Projektplanung erfordert Zeit und Sorgfalt. Der Aufwand zahlt sich später aus, denn Planung nach der Wirkungslogik hilft dabei, Ihre Zielgruppe genau zu definieren, die Ursachen und Auswirkungen eines Problems auszumachen sowie einen Überblick über bereits bestehende Angebote und Angebotslücken zu bekommen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, die spezifischen Voraussetzungen vor Ort kennenzulernen und herauszufinden, wen Sie für Ihr Vorhaben und damit für Ihr Netzwerk gewinnen könnten.

Die wirkungsorientierte Projektplanung erfolgt in drei Phasen

Wirkung planen

Herausforderungen und Bedarfe der Zielgruppe verstehen, Wirkungsziele setzen, Wirkungslogik formulieren

Wirkung analysieren

Wirkungsanalyse vorbereiten, Indikatoren entwickeln, Daten erheben, Daten analysieren und auswerten

Wirkung verbessern

Lernen und anpassen, über Wirkung berichten

Planung bei Kommune Inklusiv

Die erste Herausforderung bei Kommune Inklusiv war: Kein Projektpartner hatte bisher mit der Methode der Wirkungslogik gearbeitet. Deshalb hat die Aktion Mensch die Projektverantwortlichen trainiert, sie in Workshops mit der Methode vertraut gemacht und qualifiziert. In den Workshops haben die Vertreter*innen der Modellkommunen in Erlangen, Schneverdingen, Nieder-Olm, Rostock und Schwäbisch Gmünd ihre Projekte neu aufgesetzt, Zielgruppen definiert, Bedarfe analysiert und Wirkungsziele formuliert und ihre Inklusionsprojekte nach der Wirkungslogik geplant.

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Sie wollen sich intensiver mit der Wirkungslogik befassen? Die kostenlose Publikation „Kursbuch Wirkung“ ist sehr empfehlenswert.

Das Kursbuch erhalten Sie unter:

www.phineo.org (gedruckte Version)
www.wirkung-lernen.de (digital)
 

Wo stehen Sie mit Ihrem Inklusionsprojekt in der Wirkungsplanung?

Es ist nie zu spät, mit der Wirkungslogik zu arbeiten. Auch Projekte, die schon fortgeschritten sind, können von der Methode profitieren. Der Erfolg inklusiver Projekte bemisst sich daran, wie viel Wirkung sie erzielen – sowohl für die Zielgruppen als auch für die Gesellschaft. Planen Sie Schritt für Schritt, analysieren Sie Zielgruppen, entwickeln Sie Ihre Wirkungslogik.

Zielgruppe, Bedarfs- und Umfeldanalyse

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Für welche Kernzielgruppe möchten Sie eine Veränderung erreichen und wie lautet das zu lösende Kernproblem dieser Zielgruppe? Definieren Sie ihre Zielgruppe, beschreiben Sie Bedarfe und Umfeld. Die Kernzielgruppe sollte weder zu eng, noch zu beliebig gefasst sein. Meist bestehen für eine Zielgruppe mehrere Schwierigkeiten. Versuchen Sie, diese klar zu identifizieren. An dieser Stelle haben wir bei Kommune Inklusiv die Erfahrung gemacht, dass es besonders wichtig ist, alle ersten Ideen und Projektansätze zunächst in den Ideenrucksack zu packen und beiseite zu stellen. Mit unverstelltem Blick lässt sich der Knackpunkt bzw. das Kernproblem besser identifizieren.

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Wirkungsziele formulieren

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Aus der Bedarfs- und Umfeldanalyse lassen sich die Wirkungsziele für Ihre Zielgruppe entwickeln. Versuchen Sie, nicht zwei Ziele miteinander zu vermengen (Indiz ist das Wort „und“), sondern jedes Wirkungsziel getrennt voneinander zu formulieren. Sich mit den Wirkungszielen zu beschäftigen, ist keine einmalige Aufgabe in der Planungsphase, sondern sollte regelmäßig wiederholt werden. Schließlich ändern sich gelegentlich die Bedarfe der Zielgruppen oder auch das Projektumfeld. Je konkreter die Wirkungsziele, desto einfacher sind Monitoring, Evaluation und Wirkungsanalyse.

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Wirkungslogik

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Sobald Sie wissen, wie Sie die Wirkungsziele für Ihre Zielgruppen erreichen können, ist es an der Zeit, die Wirkungslogik Ihres Projektes zu formulieren. Sie bildet schematisch ab, wie das Projekt funktioniert, und welcher Schritt auf welchen folgt. Denken Sie dabei rückwärts! Fangen Sie mit Stufe 7 der Wirkungstreppe an und arbeiten Sie sich dann treppab zu den Leistungen vor. Entlang der Wirkungsstufen lassen sich auch Meilensteine/Etappenziele festlegen.

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