Partizipation für alle

Grundlegend für Partizipation: Barrierefreiheit

Barrierefreiheit macht es überhaupt erst möglich, dass alle Menschen dabei sein können und verstehen, um welche Entscheidungen es geht. Erst dann können sich alle Interessensgruppen aktiv einbringen.

Barrieren sind nicht nur räumliche Hürden wie fehlende Aufzüge oder zu schmale Türen. Es darf auch keine Wahrnehmungsbarrieren geben: Menschen mit Hörbehinderung brauchen auf Veranstaltungen Gebärdendolmetscher*innen, Schriftdolmetscher*innen oder Plätze mit Induktionsschleife.

Verständnisbarrieren gilt es ebenfalls abzubauen. Das heißt, möglichst auf Fachsprache und Fremdwörter zu verzichten und Infos in einfacher oder leichter Sprache bereitzustellen. Das nützt Menschen mit Lernschwierigkeiten ebenso wie Menschen, die nur wenig Deutsch sprechen.

Hilfreiche Links

Warum Barrierefreiheit so wichtig ist und welche Formen der Barrierefreiheit es noch gibt, hat die Aktion Mensch auf ihren Webseiten zusammengestellt.

Die Aktion Mensch fördert Projekte und Maßnahmen zur Barrierefreiheit.

Außerdem bietet die Aktion Mensch Fortbildungen dazu an, wie Sie barrierefreie Veranstaltungen organisieren und barrierefrei kommunizieren.

Empowerment macht Menschen stark für Partizipation

Für ein inklusives Netzwerk in einer Kommune ist es elementar, dass sich auch die Menschen aktiv einbringen, die es nicht gewohnt sind, öffentlich für ihre Interessen einzutreten. Beispielsweise Menschen mit Lernschwierigkeiten oder mit einer seelischen Behinderung. Dafür müssen soziale und emotionale Barrieren fallen: Manche Menschen brauchen ausdrücklich Ermutigung und Unterstützung, sich in politische oder gesellschaftliche Prozesse einzubringen. In der Fachsprache heißt das Empowerment, was übersetzt in etwa Starkmachen und Selbstbefähigung bedeutet.

Das Icon von drei Personen

In Empowerment-Seminaren lernen die Menschen, was sie gut können, was sie wollen und brauchen. Sie werden dabei unterstützt, Ziele für sich zu entwickeln, und sie  erkennen, wie sie diese Ziele selbst erreichen. Die Teilnehmer*innen lernen, wie sie ihr Leben selbstverantwortlich führen. Gleichzeitig sollen sie den Wunsch und das Selbstbewusstsein entwickeln, ihren Willen zu äußern und ihre Interessen öffentlich zu vertreten. Erwünschtes Ziel ist, dass sie zu gesellschaftlichen Akteur*innen werden.

Im Rahmen von Kommune Inklusiv werden zum Beispiel in den Modellkommunen Schwäbisch Gmünd und Erlangen Empowerment-Seminare angeboten. Die Seminare machen die Teilnehmer*innen an mehreren Terminen nach und nach stark dafür, sich in den Prozess von Kommune Inklusiv einzubringen – beispielsweise im Netzwerk mitzuarbeiten, Aktionen zu organisieren oder inklusive Angebote zu leiten. An den Seminaren nehmen nicht nur Menschen mit Behinderungen teil: Auch Integrationsbeauftragte, Vereinsgeschäftsführer*innen und Schuldirektor*innen können bei Empowerment-Schulungen viel über sich selbst und ihre Netzwerkpartner*innen lernen.

Hilfreiche Links

Wenn Sie Empowerment-Seminare in Ihrer Stadt oder Gemeinde organisieren wollen, können Sie sie von der Aktion Mensch finanziell fördern lassen. 

Mehr dazu erfahren Sie unter Förderung beantragen.

Die Interessensvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) beschreibt auf ihrer Webseite ausführlich, was Empowerment ist und wie sich Empowerment-Seminare gestalten lassen – inklusive Materialien und Vorlagen.

Eine Frau mit hochgesteckten Haaren und Brille steht neben einem Whiteboard und hält einen Vortrag.

Mehr zu Partizipation in Kommunen

Partizipation ist, wenn alle mitmachen

Ein Rollstuhlfahrer sitzt zusammen mit anderen in einem Halbkreis

Alle Menschen  vertreten ihre Interessen und setzen ihre Fähigkeiten ein. Und zwar in allen Lebensbereichen: Politik, Wirtschaft, Gesundheit, Mobilität, Kultur, Bildung – das ist Partizipation.

Mehr zu Partizipation erfahren

Partizipation leben

Zwei Frauen unterhalten sich in Gebärdensprache. Ein Mann schaut zu.

Die Kommune fit für die Zukunft machen: Wenn Menschen merken, dass sie in ihrer Kommune etwas bewegen können, dass ihre Meinung zählt und ihre Wünsche berücksichtigt werden, wachsen Vertrauen und Zufriedenheit.

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