Der Bus ohne Dach

Es ist Sommer.
Ich besuche meinen Vater.
Als junger Mann war mein Vater Busfahrer.
Nun lebt er auf einem Bauernhof.
Dort steht auch noch sein alter, kleiner Bus.
Aber mein Vater fährt den Bus nicht mehr.


Mein Vater und ich sitzen draußen.
Wir sitzen im Garten und trinken Kaffee.
Das Wetter ist gut und
mein Vater ist fröhlich.
Er erzählt viel über seine Kühe und Hühner.
Er zeigt mir seine Apfelbäume,
die viele Äpfel tragen.
Dann sagt mein Vater:
Sieh Dir den Bus an.
Das war mein erster Bus.
Nun bin ich schon ein bisschen älter.
Ich will den Bus nicht mehr fahren.
Aber ich will auch nicht,
dass er hier einfach so herum steht.
Ich brauche den Bus nicht mehr.
Ich schenke Dir den Bus.



Ich sage:
Danke Dir, das ist ja fantastisch.
Mein Vater sagt: Gerne.
Ich finde es schön,
wenn der Bus wieder fährt.
Mein Vater gibt mir den Schlüssel vom Bus.
Dann steige ich in den Bus.
Ich fahre los und
winke meinem Vater.


Ich fahre mit dem Bus
nach Hause in die Stadt.
Ich habe gute Laune.
Das Fahren ist nicht schwer.
Aber schon bald muss ich tanken.
Beim Tanken merke ich:
Der Bus braucht viel Benzin.
Er braucht mehr als ein normales Auto.
Weil der Bus so viel Benzin braucht,
ist er sehr teuer.
Meine Laune ist nach dem Tanken
nicht mehr so gut.


Ich fahre weiter in die Stadt.
Dort wohne ich in einer WG.
Bald komme ich
vor dem Haus meiner WG an.
Eigentlich ist dort immer
ein freier Park-Platz.
Ich finde einen Park-Platz,
aber ich kann den Bus nicht parken:
Er ist zu lang für einen normalen Park-Platz.
Ich suche 2 Park-Plätze hinter einander.
Und das ist nicht leicht.


Endlich finde ich 2 Parkplätze.
Ich parke und steige aus dem Bus.
Dann laufe ich zum Haus meiner WG.
In meiner WG sind wir zusammen 3 Leute.
Ben, Uta und ich.
Ich erzähle Uta und Ben von dem Bus.
Uta und Ben sind begeistert.
Sie sagen sofort:
Wir wollen den Bus sehen.
Also gehen wir zum Fenster.
Ich sage:
Da ganz hinten in der Straße steht der Bus.
Ben und Uta
lehnen sich weit aus dem Fenster.
Dann sehen sie den Bus.
Sie staunen und freuen sich.


Dann setzen wir uns
an den Wohnzimmer-Tisch.
Wir trinken Tee und reden.
Nach einer Weile sage ich:
Ja, Leute, der Bus ist schon toll.
Aber der Bus macht auch Probleme.
Uta fragt:
Welche Probleme macht der Bus denn?
Ich sage:
Er ist teuer.


Ben nickt.
Dann sagt er:
Ok, ich verstehe.
Der Bus ist zu teuer für Dich allein.
Willst Du den Bus behalten?
Ich sage sofort:
Ja. Eigentlich schon.
Er ist so schön.
Ich kann ihn nicht weg geben.


Uta denkt nach.
Nach einer Zeit sagt sie:
Hey, ich habe vielleicht eine Idee.
Es ist doch Sommer.
Wir sägen das Dach vom Bus ab.
Ein Bus ohne Dach ist super.
So etwas gibt es in unserer Stadt nicht.
Die Leute wollen bestimmt mit fahren.
Wir machen ein großes Taxi aus dem Bus.
So können wir Geld für den Bus verdienen.


Ben und ich schauen Uta an.
Uta hat immer besondere Ideen.
Diese Idee ist besonders und sehr gut.
Ben fragt Uta:
Meinst du das ernst?
Einen Taxi-Bus ohne Dach?
Uta sagt:
Ja. Genau.
Dann sagt Uta:
Leute, die mit dem Bus fahren wollen,
zahlen ein wenig Geld.
Von diesem Geld kaufen wir Benzin und
bezahlen die Parkplätze.


Ben und ich machen oft,
was Uta sagt.
Diesmal auch.
Wir fahren mit dem Bus
auf einen ruhigen Platz.
Wir nehmen 3 große Metall-Sägen mit.
Dann sägen wir das Dach ab.
Wir bauen auch eine Rampe für Rolli-Fahrer
an den Bus.


Wir fahren mit dem Bus wieder in die Stadt.
In der Stadt halten wir an einer roten Ampel.
Die Menschen sehen den Bus und staunen.
Ein Mann ruft uns zu: Hey.
Euer Bus ohne Dach ist toll.
Kann ich ein Stück mitfahren?
Uta ruft sofort aus dem Bus heraus:
Ja, klar.
Eine halbe Stunde kostet 1 Euro.


Wir fahren mit dem Bus
lange durch die Stadt.
Manchmal halten wir an.
Dann fragen uns die Menschen:
Können wir mitfahren?
Wir sagen:Ja, gerne.
Das kostet 1 Euro für eine halbe Stunde.
Sehr viele Menschen fahren im Bus mit.
Am Abend haben wir genug Geld.
Wir können für eine Woche Benzin kaufen.


Am nächsten Morgen klingelt das Telefon.
Mein Vater ist dran.
Er sagt: Na, mein Sohn.
Wie geht es Dir und Deinem Bus?
Ich lache und sage:
Uns geht es beiden gut.
Und wie geht es Dir?
Mein Vater sagt: Gut, danke.
Ich habe frischen Apfelkuchen gebacken.
Wollt ihr zu mir fahren und
Apfelkuchen essen?
Ich sage: Na klar.
Wir haben Zeit und
dein Apfelkuchen ist der beste.
Wir fahren gleich los.


Wir kommen bei meinem Vater an.
Mein Vater sieht den Bus und staunt.
Dann sagt er:
Der Bus sieht gut aus ohne Dach.
Kommt.
Wir nehmen den Apfelkuchen und
eine Kanne Kaffee mit.
Dann machen wir
einen kleinen Ausflug zum See.
Was meint ihr?
Wir sagen alle:
Au ja, das klingt gut.
Mein Vater sagt:
Aber ich will den Bus selber fahren.
Ich staune.
Dann sage ich: Aber Papa.
Du hast doch gesagt,
dass du nicht mehr Bus fahren willst.
Mein Vater lacht und sagt:
Ja, das stimmt.
Aber bei so einem schönen Bus
habe ich wieder Lust zu fahren.


Wir nehmen den Kuchen und
eine Kanne Kaffee mit in den Bus.
Dann steigen wir ein und
mein Vater fährt los.

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