Gärtnern auf dem Parkplatz

Ein junger Mann mit Strohhut, eine junge Frau und ein Mann mit Downsyndrom sitzen im Freien an einem Tisch und betrachten aufgeschlagene Bücher.

Eigentlich sollte es ein Gemeinschaftsgarten werden, ganz oben auf dem stillgelegten Parkdeck eines Hochhauses in Berlin-Wedding. Weil Bauvorschriften dies verhinderten, stellte der Berliner Senat für das geplante Urban-Gardening-Projekt einen ebenerdigen ehemaligen Parkplatz im selben Bezirk zur Verfügung. Der geplante Name blieb: himmelbeet. Beim Urban Gardening werden brachliegende städtische Areale über gemeinsames Gärtnern einer neuen, sinnvollen Nutzung zugeführt. In der Regel beschränken sich solche Projekte nicht auf ökologische Ziele, sondern beziehen soziale Aspekte mit ein, so auch bei himmelbeet. Die gGmbH will ein Forum bieten für Nachbarschaftspflege, interkulturellen Austausch, Wissensvermittlung durch Workshops und Infoveranstaltungen. All das soll möglichst inklusiv gestaltet werden. 2016 startete himmelbeet das Inklusionsprojekt "tuml" mit Workshops, Picknicks sowie Bau- und Gartenaktivitäten von Menschen mit und ohne Behinderung. Projektleiterin Ulrike Bruckmann: "Wir haben unter anderem gemerkt, wie wichtig es ist, sich leicht verständlich auszudrücken und schriftliche Informationen in Leichter Sprache bereitzustellen. Über Ökologie und Stadtpolitik, aber auch über einfache Zusammenhänge, etwa: Wie wächst eine Möhre? Wann ernte ich sie?" In Zukunft will himmelbeet Inklusion noch stärker im Verein verankern und damit Weichen stellen für ähnliche Projekte.

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