Wann ist es eine „gute Geschichte“?

Eine Frau mit Mikrofon spricht, ein Mann und eine weitere Frau hören zu

Redakteur*innen bekommen jeden Tag unzählige Mails mit Anfragen, Einladungen und Themenvorschlägen. Aus dieser Masse müssen Sie herausstechen! Das gelingt Ihnen, wenn Sie sich überlegen, was an Ihrem Projekt das Neue, Unerwartete, Besondere ist. Dieser Punkt gehört in Ihrer Pressemitteilung oder -einladung in die Überschrift. Haben Sie nicht den Anspruch, Ihr gesamtes Projekt in einem Text zu erklären. Wenn die Reporter*innen einmal da sind, können Sie sie umfassend informieren.

Für diesen Zeitpunkt sollten Sie auch schon Leute aus Ihrem Projekt ausgesucht haben, die mit den Reporter*innen sprechen. Denn die meisten Geschichten lassen sich am besten aus der Sicht von Menschen erzählen, die eine wichtige Rolle in einem Projekt oder bei einem Ereignis spielen und die Expert*innen in eigener Sache sind. Journalist*innen nennen diese Menschen Protagonist*innen. Natürlich müssen diese einverstanden sein und von Ihnen im Vorfeld gut gebrieft werden. Das heißt: Sie sollten mit ihnen beispielsweise besprechen, welche Infos sie weitergeben.

Mehr Tipps finden Sie im "Infoblatt: So schreiben Sie eine Pressemitteilung (PDF)“.

Auf den Punkt kommen

Eine ältere Frau hat einen Hund auf dem Arm und lächelt in die Kamera

In Ihrem Text sollte nicht nur das Neue, Besondere zur Sprache kommen. Auch Ihre Botschaft ist wichtig. Die sollte für die Leser*innen oder Zuschauer*innen wertvoll und interessant sein. Genau wie für den ersten Punkt gilt hier: Weniger ist mehr. EINE Botschaft mehrmals in verschiedenen Wortlauten zu wiederholen ist besser, als fünf Botschaften an die Leser*innen bringen zu wollen.

Wenn Sie Ihren Pressetext per Mail verschicken, sollte das Alleinstellungsmerkmal Ihres Projekts im Betreff vorkommen. Sehr gut sind Signalwörter wie „Erste*r… in der Region/in Deutschland“ oder Superlative wie „beste*r“. Es muss direkt klar werden, worum es geht.

Menschen in den Vordergrund

Natürlich sollten Sie halten, was Sie in der Überschrift versprechen. Nicht jede Veranstaltung eignet sich als Aufhänger für Pressearbeit. Für Reporter*innen ist es beispielsweise schwierig zu berichten, wenn sie einer Reihe von Funktionsträger*innen bei Grußworten und einer Podiumsdiskussion zuhören. Wenn es aber zusätzlich Aktionen von Menschen mit Behinderung oder Geflüchteten gibt, sieht das schon ganz anders aus. Eine Demo, ein Fest oder auch ein Wettkampf bieten gute Bilder für die Medien. Funktionsträger*innen sollten in allen Pressegeschichten eher im Hintergrund bleiben.

Zeit für einen Boxenstopp einlegen

Vier Frauen und ein Mann in verschiedenem Alter sitzen draußen auf Stühlen vor einem Gebäude und sprechen miteinander

Netzwerkarbeit immer wieder überprüfen.

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