Die Verbandsgemeinde Nieder-Olm wird Pilotregion für mehr Inklusion

Aktion Mensch startet bundesweite Initiative „Kommune Inklusiv“
 

Bonn / Nieder-Olm, 2. Februar 2017 Die Verbandsgemeinde Nieder-Olm ist seit heute Modell-Kommune für die neue Initiative der Aktion Mensch: Kommune Inklusiv. Mit diesem auf fünf Jahre ausgelegten Projekt engagiert sich Deutschlands größte Soziallotterie für die Umsetzung von Inklusion in Kommunen bundesweit. Ziel ist, dass alle Menschen mit und ohne Behinderung an den gesellschaftlichen Prozessen ihrer Gemeinde teilhaben können – gemeinsam wohnen, arbeiten, die Schule besuchen oder ganz selbstverständlich die Freizeit gestalten. Für dieses Vorhaben hat die Aktion Mensch fünf Modell-Kommunen gesucht und gefunden, die auf ihrem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft von der Soziallotterie begleitet werden: Neben zahlreichen Angeboten wie Beratung und Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit sind auch Maßnahmen für die Professionalisierung und Wissensmanagement vorgesehen.

Vielfalt soll in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm selbstverständlich werden

In der Verbandsgemeinde Nieder-Olm engagiert sich seit 2010 ein Beirat für Menschen mit Behinderung gemeinsam mit der kommunalen Verwaltung für Inklusion. Im gleichen Jahr zeichnete das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Verbandsgemeinde als "Ort der Vielfalt" aus. Die Bewerbung bei der Initiative Kommune Inklusiv hat Gracia Schade, Geschäftsführerin des Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, Mainz und Vorsitzende des Beirates für Menschen mit Behinderung, betreut: „Meine Vision ist, dass in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm alle Menschen selbstverständlich miteinander leben. Menschen jeden Alters, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund und Asylsuchende.“ Ein Ziel ist daher, noch mehr inklusive Angebote zu entwickeln. Auch im Bereich Ehrenamt, am Arbeitsplatz, in der Bildung und in der Freizeit.

Fast 130 Gemeinden hatten sich für die Initiative Kommune Inklusiv beworben. Neben der Verbandsgemeinde Nieder-Olm wurden daraus Rostock (Mecklenburg-Vorpommern), Schneverdingen (Niedersachsen), Erlangen (Bayern) und Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg) ausgewählt. Kriterien für die Auswahl waren unter anderem: unterschiedliche Erfahrungen mit Inklusion sowie ein erkennbarer Wille in den Verwaltungen, Inklusion weiter voranzutreiben. Schwerpunkt der Unterstützung ist der Aufbau lokaler Inklusions-Netzwerke mit Handelnden aus Verwaltung, Vereinen, Wohlfahrtsverbänden, Selbsthilfe und Unternehmen. Die Universität Frankfurt am Main begleitet die Entwicklungen und wertet die Erfolge laufend aus.

Ein bundesweites Netzwerk für Inklusion

Auf der Online-Plattform www.aktion-mensch.de/kommune-inklusiv können sich auch Kommunen, die nicht Teil der Initiative sind, über den laufenden Inklusionsprozess und die Ergebnisse informieren. Langfristig sollen darauf auch Foren für den Austausch der Netzwerke in den Pilotregionen eingerichtet werden. „Wir wollen, dass alle Gemeinden von den Erfahrungen unserer Modell-Kommunen profitieren: Was läuft gut, was kann verbessert werden? Deshalb ist uns der Austausch besonders wichtig“, erklärt Christina Marx, Leiterin des Bereichs Aufklärung der Aktion Mensch. „Mit unserer Initiative schaffen wir eine Hilfestellung für Inklusion, an der bundesweit alle teilhaben können.“

Pressemitteilung Kommune Inklusiv Nieder-Olm als PDF herunterladen

Was du tun kannst

Gutes tun und gewinnen

Mit einem Los der Aktion Mensch

Jetzt Los kaufen

So kannst du beitragen

Freiwillig engagieren oder Projekt starten

Über Inklusion informieren

Die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen

Noch

Zusätzliche Gewinne

im Gesamtwert von
15 Mio. €