaß gemacht, den Film zu machen.

Die Kinder hatten gute Laune.

Die Kamera-Leute waren nett.

Ich finde, dass der Film sehr schön ist.

Im Internet schreiben viele Menschen, dass sie den Film toll finden.

In dem Land Israel gibt es die Firma ReWalk.

Das spricht man so: Ri-Woak.

Es bedeutet: Wieder gehen.

Mein Exo-Skelett ist von der Fima ReWalk.

In Israel leben viele Menschen, die klein und leicht sind.

Ich bin sehr groß und schwer.

Ich bin fast 2 Meter groß und wiege über 90 Kilo.

Deshalb kann ich das Exo-Skelett gut testen.

Für den Härte-Test braucht die Firma Re-Walk

einen großen und schweren Menschen.

Das bin ich.

Ich gehe jeden Tag mit dem Exo-Skelett.

Ich gehe jeden Tag 20 Minuten lang oder länger.

Manchmal gehe ich 4 Stunden lang.

Ich mag das Exo-Skelett lieber als den Rollstuhl.

Im Rollstuhl fällt man mehr auf

und man muss immer nach oben gucken.

Wenn man mit dem Exo-Skelett geht, gehört man mehr dazu.

Vor meinem Unfall habe ich keinen Sport gemacht.

Das ist nach dem Unfall anders geworden:

Ich fahre mit beim Rollstuhl-Marathon in Berlin.

Das habe ich schon 3-mal gemacht.

Ich fahre Hand-Bike und ich spiele Rollstuhl-Basketball.

Leider muss ich viele Dienst-Reisen machen.

Deshalb spiele ich gerade nur selten Basketball.


Dennis Winkens (28 Jahre alt)

Mit dem Greif-Arm kann ich fast alles machen.

Wenn ich in eine kleine Öffnung puste, startet der Greif-Arm.

Ich habe 4 Knöpfe in meiner Kopf-Stütze.

Mit den Knöpfen kann ich den Greif-Arm steuern.

Ich spiele gerne Computer-Spiele.

Zum Beispiel Rennspiele.

Die Computer-Spiele steuere ich mit dem Joy-Stick.

Das spricht man so: Dschoi-Stick.

Jedes Computer-Spiel steuert man anders.

Deshalb ändere ich den Joy-Stick immer wieder.

Ich mache gerne etwas mit Freunden.

Wir gehen zum Beispiel ins Kino oder auf Partys.

Oft sind die Orte schlecht für Rollifahrer:

Es gibt eine Stufe, Treppen oder schmale Türen.

Dann komme ich nicht rein.

Das ist schade.

Ich arbeite in einer Firma.

Ich habe ein iPad.

Das spricht man: Ei-Päd.

In der Firma kann ich diese Sachen mit dem iPad machen:

  • Den Fahrstuhl holen und in das richtige Stockwerk fahren
  • Licht an und aus machen
  • Rollos hoch und runter machen
  • Türen auf und zu machen

Mit dem iPad kann ich zum Beispiel auch

Filme gucken oder ins Internet gehen.

Ich habe 4 Knöpfe in meiner Kopf-Stütze.

Mit den Knöpfen kann ich das iPad steuern.

Das ist mir bei der Arbeit wichtig:

Ich möchte mitarbeiten und meine Ideen sagen.

Mein Chef und meine Kollegen sollen sich meine Meinung anhören.

Wichtig ist mir auch,

dass ich mich mit meinen Kollegen gut verstehe.

Vor 10 Jahren hatte ich einen Unfall.

Vor dem Unfall habe ich Rad-Sport gemacht.

Der Rad-Sport heißt: Downhill.

Das spricht man so: Daun-Hill.

Das ist englisch und bedeutet: bergab.

Downhill geht so:

Man fährt mit einem Fahrrad bergab.

Zum Beispiel im Wald.

Auf dem Weg können Wurzeln und Äste sein.

Man muss sehr schnell fahren.

Der Schnellste gewinnt.

Im Fernsehen sehe ich gerne Filme über Downhill.

Das ist aufregend für mich.

Es fühlt sich an wie selber fahren.

Mit einem französischen 4-Gänge-Menü

kann man mir keine Freude machen.

Am liebsten esse ich Nudeln mit Tomaten-Soße.

Ich esse nur wenig Fleisch.

Nougat-Pralinen kann ich immer essen.


Bertolt Meyer (39 Jahre alt)

Hand von Bertolt

Die Hand ist ein Teil von mir.

Wie man die Hand benutzt, war schwer zu lernen.

Die Hand kann 24 verschiedene Sachen machen.

Sie kann auch sehr schwierige Sachen machen.

Zum Beispiel eine Schleife machen.

Ich steuere die Hand mit meinem Gehirn.

Es zeigt den Muskeln, was sie machen sollen.

Die Hand merkt das.

Sie macht, was das Gehirn zeigt.

Die Hand ist mit meinem Körper verbunden.

Wenn Technik mit dem Körper verbunden ist,

nennt man das auch: bionisch.

Die Hand nennt man: Bionische Hand.

Ich finde spannend:

Anders sein.

Wenn Menschen verschieden sind.

Darüber mache ich Forschung.

Ich war immer anders.

Das habe ich oft gemerkt.

Zum Beispiel: Wenn ich mit 12 Jahren im Freibad war.

Ich mache sehr oft Sport.

Ich laufe und fahre Fahrrad.

Ich laufe ohne die Hand.

Mit Hand fahre ich Fahrrad.

Die Hand hilft beim Fahrrad fahren:

Mit zwei Händen kann man sich besser am Lenker festhalten.

Dann sitzt man sicher auf dem Fahrrad.

Ich mag Elektro-Musik.

Früher habe ich an der Uni in Berlin studiert.

Ich habe bei Partys Elektro-Musik gemacht.

Manchmal mache ich das immer noch.

Dann mache ich Elektro-Musik bei Partys von Studenten.

Elektro-Musik macht man mit dem Computer.

Zuhause habe ich verschiedene Computer für Elektro-Musik.

Es hat viel Spaß gemacht, den Film zu machen.

Es war ein toller Tag.

Die Kinder waren super.

Alle haben sich wohl gefühlt.

Ich habe mir vorher nicht überlegt, was ich im Film sagen kann.

Alles im Film ist echt.

 

Text: © Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Büro für Leichte Sprache

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