Schneverdingen wird Pilotregion für mehr Inklusion

Aktion Mensch startet bundesweite Initiative „Kommune Inklusiv“

Bonn / Schneverdingen, 21. Februar 2017 Schneverdingen ist Modell-Kommune für die neue Initiative der Aktion Mensch: Kommune Inklusiv. Mit diesem auf fünf Jahre ausgelegten Projekt engagiert sich Deutschlands größte Soziallotterie für die Umsetzung von Inklusion in Kommunen bundesweit. Ziel ist, dass alle Menschen an den gesellschaftlichen Prozessen ihrer Gemeinde teilhaben können – gemeinsam wohnen, arbeiten, die Schule besuchen oder ganz selbstverständlich die Freizeit gestalten. Für dieses Vorhaben hat die Aktion Mensch fünf Modell-Kommunen gesucht und gefunden, die auf ihrem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft von der Soziallotterie begleitet werden: Neben zahlreichen Angeboten wie Beratung und Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit sind auch Maßnahmen für die Professionalisierung und Wissensmanagement vorgesehen.

Neue Brücken bauen

Im Bereich Inklusion hat Schneverdingen bereits erste Schritte gemacht: So gibt es zum Beispiel Ansätze von Bürgerbeteiligung. Zudem können Kinder in Schneverdingen eine kooperative Tagesstätte oder Grundschulklasse besuchen. Mit der Initiative Kommune Inklusiv möchten die Verantwortlichen vor Ort dieses Engagement ausbauen. Gerhard Suder, Geschäftsführer der Lebenshilfe Soltau, ist Hauptansprechpartner für das Projekt Kommune Inklusiv: „Meine Vision ist eine Gesellschaft für alle. Durch die ländliche Struktur vor Ort gibt es in Schneverdingen eine gute Vernetzung. Ich wünsche mir, dass die Menschen in Schneverdingen diese Vernetzung nutzen. Dass sie sich miteinander austauschen und voneinander lernen. Dass sie unbekannte Wege einschlagen und neue Brücken bauen.“ Das erste Ziel ist es daher, ein gut funktionierendes Inklusionsnetzwerk vor Ort zu etablieren. Zudem sind vor allem Kultur- und Freizeitprojekte, aber auch Maßnahmen für Barrierefreiheit und inklusive Bildung geplant.

Fast 130 Gemeinden hatten sich für die Initiative Kommune Inklusiv beworben. Neben Schneverdingen wurden daraus Rostock (Mecklenburg-Vorpommern), Erlangen (Bayern), Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg) und die Verbandsgemeinde Nieder-Olm (Rheinland-Pfalz) ausgewählt. Kriterien für die Auswahl waren unter anderem: unterschiedliche Erfahrungen mit Inklusion sowie ein erkennbarer Wille in den Verwaltungen, Inklusion weiter voranzutreiben. Schwerpunkt der Unterstützung ist der Aufbau lokaler Inklusions-Netzwerke mit Handelnden aus Verwaltung, Vereinen, Wohlfahrtsverbänden, Selbsthilfe und Unternehmen. Die Universität Frankfurt am Main begleitet die Entwicklungen und wertet die Erfolge laufend aus.

Ein bundesweites Netzwerk für Inklusion

Auf der Online-Plattform www.aktion-mensch.de/kommune-inklusiv können sich auch Kommunen, die nicht Teil der Initiative sind, über den laufenden Inklusionsprozess und die Ergebnisse informieren. Langfristig sollen darauf auch Foren für den Austausch der Netzwerke in den Pilotregionen eingerichtet werden. „Wir wollen, dass alle Gemeinden von den Erfahrungen unserer Modell-Kommunen profitieren: Was läuft gut, was kann verbessert werden? Deshalb ist uns der Austausch besonders wichtig“, erklärt Christina Marx, Leiterin des Bereichs Aufklärung der Aktion Mensch. „Mit unserer Initiative schaffen wir eine Hilfestellung für Inklusion, an der bundesweit alle teilhaben können.“

Zur vollständigen Pressemitteilung aus Schneverdingen

Was du tun kannst

Gutes tun und gewinnen

Mit einem Los der Aktion Mensch

Jetzt Los kaufen

So kannst du beitragen

Freiwillig engagieren oder Projekt starten

Über Inklusion informieren

Die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen