Kommune neu kennenlernen

Die ersten Schritte machen

Zu Beginn Ihres Projekts für mehr Inklusion sollten Sie sich genau ansehen, welche Zielgruppen an Ihrem Ort leben. Wo gibt es Probleme oder dringenden Handlungsbedarf, wer setzt sich schon aktiv für Inklusion ein und was läuft schon sehr gut? Die Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes oder eine Art Inventur ist gefragt.

Mehrere junge Menschen mit und ohne Behinderung sitzten gemeinsam in einem Park und schauen in verschiedene Richtungen.

Das empfiehlt die Aktion Mensch:

  • Recherchieren Sie im Vorfeld Ihres Projekts sehr genau und ergebnisoffen: Welche Vereine, Initiativen und Aktionspläne gibt es? Welche Menschen, Aktivist*innen oder Politiker*innen leben bei Ihnen? Wie ist Ihre Kommune finanziell aufgestellt?

  • Suchen Sie sich aktiv neue Partner (schauen Sie über den Tellerrand).

  • Analysieren Sie die Recherche-Ergebnisse und legen Sie Handlungsfelder, Zielgruppen, den Sozialraum und erreichbare Ziele fest.

Wo stehen Sie eigentlich und wo wollen Sie hin?

Eine Dame sitzt mit zwei weiteren Personen an einem Tisch und hält ein Dokument in den Händen.

Nehmen Sie sich vor dem Start Ihres Projekts Zeit, Ihre Zielgruppen und Ihren Ort kennenzulernen. Denn nur wenn Sie Ihre Kommune, Zielgruppen, Vereine, Initiativen und Menschen vor Ort kennen, können Sie entsprechende Angebote aufbauen und echte Veränderung erzielen.

Sie können außerdem unnötige Doppelstrukturen vermeiden, andere inklusive Projekte einbinden und mitnehmen, statt gegen sie in Konkurrenz zu treten. Auch in der Rückschau des Projekts Kommune Inklusiv hat sich gezeigt, dass sich eine sehr detaillierte Bestandsaufnahme später stark auszahlt. Denn es werden im Verlauf des Projekts immer wieder Fragen oder Probleme auftauchen. Haben Sie Ihre Kommune genau untersucht, können Sie auf neue Fragen viel schneller reagieren. In der Modellkommune Nieder-Olm kam nach der Sozialraumanalyse und Zielgruppenbefragung zum Beispiel heraus, dass sich die Menschen vor Ort eine Apothekensprechstunde wünschen. Diese Sprechstunde wurde dann als eine der ersten Maßnahmen umgesetzt, doch es kamen kaum Menschen. Durch die detaillierte Sozialraumanalyse im Vorfeld konnte die Modellkommune sofort ausschließen, dass es vielleicht gar keinen Bedarf gibt. Und so setzte die Modellkommune mit Gracia Schade als Koordinatorin an einer anderen Stellschraube an: dem Ort. Die Apothekensprechstunde wird nun in Wohnheimen der Zielgruppen angeboten. Seitdem nehmen einige Personen an der Apothekensprechstunde teil.

Haben Sie diesen ersten Schritt erledigt, geht es in die Analyse: Was machen Sie mit den gewonnenen Informationen? Welche Handlungsfelder, wie zum Beispiel Freizeit, Arbeit oder Mobilität, wollen Sie wählen? Welche Ziele wollen Sie für welche Zielgruppen erreichen und wo ziehen Sie die örtlichen Grenzen?


Mehr zu den Rahmenbedingungen

Wo stehen Sie?

Ein rotes Icon einer Figur auf hellgrauem Grund.

Menschen, Initiativen, Vereine und Projekte: Wen können Sie für Ihr Projekt gewinnen? In diesem ersten Schritt der Recherche sammeln Sie zunächst einmal Zahlen und Fakten. Nutzen Sie dazu unsere Recherchehilfen.

Situation analysieren

Wo wollen Sie hin?

Ein Icon von einer Lupe.

Haben Sie Ihren Sozialraum genauer untersucht, folgt die Analyse der Daten und Fakten. Welche Zielgruppe und welche Handlungsfelder wollen Sie bearbeiten?

Ziele formulieren