Modellkommune Rostock erhält rund 600.000 EUR für mehr Inklusion

Aktion Mensch: 2,8 Millionen für bundesweite Initiative „Kommune Inklusiv“

(Bonn, 5. Juli 2018) – Über eine Fördersumme der Aktion Mensch in Höhe von 600.000 Euro kann sich die Modellkommune Rostock freuen. Mit der bundesweiten Initiative Kommune Inklusiv möchte die Aktion Mensch über fünf Jahre den Inklusionsprozess in insgesamt fünf Modellkommunen begleiten. Neben Rostock werden auch Erlangen, Nieder-Olm, Schneverdingen und Schwäbisch Gmünd mit insgesamt rund 2,8 Millionen Euro gefördert.
Die Aktion Mensch unterstützt den Aufbau lokaler Inklusions-Netzwerke mit Handelnden aus Vereinen, Verbänden, Selbsthilfe, Unternehmen und der kommunalen Verwaltung. In einem partizipativen Prozess verwirklichen die Akteure vor Ort in dieser Zeit neue inklusive Ansätze und Strukturen. So unterstützen sie das bunte und barrierefreie Zusammenleben vor Ort. Ihre Wege und Ergebnisse sehen jedoch ganz unterschiedlich aus.
In Rostock gibt es viele verschiedene Sozialräume, und die Einwohner sind weit verteilt. „Unter den Stadtteilen finden sich auch einige, die abgehängt sind“, so Steffen Bockhahn, Senator für Jugend, Soziales, Gesundheit, Schule und Sport. Beim Aufbau neuer inklusiver Sozialstrukturen konzentriert sich Rostock deshalb zunächst auf Rostock Süd. Dort sollen die bereits bestehenden Stadtteil- und Begegnungszentren (SBZ) zu zentralen Inklusionszentren ausgebaut werden. Sie sollen insbesondere Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund und ältere oder sozial benachteiligte Bürger zusammenbringen. Weiter will Rostock mit einer Patenbörse ehrenamtliche Angebote mit Nachfragen verknüpfen. Außerdem soll es inklusive Jugendcamps für Kinder und Jugendliche mit Körperbehinderung sowie Gesprächsrunden und inklusive Freizeitangebote für Migranten geben. Steffen Bockhahn ist überzeugt davon, dass von einer inklusiven Gesellschaft alle Menschen profitieren.
Die Maßnahmen dokumentieren auszugsweise die Ergebnisse eines einjährigen Konzeptionsprozesses, den die Akteure in vielen Projektsitzungen mitgestaltet haben. Dieser Prozess wird auch in den kommenden Jahren fortgeführt. Um eine langfristige Handlungsfähigkeit zu sichern, unterstützt die Aktion Mensch die einzelnen Modellkommunen nicht nur finanziell, sondern auch durch Fortbildungen, beim Aufbau eines Prozessmanagements oder durch Austauschtreffen der Modellkommunen. „Wir hoffen natürlich, dass die Initiative „Kommune Inklusiv“ Schule macht und andere Kommunen zur Nachahmung anregt“, sagt Armin v. Buttlar, Vorstand der Aktion Mensch. „Wir wollen erreichen, dass die Erfahrungen daraus multiplizierbar sind und Fehler nicht doppelt gemacht werden müssen, damit sich am Ende die Teilhabemöglichkeiten für jeden Einzelnen vor Ort nachhaltig und ganz praktisch verbessern.“

Ansprechpartnerinnen und Kontakt für die Modellkommune Rostock sind die Projekt-Koordinatorinnen Dr. Melanie Hoppe und Rebekka Schmitt, Caritas Mecklenburg e.V., August-Bebel-Straße 32b, 18055 Rostock. Telefon: 0381 45472 - 44 Weitere Informationen auf https://www.aktion-mensch.de/kommune-inklusiv Die ausführliche Dokumentation zur Fachtagung „Kommunen werden inklusiv“ im März 2018 mit einer ersten Bilanz der einzelnen Kommunen nach einem Jahr Gründungs- und Findungsphase finden Sie auf www.aktion-mensch.de/fachtagung-sozialraum/
 

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