Demokratie fördern

Grund 3: Inklusion stärkt die Demokratie

Drei Personen unterhalten sich vor einem Rathaus in Gebärdensprache

Ein positiver Nebeneffekt von Partizipation und Inklusion ist, dass gestärkte Menschen Dinge selbst in die Hand nehmen. Sie gründen Selbsthilfegruppen, Vereine, Initiativen, organisieren Bürgerentscheide oder Demonstrationen. Eine Demokratie lebt vom Einsatz der Menschen für ihre Interessen. Ganz konkret bedeutet dies, dass Inklusion die Demokratie stärkt.

Menschen, die sich abgehängt fühlen, zum Beispiel weil sie wenig Geld haben, arbeitslos oder geflüchtet sind oder sich den schnellen Veränderungen durch die Digitalisierung nicht gewachsen fühlen, haben häufig nur wenig Gelegenheit, sich an demokratischen Prozessen zu beteiligen. Eine Behinderung verstärkt diese Tendenz sogar. Diese Menschen nicht allein zu lassen, sondern sie ganz im Gegenteil zu beteiligen, zu stärken, ihnen Chancen zu geben – auch das ist Inklusion.

Menschen, die Entscheidungen aktiv mitgestalten, erfahren Wertschätzung und Achtung. Jeder Mensch hat einen persönlichen Erfahrungsschatz, Kenntnisse und Wissen. Diese wertvollen Ressourcen gingen ohne die Beteiligung dieser Menschen verloren. Zudem engagieren sich viel mehr Menschen ehrenamtlich und übernehmen auch Verantwortung, wenn sie das Gefühl haben, etwas bewirken zu können und beteiligt zu werden. Und das ehrenamtliche Engagement von Vereinen, Initiativen oder bürgerschaftlichen Gruppen ist das Rückgrat der Demokratie.

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