Nieder-Olm

Ganz in der Nähe der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz liegt die Verbandsgemeinde Nieder-Olm. Sie besteht aus den Ortsgemeinden Essenheim, Jugenheim, Klein-Winternheim, Ober-Olm, Sörgenloch, Stadecken-Elsheim, Zornheim und der Stadt Nieder-Olm. Die beschauliche Gegend rund um die Gemeinden gehört zur Region Rheinhessen und ist vor allem für ihren guten Wein und die Fassenacht berühmt.

In der Verbandsgemeinde ist ein Beirat für Menschen mit Behinderung aktiv. Gemeinsam mit der kommunalen Verwaltung engagiert er sich seit 2010 für das Thema Inklusion. Im gleichen Jahr zeichnete das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Nieder-Olm sogar als "Ort der Vielfalt" aus. Denn die Verbandsgemeinde hat schon Einiges erreicht. 

Die Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung ist hier zum Beispiel in den letzten Jahren gestiegen. Außerdem verschickt die Verwaltung der Verbandsgemeinde wichtige Schreiben inzwischen auch in Leichter Sprache. Amtssprache ist oftmals schwer zu verstehen – nicht nur für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geringen Sprachkenntnissen.

Mit der Initiative Kommune Inklusiv möchte die Verbandsgemeinde Nieder-Olm die Voraussetzungen für Inklusion weiter verbessern. Gerade weil immer mehr Menschen nach Rheinhessen kommen. Sie alle sollen vor Ort uneingeschränkt und vorbehaltslos leben können.

Wer steht im Fokus?

Inklusion betrifft immer alle Menschen. Trotzdem sollen die Bedarfe von Menschen mit Behinderung, Flüchtlingen, Älteren und Jugendlichen in der Verbandsgemeinde besondere Beachtung finden. Ein erstes Ziel ist, vor Ort Bewusstsein für diese Bedarfe zu bilden. Darauf aufbauend möchte das lokale Netzwerk neue inklusive Angebote entwickeln. Alle genannten Gruppen sollen sie gleichermaßen nutzen können. Ein drittes Ziel besteht in der breiten Förderung des Ehrenamts.

So kann beim Wohnen, am Arbeitsplatz, in der Bildung und in der Freizeit Vielfalt selbstverständlich werden. Die Verantwortlichen in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm haben dafür schon ein paar konkrete Ideen: Zum Beispiel einen bunten Nachmittag, bei dem sich unterschiedliche Menschen begegnen, gemeinsam Zeit verbringen und sich kennenlernen können. Außerdem planen sie Frauentreffs, Schulungen für Diversity Management oder Fortbildungen im Bereich der Pflege.  

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Die Vision

"Meine Vision ist, dass in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm alle Menschen selbstverständlich miteinander leben. Menschen höheren und niedrigeren Alters, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlinge."

Gracia Schade, Netzwerk-Koordinatorin des Projekts Kommune Inklusiv, Vorsitzende des Inklusionsbeirats der Verbandsgemeinde Nieder-Olm und Inklusionsbeauftragte des Landkreises Mainz-Bingen

Die Kommune im Überblick

  • Verbandsgemeinde Nieder-Olm, Rheinland-Pfalz
  • 32.393 Einwohner, 444 pro Quadratkilometer
  • Arbeitslosenquote: 3,8 Prozent
  • Verbandsgemeinden-Bürgermeister: Ralph Spiegler (SPD)

Aktuelle Materialien

Aktionsplan Inklusion der Verbandsgemeinde Nieder-Olm
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Aktionsplan Inklusion des Landkreises Mainz-Bingen
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Kurzinterview mit Ralph Spiegler


Kurzinterview mit Gracia Schade

Das Netzwerk in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm

Zentrum für selbstbestimmtes Leben Mainz

Stephan Heym und Gracia Schade

Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Mainz e.V. (ZSL) ist eine Beratungsstelle und Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung. Seit 1993 unterstützt es sie, auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene ein eigenverantwortliches Leben zu führen. Dabei arbeitet das ZSL unabhängig, behinderungsübergreifend und menschenrechtsorientiert. Die Bewerbung für Kommune Inklusiv hat seine damalige Geschäftsführerin Gracia Schade eingereicht. Im August 2017 übernimmt Stephan Heym die Leitung des Zentrums. Momentan ist er noch Geschäftsführer der LAG Selbsthilfe Behinderter e.V. in Rheinland-Pfalz. Die Allgemeine Zeitung Rhein Main berichtete über den Auftakt von Kommune Inklusiv in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm.

Gracia Schade

Portraitfoto von Gracia Schade

Gracia Schade war zehn Jahre lang Geschäftsführerin des Zentrums für selbstbestimmtes Leben Mainz (ZSL). Dieses Amt gab sie im August 2017 ab, um sich als Netzwerk-Koordinatorin mit voller Aufmerksamkeit dem Projekt Kommune Inklusiv widmen zu können. Daneben ist sie Behindertenbeauftragte des Landkreises Mainz-Bingen und Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderung der Verbandsgemeinde Nieder-Olm. Gracia Schade hat Wirtschaftswissenschaften studiert und lebt in der Ortsgemeinde Zornheim.

Verbandsgemeinde Nieder-Olm

Verbandsgemeinden-Bürgermeister Ralph Spiegler spricht

Dem Verbandsgemeinden-Bürgermeister Ralph Spiegler ist Inklusion ein wichtiges Anliegen. Bereits im Herbst 2011 ließ er einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention erstellen. Dieser Aktionsplan war der erste Aktionsplan zu Inklusion in einer rheinland-pfälzischen Verbandsgemeinde überhaupt. Daneben setzt sich die Verwaltung in Nieder-Olm gemeinsam mit dem Beirat für Menschen mit Behinderung für Vielfalt ein. Der Beirat besteht aus acht Bürgerinnen und Bürgern mit Beeinträchtigung, die in der Verbandsgemeinde leben. Auch verschiedene Institutionen, Gruppierungen und politische Parteien sind im Beirat vertreten.

Gesellschaft für ambulante und stationäre Altenhilfe

Eine Frau und ein Mann mit Rollator stehen einander gegenüber

Die gemeinnützige Gesellschaft für ambulante und stationäre Altenhilfe (GFA mbH) ist ein Sozialunternehmen. Als professionelle Organisation des Gesundheitswesens erbringt sie Dienstleistungen mit Menschen für Menschen. In der Verbandsgemeinde Nieder-Olm betreibt die GFA eine stationäre Einrichtung der Altenhilfe mit rund 100 Plätzen. Außerdem verfügt sie an zwei Standorten über betreute Wohnanlagen mit insgesamt knapp 50 Appartements.

Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie

nieder ramstädter diakonie logo

1898 als "Anstalt für Epileptische in Hessen" gegründet, ist die Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie heute ein gemeinnütziger Träger der Behinderten-, Jugend- und Altenhilfe in Hessen und Rheinland-Pfalz. Sie konzentriert sich längst nicht mehr nur auf Epilepsie, sondern bietet allen Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung ihre Unterstützung an. Sie unterhält zum Beispiel mehrere Wohn- und Werkstätten und koordiniert ambulante sowie Familien unterstützende Dienste. Daneben hat die NRD ein vielseitiges Weiterbildungs- und Beratungsangebot.

Die Lebenshilfe Mainz-Bingen

Junge Frau und junger Mann mit Down-Syndrom unterhalten sich vor einem Blumenstand

Die Lebenshilfe Mainz-Bingen e.V. ist eine Interessenvertretung für Menschen mit geistiger Behinderung. Es gibt sie seit 1960. Ihr Anliegen besteht darin, das Leben von Menschen mit geistiger Behinderung zu verbessern und ihnen Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. In der Region Mainz unterhält die Lebenshilfe einen integrativen Kindergarten, eine Seniorentagesstätte, mehrere Unterkünfte sowie einen Ambulanten und einen Familienentlastenden Dienst. In Deutschland sind rund 550 lokale Vereine Teil der Lebenshilfe-Gemeinschaft.

Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter

das logo der lag selbsthilfe

Die LAG Selbsthilfe Behinderter Rheinland-Pfalz e.V. ist eine Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung. Seit 30 Jahren setzt sie sich in der Region für deren Gleichstellung, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe ein. Stephan Heym leitet die Geschäfte der LAG Selbsthilfe in Rheinland-Pfalz.
Insgesamt schließen sich in der Landesarbeitsgemeinschaft aktuell 53 Selbsthilfeverbände und –gruppen mit über 50.000 beeinträchtigten Menschen sowie deren Angehörige zusammen.

Landesantidiskriminierungsstelle

vier junge männer stehen in einer gruppe zusammen und unterhalten sich

Benachteiligung hat viele Gesichter - und kann jeden treffen. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundeslandes Rheinland-Pfalz hat es sich zur Aufgabe gemacht, sie gar nicht erst aufkommen zu lassen. Um Benachteiligung schon an der Wurzel entgegenzuwirken, informiert sie, klärt auf und baut Vorurteile ab. Daneben zeigt sie Menschen, die Diskriminierung erleben, ihre Rechte und unterstützt sie dabei, sich zu wehren. Die Antidiskriminierungsstelle gehört zum Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz.

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