Partizipation in der Kommune

Warum Partizipation in Kommunen wichtig ist

Zwei Frauen unterhalten sich in Gebärdensprache und ein Mann ischaut zu.

Wenn Menschen merken, dass sie in ihrer Kommune etwas bewegen können, dass ihre Meinung zählt und ihre Wünsche berücksichtigt werden, wachsen Vertrauen und Zufriedenheit. Weniger Menschen fühlen sich „abgehängt“, sie können sich stärker mit der Kommune, deren Zielen und Projekten identifizieren. Das Gemeinschaftsgefühl wächst. Das macht die Kommune fit für die Zukunft.

Kommunalverwaltung und -politik profitieren zudem vom Wissen und den Fähigkeiten vieler verschiedener Bürger*innen, wenn sie sie an Entscheidungen und Projekten beteiligen. Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund, Senior*innen oder Jugendliche – sie alle wissen selbst am besten, was sie brauchen, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Sie sind Expert*innen in eigener Sache. Und nur mit ihrer Expertise finden Verwaltungen, Organisationen, Institutionen die passende und für alle beste Lösung.

Vielfalt ist Bereicherung. Je mehr unterschiedliche Menschen sich in Planungen einbringen, desto kreativere Lösungen können entstehen. Natürlich sind dabei auch Kompromisse gefragt. Ein blinder Mann hat andere Bedürfnisse als eine Frau mit Migrationserfahrung oder Eltern mit kleinen Kindern.

Werden all diese Interessensgruppen beteiligt und können sie aktiv an Lösungen arbeiten, lernen sie sich gegenseitig besser kennen. Es entsteht mehr Verständnis für getroffene Entscheidungen. Im besten Fall fühlen sich alle Menschen mitgenommen.

Was Kommunen für mehr Partizipation tun können

Der Weg zu einer echten Bürgerbeteiligung kann für manche Kommunen ein dickes Brett sein. Neben den geeigneten Methoden braucht es Mut zur Umsetzung. Partizipation ist ein Prozess, den Sie mit kleinen Schritten beginnen können. Fangen Sie im Quartier an: Beteiligen Sie die Einwohner*innen als Expert*innen für ihr Viertel, beispielsweise bei Stadtteilspaziergängen oder Stadtteilfesten.

Weitere Infos und Unterstützung rund um die Gestaltung von partizipativen Prozessen finden Sie hier:

Das Icon einer Glühbirne.
  • Die Aktion Mensch bietet Seminare dazu an, wie echte Partizipation gelingt. Mehr erfahren Sie unter „Durch Qualifizierung Inklusionsprofi werden“.
  • Das Institut für Partizipatives Gestalten in Oldenburg organisiert für Verwaltung und Politik Trainings und Weiterbildungen in allen Aspekten kommunaler Partizipation.
  • Die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe NRW erarbeitet im Projekt „Politische Partizipation Passgenau“ gemeinsam mit Vertreter*innen von Kommunalverwaltung, Kommunalpolitik und Selbsthilfeorganisationen, wie sich Menschen mit Behinderungen und mit chronischen Erkrankungen besser an politischen Prozessen beteiligen können.
  • Die Stiftung Mitarbeit beschreibt auf ihrer „Wegweiser Bürgergesellschaft“-Webseite Verfahren der Bürgerbeteiligung. Eine wichtige Methode ist die Aktivierende Befragung. Sie bietet sich vor allem in der Stadtteilarbeit an. Die Methode hilft Ihnen, gemeinsam mit den betroffenen Menschen Veränderungen zu bewirken. Zur "Aktivierenden Befragung" hat die Stiftung Mitarbeit auch ein Handbuch veröffentlicht.

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Aktiv für mehr Partizipation

Ein Rollstuhlfahrer sitzt zusammen mit anderen in einem Halbkreis

Alle Menschen vertreten ihre Interessen und setzen ihre Fähigkeiten ein. Und zwar in allen Lebensbereichen: Politik, Wirtschaft, Gesundheit, Mobilität, Kultur, Bildung – das ist Partizipation.

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Grundlagen für Partizipation

Eine Frau mit hochgesteckten Haaren und Brille steht neben einem Whiteboard und hält einen Vortrag.

Barrierefreiheit macht es überhaupt erst möglich, dass alle Menschen dabei sein können und verstehen, um welche Entscheidungen es geht. Erst dann können sich alle Interessensgruppen aktiv einbringen.

Grundlagen für Partizipation schaffen