Aktion Mensch startet bundesweite Initiative „Kommune Inklusiv“

Mit der neuen Initiative Kommune Inklusiv engagiert sich die Aktion Mensch für die Umsetzung von Inklusion und begleitet fünf Modell-Kommunen über einen Zeitraum von fünf Jahren auf ihrem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft.

Die Ziele von Kommune Inklusiv

  • Die Inklusionsnetzwerke der Pilotregionen erhalten durch Kommune Inklusiv nachhaltig Handlungsfähigkeit und Motivation, Inklusion in ihren Gemeinden voranzutreiben.
  • Kommune Inklusiv ermöglicht die Entwicklung, Umsetzung und Erprobung von modellhaften Konzepten für die Gestaltung von Inklusion, die allen Kommunen in Deutschland als Vorbild dienen.
  • Die Online-Plattform der Initiative wird ein bundesweites Netzwerk für Inklusion, das gesellschaftliches Bewusstsein für Inklusion schafft und Nachahmer in ganz Deutschland gewinnt.

Die Fünf Modell-Kommunen

Aus fast 130 Gemeinden-Bewerbungen hat die Aktion Mensch fünf Kommunen ausgewählt:

  1. Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)
  2. Schneverdingen (Niedersachsen)
  3. Nieder-Olm (Rheinland-Pfalz)
  4. Erlangen (Bayern)
  5. Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg)

Rostock

Stellvertretend für das Netzwerk in Rostock hat sich die Stadt Rostock als Modell-Kommune beworben. Einen Aktionsplan zu Inklusion gibt es in Rostock noch nicht. Auf Landesebene existiert seit 2013 allerdings ein Maßnahmenplan, wie die UN-Behindertenrechtskonvention in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt werden kann. Der Senator für Jugend, Soziales, Gesundheit, Schule und Sport, Steffen Bockhahn, ist in der Verwaltung hauptverantwortlich für das Projekt.

Kontakt: Steffen Bockhahn, Senator für Jugend, Soziales, Gesundheit, Schule und Sport,
Telefon: 0381 381-1453, E-Mail: steffen.bockhahn@rostock.de

Schneverdingen

In Schneverdingen haben sich die Stadt und die Lebenshilfe Soltau e.V. gemeinsam für Kommune Inklusiv empfohlen. Bürgermeisterin Meike Moog-Steffens ist die hohe Lebensqualität vor Ort ein wichtiges Anliegen. Die Lebenshilfe Soltau e.V. unterstützt und begleitet mit rund 200 Mitarbeitenden mehr als 400 Menschen mit und ohne Behinderungen an verschiedenen Standorten im nördlichen Heidekreis. Hauptansprechpartner für Kommune Inklusiv ist Gerhard Suder, Geschäftsführer der Lebenshilfe Soltau.

Kontakt: Gerhard Suder, Geschäftsführer, Lebenshilfe Soltau e.V., Tel.: 05191 9856-0,
E-Mail: suder@lebenshilfe-soltau.de

Verbandsgemeinde Nieder-Olm

Für die Verbandsgemeinde Nieder-Olm hat sich das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Mainz e.V. (ZsL) bei Kommune Inklusiv beworben. Das ZsL ist eine Beratungsstelle und Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung. Es unterstützt sie, auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene ein eigenverantwortliches Leben zu führen. Das Zentrum engagiert sich einerseits in Lebensbereichen wie Arbeit, Wohnen oder Freizeit. Andererseits setzt es sich für eine Verbesserung der generellen Rahmenbedingungen ein. Seine Geschäftsführerin und Hauptansprechpartnerin für Kommune Inklusiv ist Gracia Schade.

Kontakt: Gracia Schade, Vorstand und Geschäftsführung, Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, Mainz e.V., Telefon:  06131 14674-415, E-Mail: g.schade@zsl-mainz.de

Erlangen

In Erlangen hat sich die Stadtverwaltung für Kommune Inklusiv beworben. Die Stadt Erlangen bietet seit Mitte der achtziger Jahre eine Behindertenberatung an. Zudem gibt es einen Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung. Gemeinsam mit dem Forum „Behinderte Menschen in Erlangen“ hat dieser ein Arbeitsprogramm verfasst. Das Forum ist ein Zusammenschluss verschiedener Behindertenorganisationen und berät die Stadtverwaltung beim Thema Inklusion. Hauptansprechpartnerin für Kommune Inklusiv ist Cornelia Basara, sie verantwortet im Büro für Chancengleichheit und Vielfalt den Bereich Inklusion.

Kontakt: Cornelia Basara, Büro für Chancengleichheit und Vielfalt, Bereich Inklusion,
Tel:: 09131 / 86-1941, E-Mail: cornelia.basara@stadt.erlangen.de

Schwäbisch Gmünd

Stellvertretend für alle Akteure in Schwäbisch Gmünd hat sich die Stadt bei Kommune Inklusiv beworben. Vor Ort gibt es bereits einen Aktionsplan für Inklusion, dessen Umsetzung der Gemeinderat im Februar 2016 beschlossen hat. Zudem ist seit April der neue Inklusionsbeirat der Stadt aktiv. Sandra Sanwald ist als Inklusionsbeauftragte für Schwäbisch Gmünd Hauptansprechpartnerin für Kommune Inklusiv.

Kontakt: Sandra Sanwald, Amt für Familie und Soziales, Bereich Inklusion,
Telefon: 07171 603-5071 , E-Mail: sandra.sanwald@schwaebisch-gmuend.de

Auswahlkriterien bei der Bewerbung

Bei der Auswahl der Pilotregionen waren unter anderem diese Kriterien entscheidend:

  • Wie sind die Voraussetzungen für den Aufbau eines Inklusionsnetzwerks? Ist oder wird die kommunale Verwaltung aktiver Partner des Netzwerks?
  • Wie viel Engagement und Professionalität können die Beteiligten einbringen – auch auf lange Sicht?
  • Haben die Akteure ein breites Inklusionsverständnis, das z. B. über Maßnahmen wie Rollstuhlrampen oder Niederflurbusse hinausgeht? Sind entsprechend dieses Verständnisses genügend unterschiedliche von Ausgrenzung betroffene Zielgruppen im Netzwerk vertreten und werden die Bürger in die Prozesse einbezogen?
  • Welches Entwicklungspotential für Inklusion bringen die Bewerber mit? Haben sie sich realistische Ziele gesetzt, die den aktuellen Grad an Inklusion deutlich steigern.

Die finanzielle Unterstützung

Die Aktion Mensch unterstützt die Modell-Kommunen mit geldwerten Leistungen wie Weiterbildungsmaßnahmen oder den Aufbau eines Prozessmanagements. Dies beinhaltet Angebote wie:

  • Prozessbegleitung, z. B. Beratung, Coaching und Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit
  • Professionalisierung und Wissenstransfer, z. B. Seminare und Fachtagungen
  • Projektförderung: Zusätzlich können die Modell-Kommunen für neue Inklusions-Projekte auch Förderanträge bei der Aktion Mensch stellen.

 

Für Informationen und den Erfahrungsaustausch der Pilotregionen stellt die Aktion Mensch die Online-Plattform www.aktion-mensch.de/kommune-inklusiv bereit. Hier können sich auch  Kommunen informieren und einbringen, die nicht Teil der Initiative sind. Auf diese Weise profitieren Gemeinden in ganz Deutschland von Kommune Inklusiv.

Wissenschaftliche Begleitung und Evaluierung

Als Kooperationspartner wird die Universität Frankfurt am Main die Initiative während des gesamten Zeitraums begleiten. Die Hochschule hat die Rolle des objektiven Beobachters und evaluiert den Erfolg des Projekts mit wissenschaftlichen Forschungsmethoden.

Faktenblatt Kommune Inklusiv zum Herunterladen

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